Nevada: High-Tech-Firmen sollen ihre eigene Stadt regieren

Nevada will neue Firmen in seinen Bundesstaat locken. Ein Blockchain-Investor könnte eine "neue Art zu leben" in der Wüste ausprobieren.

Ein Bericht von veröffentlicht am
In der Wüste von Nevada könnten autonome Firmenstädte entstehen.
In der Wüste von Nevada könnten autonome Firmenstädte entstehen. (Bild: Max Whittaker/Reuters)

Sinnvoller Vorschlag oder extreme Form des Kapitalismus? Der demokratische Gouverneur von Nevada, Steve Sisolak, will mit einer neuartigen Gesetzgebung innovative Unternehmen in den US-Bundesstaat locken. Unter bestimmten Voraussetzungen soll den Firmen erlaubt werden, ihre eigenen Städte zu entwickeln und auch selbst zu verwalten. Das Gesetz scheint vor allem auf ein Projekt des Unternehmens Blockchains zugeschnitten. Bislang wurde der Vorschlag aber noch nicht ins Parlament eingebracht.

Inhalt:
  1. Nevada: High-Tech-Firmen sollen ihre eigene Stadt regieren
  2. Kommunale Eigenverwaltung möglich
  3. Technologisches Disneyland oder dystopische Zukunft?

Dem Entwurf zufolge, den das Las Vegas Review Journal veröffentlichte, reichen die traditionellen Formen und Funktionen der lokalen Verwaltung nicht mehr aus, um Nevadas führende Position bei der Gewinnung neuer Unternehmensformen bei aufstrebenden Technologien beizubehalten.

Blockchan, IoT und Robotik

Als "innovative Techniken", die von dem Gesetz profitieren sollen, zählen dabei Blockchain, autonome Techniken, das Internet der Dinge (IoT), Robotik, Künstliche Intelligenz, Funktechniken, Biometrie und erneuerbare Ressourcen. Für die Genehmigung einer "Innovationszone" soll das Unternehmen nachweisen, welche der Techniken entwickelt werden sollen und welche Kompetenzen die Firma auf diesem Gebiet besitzt.

Sisolak will mit dem Vorschlag jedoch nicht nur große Fabriken anlocken, wie sie der Elektroautohersteller Tesla mit seiner Gigafactory in Nevada aufgebaut hat. Vielmehr sollen in dem Wüstenstaat komplett neue Ortschaften entstehen, die über Wohn- und Geschäftsviertel sowie Industriegebiete verfügen. Die Antragsteller sollen daher die Anzahl der Mitarbeiter angeben, die voraussichtlich mit dem Bau von Infrastrukturen, Unternehmensentwicklungen und Wohngebäuden in der Zone befasst sind, und die Anzahl der Mitarbeiter nennen, die voraussichtlich in den folgenden 10 und 20 Jahren von Unternehmen in der Zone beschäftigt werden.

Gebiet von der Größe Hannovers

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Schon vor der Antragstellung müssen die Firmen eine Investition von mindestens 250 Millionen US-Dollar in der Zone nachweisen. Zudem müssen sie sich verpflichten, mindestens eine weitere Milliarde US-Dollar in den folgenden zehn Jahren zu investieren.

Weitere Bedingungen: Der Investor muss über ein zusammenhängendes Gebiet von 200 Quadratkilometern verfügen, was der Fläche von Großstädten wie Stuttgart oder Hannover entspricht. Zudem darf das Gebiet noch nicht Teil einer anderen Kommune oder schon permanent bewohnt sein.

Die Besonderheit des Vorschlags findet sich in Paragraf 14 des Entwurfs.

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Kommunale Eigenverwaltung möglich 
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rirocx 12. Feb 2021

Ein vom Konzern gesteuerter staat :D Ich kann es kaum erwarten zu sehen welche vor/nach...

chefin 10. Feb 2021

Wenn du in die Supermegaachterbahn gehst, mit 4-5G oder in den Slingshot, wo...

MCCornholio 09. Feb 2021

Und wer übt die Macht der Judikative am örtlichen Konzern Gerichtshof aus?

MCCornholio 09. Feb 2021

Es geht mir darum das in solchen Städten die Firmen/Konzerne auch hoheitliche Aufgaben...

MCCornholio 09. Feb 2021

Hier wird denke ich ein beispielloser Vorgang eingeleitet der Jahre später dann auch für...



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