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Die New Shepard Rakete bei einem Start im November 2015
Die New Shepard Rakete bei einem Start im November 2015 (Bild: Blue Origin)

New Shepard: Touristenrakete fliegt ersten Crashtest-Dummy ins All

Die New Shepard Rakete bei einem Start im November 2015
Die New Shepard Rakete bei einem Start im November 2015 (Bild: Blue Origin)

Die Rakete von Amazon-Gründer Jeff Bezos hat eine für Menschen taugliche Raumkapsel bekommen. Sie soll im nächsten Jahr Touristen über die 100-Kilometer-Grenze in den Weltraum bringen. Ein neues Video zeigt den Flug vom Inneren der Kapsel aus.

Alan Shepard ist als erster US-Amerikaner kurz nach dem sowjetischen Kosmonauten Juri Gagarin an Bord einer Mercury Kapsel ins Weltall geflogen - wenn auch nicht in einen Orbit. Die New Shepard Rakete ist nach ihm benannt und soll das Gleiche tun, wenn auch für reiche Touristen und nicht für Airforce Testpiloten. Am Dienstag glückte der erste Testflug mit der Kapsel, in der Blue Origins Kunden künftig fliegen sollen, wie die Firma am frühen Morgen mitteilte. Anders als vorangegangene Flüge wurde dieser nicht live übertragen.

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Nachtrag vom 15.12.2017 um 13:17 Uhr:

Inzwischen hat Blue Origin ein Video aus dem Inneren der Kapsel veröffentlicht, das den zehnminütigen Flug zeigt.

Soweit bekannt, handelt es sich um die dritte New Shepard Rakete. Die erste Rakete stürzte nach einem erfolgreichem Flug ohne sanfte Landung ab. Die zweite Rakete absolvierte fünf Flüge erfolgreich. Beim letzten Flug wurde der Startabbruch mit den Fluchtraketen im Notfall geprobt. Die Rakete landete auch danach wieder, dient inzwischen aber nur noch als Museumsstück.

Neben einer neuen Rakete kam auch eine neue Kapsel zum Einsatz, die erstmals echte - nicht nur aufgemalte - Fenster hat. An Bord war ein Dummy namens Mannekin Skywalker. Wie die Kapsel eines Sojus-Raumschiffs landete sie an Fallschirmen in der texanischen Steppe. Knapp über dem Boden wurde sie von Raketentriebwerken abgebremst und soll mit nur einer Meile pro Stunde (1,6 km/h) aufgekommen sein. Dafür muss die Kapsel im Flug nicht ansatzweise die Belastungen einer echten Wiedereintrittskapsel aushalten.

Die Touristenrakete erreicht nur Mach 3

Anders als die Falcon 9 wurde die wasserstoffbetriebene New Shepard von Anfang an auf häufige Wiederverwendbarkeit im Touristenbetrieb und nicht auf maximale Leistung optimiert. Trotz des effizienten Triebwerks erreicht die Rakete im Flug nur knapp Mach 3. Zum Vergleich: Die erste Stufe der Falcon 9 von SpaceX erreicht bei Satellitenstarts etwa Mach 6, wenn sie zur Startrampe zurückkehrt, und Mach 8 bei anschließender Landung im Meer. Echte Raumkapseln fliegen beim Wiedereintritt mit Mach 28.

Trotzdem stellt die Touristenrakete einen großen Fortschritt dar. Die Geschwindigkeit reicht aus, um auf eine Flughöhe von 100 Kilometern zu kommen und damit die Grenze zum Weltall zu erreichen, auch wenn der Flug am Dienstag eine Höhe von 99,3 Kilometer nicht überschritt. Der Rakete bleiben auch genügend Treibstoffreserven für eine helikopterartige sanfte Landung, im Gegensatz zum "Hoverslam" der Falcon 9. Die 100 Kilometer waren schon das Kriterium zum Gewinn des 1996 ausgeschriebenen Ansari X-Prize, der 2004 von Virgin Galactic mit Space Ship One mit zwei solchen Flügen innerhalb von zwei Tagen gewonnen wurde.

Seitdem haben Virgin Galactic und anderen Firmen immer wieder Angebote für Weltraumtouristen gemacht und Tickets verkauft. Aber die Entwicklung von Virgin Galactics Space Ship Two hat inzwischen vier Todesopfer gefordert und läuft noch immer. Konkurrenzfirmen wie XCOR Aerospace, die nicht von den reichsten Männern der Welt wie Richard Branson und Jeff Bezos gegründet wurden, sind wegen mangelnder Finanzierung inzwischen bankrott gegangen.

Weitere erfolgreiche Testflüge der Touristenrakete könnte den leeren Versprechen der letzten 14 Jahre ein Ende bereiten. Außer Touristen sollen auch Experimente an Bord der Kapsel sein, die mehrere Minuten Schwerelosigkeit benötigen. Theoretisch könnte New Shepard auch weitere Raketenstufen starten, die dann kleine Nutzlasten in einen Orbit bringen könnten. Ob Blue Origin das umsetzt, ist aber fraglich. Derzeit konzentriert sich die Firma auf den Bau der großen New Glenn Rakete. Diese Rakete soll Nutzlasten bis zu 45 Tonnen starten können.


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AndyMt 13. Dez 2017

Die genaue Zeit weiss ich auch nicht, bei der Sojuz sind es etwa 3-4 Meter. Wenn es dann...

AndyMt 13. Dez 2017

Ach - plötzlich ist das ein Kriterium? Die paar Hanseln? Aber selber womöglich 1-2x im...

TC 13. Dez 2017

it's a *



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