• IT-Karriere:
  • Services:

Neuronale Netzwerke: KI findet in Wikipedia zitierbedürftige Artikel

Artikel mit Zitaten zu belegen, ist eine wichtige Regel auf Wikipedia. Ein selbst entwickeltes KI-System soll helfen, Beiträge ohne Zitate oder mit schlechter Quellenlage zu finden. Dafür hat das Team mit Autoren und Lesern zusammengearbeitet.

Artikel veröffentlicht am ,
Wikipedia hat viele Artikel ohne Zitat - das soll sich ändern.
Wikipedia hat viele Artikel ohne Zitat - das soll sich ändern. (Bild: Pixabay.com/CC0 1.0)

Die Wikimedia Foundation hat ein neuronales Netzwerk entwickelt, das die vielen Artikel auf der Enzyklopädie Wikipedia durchsucht. Es soll analysieren, welche Artikel mit Zitaten belegt werden sollten, berichtet das US-Magazin Venturebeat. Das sei aufgrund der eigenen Regeln bei vielen Beiträgen notwendig. "Alle Zitate und sämtliches Material, dessen Nachweisbarkeit angefochten wurde oder wahrscheinlich wird, müssen ein Inline-Zitat im Text oder als Fußnote enthalten, die das Material direkt belegen", sagte der Forscher und Co-Author der Zitatstudie, Jonathan Morgan.

Stellenmarkt
  1. awesome information technology GmbH, Karlsruhe
  2. Universität Hamburg, Hamburg

Die Herausforderung ist es dabei, einen automatisierten Algorithmus zu entwickeln, der die Stellen erkennt, an denen Zitate nach den Regeln von Wikipedia benötigt werden. Die Software muss die Bedeutung von Worten und Sätzen verstehen. Zu diesem Zweck bat das Team 36 Wikipedia-Autoren für englische, französische und italienische Texte um Hilfe. Sie stellten eine Liste zusammen, warum und wann Zitate benötigt werden. Diese Liste stellen die Entwickler auf Wikipedia zur Verfügung.

Recht hohe Genauigkeit erreicht

Anhand dieser Regeln konnten die Forscher ein Recurrent Neural Network erstellen, das durch Featured-Artikel trainiert wurde. Diese gelten als die Beiträge mit den höchsten Qualitätsansprüchen und daher als sinnvolle Grundlage. Das neuronale Netzwerk bewertete zunächst Textzeilen nur als positiv oder negativ, je nachdem, ob ein Zitat vorhanden ist oder nicht. Das System konnte damit schon einmal mit 90 Prozent Genauigkeit Artikel filtern, die Zitate benötigen.

Ein zweites neuronales Netzwerk erkennt zudem in Artikel Meinungen und Fakten und filtert daher noch etwas genauer nach Zitierbedarf. Dazu ließ das Team menschliche Leser 4.000 Sätze ohne Zitatsnachweis lesen. Diese kategorisierten die Sätze - etwa nach Meinung oder historischem Fakt. Das Ergebnis war ein noch genaueres System.

Momentan kann die Wikimedia Foundation ihre Software nur für englischsprachige Artikel anwenden. Das soll sich in Zukunft ändern. Allerdings dürfte dieser Prozess weiterhin aufwendig bleiben, da andere Sprachen auch andere Grammatik, Wortbedeutungen und Regeln mit sich bringen. Nach Englisch ist die deutsche Sprache die am meisten verwendete auf der Plattform. Eventuell gehört sie zu den ersten, für die das neuronale Netzwerk genutzt wird.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 39,99€ (Release: 25. Juni)
  2. (-74%) 12,99€
  3. (-95%) 0,75€

AllDayPiano 14. Apr 2019

Geh mir bitte nicht auf die nerven. Wenn du keinen Link öffnen kannst, dann kann ich dir...

Hotohori 14. Apr 2019

War auch mein Gedanke, einfach bei allem das Internet Archive als Zitat nutzen, die...

mnementh 14. Apr 2019

Das ist kein Blut, sondern irgend eine rote Pflanze. Aber die wurde schon gewählt, um...

HitEmUp 12. Apr 2019

Die Wikipedia sollte mal anfangen Geheimdienst Agenten die als Admins in Wikipedia...

TrollNo1 12. Apr 2019

Ich habe das auch nie verstanden, warum man so viel zitieren muss. Fand ich immer nervig...


Folgen Sie uns
       


O2 Free Unlimited im Test

Wir haben die beiden in der Geschwindigkeit beschränkten Smartphone-Tarife von Telefónica getestet, die eine echte Datenflatrate anbieten. Selbst der kleine Tarif O2 Free Unlimited Basic ist für typische Smartphone-Aufgaben ausreichend.

O2 Free Unlimited im Test Video aufrufen
Onboarding in Coronazeiten: Neu im Job und dann gleich Homeoffice
Onboarding in Coronazeiten
Neu im Job und dann gleich Homeoffice

In der Coronakrise starten neue Mitarbeiter aus der Ferne in ihren Job. Technisch ist das kein Problem, die Kultur kommt virtuell jedoch schwerer an.
Ein Bericht von Manuel Heckel

  1. Corona DLR untersucht Virenverbreitung in Zügen und Flugzeugen
  2. Onlineshopping Weiterhin mehr Pakete als vor Beginn der Coronapandemie
  3. Corona IFA 2020 findet doch als physisches Event statt

Corona: Der Staat muss uns vor der Tracing-App schützen
Corona
Der Staat muss uns vor der Tracing-App schützen

Politiker wie Axel Voss fordern "Anreize" für die Nutzung der Corona-App. Doch das schafft nicht das notwendige Vertrauen in die staatliche Technik.
Ein Gastbeitrag von Stefan Brink und Clarissa Henning

  1. Github Entwickler veröffentlichen Screenshots der Corona-Warn-App
  2. Schnittstelle installiert Android-Handys sind bereit für die Corona-Apps
  3. Corona-App Google und Apple stellen Bluetooth-API bereit

DSGVO: Nicht weniger als Staatsversagen
DSGVO
Nicht weniger als Staatsversagen

Unterfinanziert und wirkungslos - so zeigen sich die europäischen Datenschutzbehörden nach zwei Jahren DSGVO gegenüber Konzernen wie Google und Facebook.
Eine Analyse von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Datenschutzverstöße EuGH soll über Verbandsklagerecht entscheiden
  2. DSGVO Proton vergisst Git-Zugang auf Datenschutzwebseite
  3. DSGVO Iren sollen Facebook an EU-Datenschützer abgeben

    •  /