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Neuralink: Gehirnchip bereits bei zwölf Menschen implantiert

Mittlerweile wurde der Gehirnchip von Elon Musks Neuralink bei zwölf Personen implantiert. Nicht alles verlief nach Plan, dennoch vermeldet das Unternehmen Erfolge.
/ Patrick Klapetz
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Operation zum Einpflanzen des Neuralink-Gehirnchips (Bild: X, Neuralink)
Operation zum Einpflanzen des Neuralink-Gehirnchips Bild: X, Neuralink

Elon Musks Unternehmen Neuralink hat am 9. September 2025 bekannt gegeben(öffnet im neuen Fenster) , dass seine Gehirnchips bereits bei zwölf Personen implantiert worden seien.

Sie kämen gemeinsam auf 2.000 Tage Tragedauer und über 15.000 Nutzungsstunden. Dank der Implantate könnten die Patienten, allesamt mit schweren Lähmungen, mittels ihrer Gedanken Geräte wie etwa Computer steuern.

In den USA darf das Unternehmen die Technik erst seit 2024 an Menschen testen – mittlerweile wurden auch Chips in die Gehirne von zwei Patienten in Kanada eingepflanzt(öffnet im neuen Fenster) . Zudem gibt es wissenschaftliche Kooperationen mit Einrichtungen in anderen Ländern.

Erste Erfolge und kleine Rückschläge

Laut dem Unternehmen erholten sich die Patienten nach der Operation schnell. Der erste von ihnen konnte demnach relativ schnell einen Mauszeiger auf einem Bildschirm via Gedankenkraft bewegen.

Jedoch sei es zu Komplikationen gekommen, weil sich Drähte des Chips vom Gehirn gelöst hätten. Das habe die Funktionstüchtigkeit der Technik beeinträchtigt. Der zweite Patient soll bereits einen Tag nach der Operation den Egoshooter Counter-Strike gespielt haben. 

Im Sommer 2025 veröffentlichte Neuralink auf X, ehemals Twitter, ein Video(öffnet im neuen Fenster) , in dem ein Vater mit seiner Tochter Schere, Stein, Papier spielt. Dabei nutzt die Tochter ihre Hände, während der Vater per Gedanken eine virtuelle Hand auf einem Bildschirm steuert.

Das MIT meldete kürzlich Erfolge bei einem ähnlichen Projekt , jedoch handelt es sich bei seiner Technik um ein Wearable und nicht um ein Implantat.


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