Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Satya Nadella: Microsoft entlässt weitere 7.800 Mitarbeiter

Microsoft hat einen weiteren Stellenabbau im Konzern angekündigt. Betroffen ist hauptsächlich der Bereich Mobile-Hardware, so Konzernchef Satya Nadella in einem Schreiben an die Belegschaft.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Achim Sawall , Peter Steinlechner
105 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Satya Nadella Ende September 2014 in China (Bild: Reuters/China Daily)
Satya Nadella Ende September 2014 in China Bild: Reuters/China Daily

Microsoft hat eine weitere Runde im Stellenabbau angekündigt und damit von der New York Times(öffnet im neuen Fenster) gemeldete Gerüchte bestätigt. Weltweit verlieren rund 7.800 Mitarbeiter den Job. Die neuen Entlassungen kommen zusätzlich zum Abbau von 18.000 Arbeitsplätzen, die der im Umbruch befindliche Konzern bereits vor rund einem Jahr verkündet hatte. Bei Microsoft arbeiten derzeit noch 118.000 Menschen.

Betroffen ist besonders der Bereich Hardware, dessen Smartphone-Geschäft sich nicht wie erwartet entwickelt. Microsoft hatte den Bereich von Nokia erworben und will nun rund 7,6 Milliarden US-Dollar darauf abschreiben. "Wir bewegen uns fort von der Strategie, ein eigenes Handy- und Smartphone-Geschäft zu betreiben, und setzten stattdessen darauf, unser Windows-Ökosystem inklusive unserer hauseigenen Hardware-Angebote dynamisch auszubauen" , so Konzernchef Satya Nadella in einer E-Mail(öffnet im neuen Fenster) an die Mitarbeiter.

Microsoft sei zurzeit in einer außergewöhnlichen Position, neue Zuwächse zu erreichen, hatte Nadella Ende Juni 2015 erklärt . Dazu müsse das Unternehmen in neuen Bereichen innovativ sein und harte Entscheidungen in Bereichen treffen, wenn sie nicht funktionierten.

Danach wurde der größte Teil des Microsoft-Geschäfts mit Onlinewerbung an AOL abgegeben . Das Internetunternehmen führt für Microsoft in neun Ländern den Verkauf von Bannern, Video- und mobilen Anzeigen durch, darunter in den USA, Großbritannien und Deutschland. Microsofts Suchmaschine Bing wird für zehn Jahre bei AOL laufen. Zudem kaufte Uber Microsofts Technologie für digitale Karten, ein Rechenzentrum bei Boulder im US-Bundesstaat Colorado sowie Kameras und Patente.

Der ehemalige Nokia-Chef Stephen Elop verließ Microsoft bereits . Elop führte die Microsoft-Sparte Devices & Studios, zu der auch die Xbox, Surface und die Spieleentwicklung gehören. Sein Bereich wurde mit Windows-Software zusammengelegt und wird nun von Terry Myerson geführt. Unter der Führung von Elop verlor Microsoft mit Windows-Smartphones Marktanteile und erwirtschaftete in diesem Bereich Verluste.

Nachtrag vom 8. Juli 2015, 17:05 Uhr

Microsoft hat die Gerüchte um weitere Entlassungen bestätigt. Wir haben den Artikel entsprechend überarbeitet.


Relevante Themen