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New Horizons: Ist Pluto ein Komet?

Zwei US-Forscher haben die Zusammensetzung des Eises auf Pluto untersucht und sind zu dem Schluss gekommen, dass der Zwergplanet aus vielen Kometen entstanden sein könnte. Zum Vergleich zogen sie Daten heran, die die europäische Sonde Rosetta auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko gesammelt hat.
/ Werner Pluta
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Sputnik Planitia auf Pluto: verblüffende Übereinstimmung mit dem Kometen Tschuri (Bild: Nasa/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/SwRI)
Sputnik Planitia auf Pluto: verblüffende Übereinstimmung mit dem Kometen Tschuri Bild: Nasa/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/SwRI

Er war ein Planet und wurde zum Zwergplaneten degradiert. Nach neuen Forschungsergebnissen ist er auch das nicht. Zwei Forscher des Southwest Research Institute (SwRI) in San Antonio im US-Bundesstaat Texas haben die Theorie aufgestellt, dass Pluto aus vielen Kometen entstanden ist.

"Wir haben etwas entwickelt, das wir das kosmochemische Modell der Pluto-Bildung nennen" , sagt Christopher Glein(öffnet im neuen Fenster) . Grundlage sind die Daten, die die Sonde New Horizons 2015 beim Vorbeiflug an Pluto gesammelt hat, und die Daten vom Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko der europäischen Sonde Rosetta .

Die Forscher untersuchten das stickstoffreiche Eis im Gletscher der Sputnik Planitia - das ist die linke Hälfte der herzförmigen Tombaugh-Ebene. Das verglichen sie mit Rosettas Daten vom Kometen Tschuri. Sozusagen zur Gegenprobe prüften sie ein Modell, nach dem Pluto aus Eis entstanden wäre, dessen chemische Zusammensetzung eher der der Sonne entspräche.

Virtueller Flug über den Pluto - Nasa
Virtueller Flug über den Pluto - Nasa (01:59)

"Wir fanden eine verblüffende Übereinstimmung zwischen der geschätzten Menge an Stickstoff im Gletscher und der Menge, die zu erwarten wäre, wenn Pluto durch den Zusammenschluss von etwa einer Milliarde Kometen entstanden wäre oder anderen Objekten des Kuiper-Gürtels, die eine ähnliche chemische Zusammensetzung haben wie 67P, dem von Rosetta erforschten Kometen" , resümiert Glein. Die Studie soll dieser Tage in der Fachzeitschrift Icarus veröffentlicht werden. Als Preprint ist sie auf dem Dokumentenserver Arxiv abrufbar(öffnet im neuen Fenster) .


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