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New York: Verkehrsbetriebe setzen bei Gleisinspektion auf Smartphones

Die New Yorker Verkehrsbetriebe setzen Smartphones zur Schieneninspektion ein und erproben damit einen völlig neuen Ansatz in der Wartung.
/ Przemyslaw Szymanski
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Symbolbild (Bild: Photo by Spencer Platt/Getty Images)
Symbolbild Bild: Photo by Spencer Platt/Getty Images

Die Metropolitan Transportation Authority (MTA), die für den Betrieb des New Yorker U-Bahn-Systems verantwortlich ist, hat laut einem Bericht von Wired(öffnet im neuen Fenster) einen unkonventionellen Weg eingeschlagen, um die Wartung der Schieneninfrastruktur zu optimieren.

In einem von September 2024 bis Januar 2025 durchgeführten Testlauf setzte die MTA in Zusammenarbeit mit Google auf herkömmliche Pixel-6-Smartphones, um potenzielle Schäden frühzeitig zu erkennen. Bislang mussten Techniker das über 1.000 Kilometer lange Schienennetz dafür mit speziellen Geräten zu Fuß ablaufen.

Ausgestattet mit ihren bordeigenen Sensoren und lediglich ergänzt durch externe Mikrofone, wurden die Smartphones unter den Waggons sowie im Inneren von vier U-Bahn-Zügen angebracht. Beschleunigungsmesser, Magnetometer und Gyroskope der Geräte sammelten anschließend während der Fahrten umfassende Audio-, Vibrations- und Standortdaten – stets auf der Suche nach verdächtigen Geräuschen, die auf Schäden an den Gleisen hinweisen könnten.

System mit hoher Erfolgsquote

Der Erfolg kann sich durchaus sehen lassen: Wie aus dem Bericht hervorgeht, konnte das "Track Inspect" genannte System 92 Prozent der Defektstellen ausmachen. Allerdings ist der Prozess noch nicht vollständig automatisiert. Ein erfahrener Gleisarbeiter musste sich die Pixel-Aufnahmen einzeln anhören und kennzeichnete dabei, was er vernahm.

Anschließend sind Inspektoren an den Ort des vom System gemeldeten Defekts gegangen und mit Bildern zurückgekommen, die die Ergebnisse untermauerten. Ganz ohne menschliches Zutun funktioniert es also noch nicht.

Nichtsdestotrotz könnte die auf maschinellem Lernen basierende Technologie laut MTA-Präsident Demetrius Crichlow "dazu beitragen, den Arbeitsaufwand für die Identifizierung dieser Mängel zu minimieren und die Inspektoren in die richtige Richtung zu lenken, sodass sie ihre Zeit mit der Behebung statt mit der Identifizierung verbringen und direkt vor Ort arbeiten können" .

Dementsprechend haben die New Yorker Verkehrsbetriebe auch schon ein vollständiges Pilotprojekt zusammen mit der zuständigen Public-Sector-Abteilung von Google angekündigt(öffnet im neuen Fenster) . Auch andere Verkehrsunternehmen erproben bereits den Einsatz von KI in diesem Bereich. Laut Wired kommen dabei jedoch vorrangig Kameras und andere optische Sensoren zum Einsatz.


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