NeutrinoHD: Abmahnungen bei GPL-GUI für Receiver

Der Distributor Axxaro hat sich die Markenrechte an NeutrinoHD, einem GPL-lizenzierten GUI für Digitalreceiver, ohne Wissen der freien Entwickler gesichert. Erste Abmahnungen an Onlinehändler wurden bereits erteilt.

Artikel veröffentlicht am ,
Axxaro möchte sich auch die Markenrechte an Neutrino sichern.
Axxaro möchte sich auch die Markenrechte an Neutrino sichern. (Bild: Tuxbox-Wiki)

Das Unternehmen Axxaro vertreibt unter anderem Digitalreceiver mit der Oberfläche NeutrinoHD und hat sich Mitte 2011 die Markenrechte am Namen des GUI gesichert. Wie die Webseite Digitalfernsehen erfahren hat, mahnt ein Anwalt andere Anbieter von Receivern mit der Oberfläche wegen Markenrechtsverletzungen ab - im Auftrag von Axxaro. NeutrinoHD ist eine vom Tuxbox-Projekt entwickelte GUI, die GPL-lizenziert ist. Die Eintragung der Marke und die Abmahnungen geschahen, ohne dass die freien Entwickler von Tuxbox davon wussten.

Stellenmarkt
  1. Manager (m/w/d) Information Security Management
    Eurowings Aviation GmbH, Köln
  2. Systemadministrator*in Serversysteme Produktions-IT
    SCHOTT AG, Mitterteich
Detailsuche

Die Oberfläche Neutrino wurde von Tuxbox ursprünglich für den Receiver DBox2 entwickelt und läuft mittlerweile auch auf anderen Geräten. NeutrinoHD ist speziell für den Empfang von HDTV gedacht. Der portugiesische Vertrieb Azbox reagierte bereits auf die Abmahnungen und benannte die Oberfläche seiner Geräte kurzerhand um - in Aztrino.

Im Tuxbox-Forum zeigen sich die Entwickler und Nutzer von den Schritten Axxaros wenig begeistert. Einige fürchteten sogar, nun persönlich abgemahnt zu werden. Dem widerspricht das Unternehmen Axxaro in einer Stellungnahme gegenüber Heise-Online. Axxaro sei lediglich daran gelegen, Drittanbieter davon abzuhalten, den Namen zu verwenden, ohne an der Entwicklung beteiligt gewesen zu sein.

Eine rechtliche Handhabe gegenüber Axxaro haben die Entwickler von Tuxbox wohl nicht. Zum einen sind die Lizenzrechte der GPL und das Markenrecht unabhängig voneinander zu betrachten, zum anderen ist die Widerspruchsfrist für die Eintragung der Marke NeutrinoHD bereits im November 2011 abgelaufen. Da sich Axxaro Ende vergangenen Jahres auch die Markenrechte an dem Namen Neutrino gesichert hat, überlegen die Entwickler von Tuxbox derzeit, ob und wie eventuell dagegen vorgegangen werden kann. Die Widerspruchsfrist im Fall Neutrino gilt noch bis Ende Mai 2012.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


stephan 13. Mär 2012

Hat Axxaro sich denn an der Entwicklung beteiligt...? Das gibt denen, meiner Meinung...

Ass Bestos 23. Feb 2012

das ist schön das du das weißt, aber otto normal wird das nicht stören. da kommen dann...

Ass Bestos 23. Feb 2012

aaaaber... wird es kaum leute wie der themenstarter geben die das machen. also siegt auch...

fratze123 22. Feb 2012

Axxaro hat rein gar nichts gekonnt. die eintragung ist nichtig. nur weil das patentamt...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Franziska Giffey
Deepfake von Klitschko täuscht Berlins Bürgermeisterin

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) hat per Videokonferenz mit einem Deepfake von Vitali Klitschko gesprochen. Der Betrug flog auf.

Franziska Giffey: Deepfake von Klitschko täuscht Berlins Bürgermeisterin
Artikel
  1. Mond: US-Sonde findet Einschlagstelle des unbekannten Raketenteils
    Mond
    US-Sonde findet Einschlagstelle des unbekannten Raketenteils

    Die Nasa hat die Stelle auf dem Mond gefunden, wo im März ein noch unidentifiziertes Raketenteil abgestürzt ist. Der Krater ist überraschend groß.

  2. Datenpanne: IT-Mitarbeiter verliert USB-Stick mit Meldedaten einer Stadt
    Datenpanne
    IT-Mitarbeiter verliert USB-Stick mit Meldedaten einer Stadt

    Die Tasche mit dem USB-Stick wurde über ein in ihr ebenfalls enthaltenes Smartphone geortet und gefunden.

  3. Logistik: Post will mit Solarschiff Pakete in Berlin verteilen
    Logistik
    Post will mit Solarschiff Pakete in Berlin verteilen

    Die Post will Pakettransporte von der Straße aufs Wasser verlagern. Das erste der Schiffe wird mit Solarstrom betrieben. In Zukunft sollen sie autonom fahren.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MSI 323CQRDE (WQHD, 165 Hz) 399€ • LG OLED 48C17LB 919€ • Samsung 980 PRO (PS5-komp.) 2 TB 234,45€ • Apple HomePod Mini 84€ • 16.000 Artikel günstiger bei Media Markt • MindStar (u. a. AMD Ryzen 7 5700G 239€, Samsung 970 EVO Plus 250 GB 39€ und Corsair Crystal 680X RGB 159€) [Werbung]
    •  /