New York: Amazon entlässt Streikführer nach Corona-Schutzprotesten

Laut Amazon hat Chris Smalls selbst gegen Quarantänemaßnahmen verstoßen. Er hatte Schließung und Reinigung wegen des Coronavirus gefordert.

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Chris Smalls bei dem Streik am 30. März im Amazon-Lager in Staten Island
Chris Smalls bei dem Streik am 30. März im Amazon-Lager in Staten Island (Bild: Spencer Platt/Getty Images)

Amazon hat den Beschäftigten Chris Smalls entlassen, der mit seinen Kollegen in Staten Island am Montag einen Streik organisiert hat. Das berichtet das National Public Radio (NPR). Die streikenden Arbeiter forderten die Schließung und Reinigung des Standorts nach mehreren positiven Coronavirus-Fällen dort. Laut Amazon wurde Smalls wegen Verstoßes gegen Quarantäne- und Sicherheitsmaßnahmen entlassen.

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Der Bürgermeister von New York, Bill de Blasio, hat den Menschenrechtsbeauftragten der Stadt angewiesen, gegen Amazon wegen der Entlassung zu ermitteln. Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James bezeichnete die Entlassung als "schändlich" und forderte eine Überprüfung durch das National Labour Relations Board.

Smalls und andere Arbeiter am Amazon-Standort in Staten Island forderten, dass das Unternehmen die Einrichtung vorübergehend für eine längere Tiefenreinigung schließt, wie es das Unternehmen in Kentucky auf Befehl des Gouverneurs getan hat. Mindestens zwei Arbeiter im Lager von Staten Island wurden positiv auf COVID-19 getestet. Smalls teilte NPR mit, dass die Zahl viel höher sei. Amazon lehnte es ab, die Zahlen zu bestätigen.

Amazon: Wir messen Temperatur aller Arbeiter

Amazon erklärte, der Konzern nutze "extreme" Sicherheits- und Reinigungsmaßnahmen und habe damit begonnen, die Körpertemperatur aller Arbeiter zu messen, die im Lager von Staten Island ankommen. Eine Sprecherin sagte, Smalls habe "mehrere Warnungen wegen Verstoßes gegen die Richtlinien zur sozialen Distanzierung erhalten" und sei nach einem früheren Kontakt mit einem Arbeiter, der positiv auf das Virus getestet wurde, unter Verstoß gegen die Quarantäne für den Streik in die Einrichtung gekommen. "Dies ist inakzeptabel, und wir haben sein Arbeitsverhältnis aufgrund dieser zahlreichen Sicherheitsprobleme beendet", heißt es in der Erklärung von Amazon.

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Smalls sagte ABC News, er habe eine infizierte Arbeiterin am Dienstag nach Hause geschickt, als sie Krankheitssymptome zeigte. Er sagte, die Arbeiterin sei am Mittwoch getestet worden, durfte aber wieder arbeiten, bis ihre Testergebnisse am Donnerstag positiv waren. An den Standort arbeiten 5.000 Menschen. Laut Angaben von Smalls nahmen 50 bis 100 an dem Streik teil, Amazon sprach von nur 15 Streikenden.

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