New World: EVGA findet Grund für zerstörte Geforce RTX 3090
Nach langen Untersuchungen im Labor hat der Nvidia-Boardpartner EVGA den Grund für defekte Geforce-RTX-3090-Grafikkarten gefunden, die während des Betatests von New World zerstört wurden. Das Spiel ist daran nicht schuld, sondern fehlerhafte Lötstellen um die Mosfets auf den Boards herum. Das bestätigte EVGA dem Magazin PCWorld(öffnet im neuen Fenster) .
Etwa ein Dutzend der betroffenen Grafikkarten hatte das Unternehmen zugesendet bekommen und auf Fehler analysiert. Dabei handelte es sich stets um frühe Verkaufsmodelle aus ersten Lieferungen – Modelle, die im Jahr 2020 verkauft wurden. Ausgefallen seien die Karten in New World durch schlechte Handwerksarbeit. Das habe EVGA per Röntgenanalyse der defekten Karten herausgefunden.
Die Vorfälle ereigneten sich im Juli 2021 zum Betastart von New World. Betroffen waren fast ausschließlich EVGA-Grafikkarten und nur Modelle vom Typ Nvidia Geforce RTX 3090 – dem aktuell teuersten und leistungsfähigsten Modell im Geforce-Sortiment. Es häuften sich aber auch unbestätigte Berichte anderer RTX-3090-Besitzer. Amazon Games führte daraufhin einen Frameratenlimitierer ein, der die FPS im Spiel auf 63 fps begrenzte. Danach gab es keine Vorfälle mehr.
Kein Problem mit dem Kühlsystem
Die konkrete Menge der betroffenen Grafikkarten nannte EVGA auf Anfrage von PCWorld nicht. Es seien aber wesentlich weniger als 1 Prozent der verkauften Gesamtmenge gewesen. Ein EVGA-Repräsentant bestätigte zudem, dass nicht das Kühlsystem und Lüftungscontroller der Grafikkarten an den Ausfällen schuld war.
Diese Theorie hatte unter anderem der Blog Igor's Lab(öffnet im neuen Fenster) aufgestellt. Die angestellten Messungen erwiesen sich als Rauschen auf dem I2C-Bus, das Messtools wie HWInfo und GPU-Z in die Irre führte. Ein Firmware-Update des Controllers sollte dieses Problem beheben.
EVGA bestätigte schon damals, dass betroffene Kunden Ersatz für ihre zerstörten Grafikkarten erhalten.

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