Abo
  • Services:
Anzeige
Zwergplanet Pluto: Eis so hart wie Gestein
Zwergplanet Pluto: Eis so hart wie Gestein (Bild: Nasa/APL/SWRI)

New Horizons: Gruß aus den Pluto-Bergen

Zwergplanet Pluto: Eis so hart wie Gestein
Zwergplanet Pluto: Eis so hart wie Gestein (Bild: Nasa/APL/SWRI)

Eisige Gebirge zeigt ein Foto vom Pluto, das die Sonde New Horizons zur Erde geschickt hat. Die Forscher haben daraus schon erstaunliche erste Schlüsse gezogen. Mehr ist zu erwarten - denn das Bild entstand noch vor dem Vorbeiflug.

Hohe Berge am Äquator: Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) hat ein hochaufgelöstes Bild von der Äquatorregion des Pluto veröffentlicht. Die Sonde New Horizons hat es kurz vor dem Vorbeiflug der an dem Himmelskörper aufgenommen.

Anzeige
  • Berge aus Eis auf dem Pluto. Sie sind rund 3.500 m hoch und bestehen mutmaßlich aus gefrorenem Wasser. (Bild: Nasa/JHUAPL/SWRI)
  • Größenvergleich: 50 Meilen sind 80 km. Das Foto entstand am 14.7.2015 kurz vor dem Vorbeiflug. Hier war New Horizons noch etwa 77.000 km vom Pluto weg. (Bild: Nasa/JHUAPL/SWRI)
  • Die Berge sind in der Nähe der herzförmigen Region. Dieses Foto nahm New Horizons am 13.7.2015 aus 768.000 km Entfernung auf. (Bild: Nasa/APL/SWRI)
  • Charon ist der größte Pluto-Mond. New Horizons fotografierte ihn am 13.7.2015 aus einer Distanz von 466.000 km. (Bild: Nasa/JHUAPL/SWRI)
  • Das Bild zeigt Hydra aus einer Entfernung von 640.000 km. Darauf ist zu erkennen, dass dieser Pluto-Mond unregelmäßig geformt ist. (Bild: Nasa/JHUAPL/SWRI)
Berge aus Eis auf dem Pluto. Sie sind rund 3.500 m hoch und bestehen mutmaßlich aus gefrorenem Wasser. (Bild: Nasa/JHUAPL/SWRI)

Die Berge darauf sind nach Erkenntnissen der Wissenschaftler etwa 3.500 Meter hoch. Sie liegen in der Nähe einer herzförmigen Region auf der Südhalbkugel des Zwergplaneten.

Berge aus Eis

Diese Berge bestehen mutmaßlich aus Wassereis. "Bei den Temperaturen, wie sie auf Pluto herrschen, verhält sich Wassereis wie Fels", sagt Bill McKinnon vom Geology, Geophysics and Imaging Team (GGI) der New-Horizons-Mission. Die Oberfläche von Pluto ist zwar weitgehend mit gefrorenem Methan und Stickstoff bedeckt. Methan- und Stickstoffeis sind aber nicht fest genug, dass sich daraus Gebirge bilden können.

Erstaunt waren die Forscher vom Alter der Berge: Diese bildeten sich vermutlich erst vor 100 Millionen Jahren. "Das ist eine der jüngsten Oberflächen, die wir je im Sonnensystem gesehen haben", sagt Jeff Moore vom GGI.

Es gibt geologische Aktivitäten auf dem Pluto

Außerdem sehe es so aus, als gäbe es in dieser Bergregion auch heute noch geologische Aktivitäten. Die Forscher rätseln über deren Ursprung: Die Monde der großen Planeten in unserem Sonnensystem werden durch Wechselwirkung mit der Schwerkraft eines viel größeren Planeten erwärmt. Dieser Mechanismus fällt beim Pluto jedoch weg. Sie müssten jetzt wohl überdenken, wie es zu geologischen Aktivitäten auf anderen Eiswelten komme, sagt John Spencer vom GGI.

New Horizons nahm das Bild am 14. Juli auf, etwa anderthalb Stunden vor der nächsten Annäherung an Pluto. Zu dem Zeitpunkt war die Sonde noch etwa 77.000 Kilometer entfernt. Sie näherte sich Pluto bis auf rund 12.000 Kilometer.

Wenige Krater auf dem Charon

Am 13. Juli nahm New Horizons mit der Kamera Lorri ein Foto von Plutos größtem Mond Charon aus einer Entfernung von rund 466.000 Kilometern auf. Die Auflösung ermöglicht es, Merkmale von einer Größe von 5 Kilometern zu erkennen. Erstaunlich sei, dass Charon nur sehr wenige Einschlagskrater aufweise, sagen die Forscher.

Ein weiteres Bild zeigt den Mond Hydra. Es ist zwar sehr verpixelt, aber das beste Bild, das es bisher von dem Himmelskörper gibt: Die Auflösung beträgt etwa 3 Kilometer pro Pixel. Das Foto zeigt, dass Hydra nicht kugelförmig ist, sondern eine unregelmäßige Form hat. Die Forscher schätzen, dass Hydra etwa 43 Kilometer mal 33 Kilometer groß ist.

New Horizons Speicher sind voll

Während des Vorbeiflugs gab es keinen Kontakt zur Erde. New Horizons meldete sich erst wieder in der Nacht zum 15. Juli. Da schickte die Sonde jedoch noch keine Bilder oder Messdaten zur Erde, sondern nur Statusmeldungen zum Zustand der Sonde und der Bordsysteme. Daraus ging hervor, dass die Datenspeicher voll sind, die Sonde also Bilder aufgenommen und Daten gesammelt hat.

New Horizons überträgt die Daten auf dem X-Band, dem Frequenzbereich zwischen 8 und 12 Gigahertz. Die Übertragungsgeschwindigkeit liegt bei knapp 1,7 KBit/s. Die Daten benötigen etwa 4,5 Stunden, bis sie auf der Erde ankommen. Auf der Erde werden die Daten von den Antennen des Deep Space Network empfangen, unter anderem vom Goldstone Observatory in der Mojave-Wüste im US-Bundesstaat Kalifornien und vom Canberra Deep Space Communication Complex (CDSCC) südwestlich der australischen Hauptstadt Canberra.


eye home zur Startseite
temir tau 17. Jul 2015

Das ist doch einfach: Ein Saarland entspricht 0,0000028 Fußballfeldern, also hat die...

Jo Li 17. Jul 2015

Hallo chefin, vielen Dank für den Interessanten Beitrag! :-) MfG, JoLi

chefin 17. Jul 2015

Umgedreht wird ein Schuh draus: zuerst haben sich die Militärs Frequenzen reserviert...

JensM 16. Jul 2015

Die 4,5 Stunden beziehen sich auf die Latenz. Die Sonde hat nen Ping von 4,5*2*60*60...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. regio iT gesellschaft für informationstechnologie mbh, Aachen, Gütersloh
  2. BRUNATA Wärmemesser GmbH & Co. KG, München
  3. Fresenius Kabi Deutschland GmbH, Oberursel
  4. Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Herzogenaurach


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. 17,99€ statt 29,99€
  3. 179,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Mobilfunkausrüster

    Welche Frequenzen für 5G in Deutschland diskutiert werden

  2. XMPP

    Bundesnetzagentur will hundert Jabber-Clients regulieren

  3. Synlight

    Wie der Wasserstoff aus dem Sonnenlicht kommen soll

  4. Pietsmiet

    "Alle Twitch-Kanäle sind kostenpflichtiger Rundfunk"

  5. Apache-Lizenz 2.0

    OpenSSL plant Lizenzwechsel an der Community vorbei

  6. 3DMark

    Overhead-Test ersetzt Mantle durch Vulkan

  7. Tastatur-App

    Nutzer ärgern sich über Verschlimmbesserungen bei Swiftkey

  8. Kurznachrichten

    Twitter erwägt Abomodell mit Zusatzfunktionen

  9. FTTH

    M-net-Glasfaserkunden nutzen 120 GByte pro Monat

  10. Smartphone

    Google behebt Bluetooth-Problem beim Pixel



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Videostreaming im Zug: Maxdome umwirbt Bahnfahrer bei Tempo 230
Videostreaming im Zug
Maxdome umwirbt Bahnfahrer bei Tempo 230
  1. USA Google will Kabelfernsehen über Youtube streamen
  2. Verband DVD-Verleih in Deutschland geht wegen Netflix zurück
  3. Nintendo Vorerst keine Videostreaming-Apps auf Switch

Buch - Apple intern: "Die behandeln uns wie Sklaven"
Buch - Apple intern
"Die behandeln uns wie Sklaven"
  1. Übernahme Apple kauft iOS-Automatisierungs-Tool Workflow
  2. Instandsetzung Apple macht iPhone-Reparaturen teurer
  3. Earbuds mit Sensor Apple beantragt Patent auf biometrische Kopfhörer

D-Wave: Quantencomputer oder Computer mit Quanteneffekten?
D-Wave
Quantencomputer oder Computer mit Quanteneffekten?
  1. IBM Q Qubits as a Service
  2. Rechentechnik Ein Bauplan für einen Quantencomputer

  1. Re: upsss...der sieht aber sehr sehr schlecht aus...

    Cologne_Muc | 02:09

  2. Re: "Ein Träumchen!"

    Ach | 02:09

  3. Re: Sonnenstudio

    Cok3.Zer0 | 01:59

  4. Re: FTTH != FTTH (?)

    sneaker | 01:56

  5. Re: Inhaltlicher Fehler: Es betrifft ALLE Streams...

    tingelchen | 01:54


  1. 17:45

  2. 17:32

  3. 17:11

  4. 16:53

  5. 16:38

  6. 16:24

  7. 16:09

  8. 15:54


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel