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New York Times: Amazon löscht Tausende Buchbewertungen

Nachdem viele Buchautoren zugegeben haben, Gefälligkeitsrezensionen ihrer Titel gezielt zu fördern, reagiert Amazon mit der Löschung von Tausenden Buchbesprechungen. Insbesondere die Bewertungen von Verwandten der Autoren werden entfernt.
/ Achim Sawall
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Bild: Lionel Bonaventure/AFP/Getty Images

Amazon.com habe Tausende Bewertungen von Büchern gelöscht. Das berichten Buchautoren der New York Times(öffnet im neuen Fenster) . In einer Erklärung an einige der betroffenen Autoren heißt es: "Wir erlauben keine Buchbesprechungen von Personen oder Firmen mit finanziellem Interesse an dem Titel oder an einem konkurrierenden Produkt. Das schließt die Autoren ein. "

Der Autor M. E. Franco beklagt in seinem Blog, dass Rezensionen seiner Bücher, die seine Schwester und sein bester Freundes verfasst hätten, entfernt worden seien. Franco: "Diese beiden gehörten zufällig zu meinen größten Fans."

Die Autorin Valerie X. Armstrong sagte, dass ihr Sohn eines ihrer Bucher mit fünf Sternen bewertet habe. Seine Besprechung sei von Amazon entfernt worden und als er versucht habe, sie erneut zu posten, sei sie nicht angenommen worden. Der Autorin Michelle Gagnon wurden drei positive Rezensionen von Amazon gestrichen. Sie wundert sich, wie der Internethandelskonzern habe wissen können, dass sie einen der Verfasser, einen langjährigen Fan, kenne.

Autoren geben zu, Buchbesprechungen eingekauft zu haben

Amazon beherrscht ein Drittel des Umsatzes des US-Buchmarktes und nutzt Buchbesprechungen intensiv beim Verkauf. Einige Mystery-Autoren wie R. J. Ellory, Stephen Leather und John Locke haben zugegeben, gefälschte Buchrezensionen gezielt gefördert zu haben.

Harriet Klausner hat 25.000 Buchrezensionen auf Amazon verfasst und Kritiker meinen, es sei unmöglich, dass sie die Titel wirklich alle gelesen habe. 99,9 Prozent ihre Bewertungen haben vier oder fünf Sterne. Die 60-jährige Bibliothekarin im Ruhestand ist seit über zehn Jahren bei Amazon aktiv. Sie leide unter Schlaflosigkeit und sei eine sehr schnelle Leserin, sagt sie zur Begründung.


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