• IT-Karriere:
  • Services:

Neuralink: Elon Musk will Mensch und KI vereinen

Eine Fremdsprache aus dem Appstore laden: Elon Musks viertes Unternehmen Neuralink entwickelt einen implantierbaren Chip, der es ermöglichen soll, einen Computer mit Gedanken zu steuern. Langfristig sollen über den Chip neue Fähigkeiten ins Gehirn geladen werden können.

Artikel veröffentlicht am ,
Menschliches Gehirn (Symbolbild): Elektrodenfäden, dünn wie Nervenzellen
Menschliches Gehirn (Symbolbild): Elektrodenfäden, dünn wie Nervenzellen (Bild: Matt Cardy/Getty Images)

Elon Musks Unternehmen Neuralink hat einen Chip entwickelt, der als Schnittstelle zu einem Computer (Brain-Machine-Interface, BCI) ins Gehirn implantiert werden soll. Damit sollen zunächst Menschen mit Bewegungseinschränkungen wie einer Querschnittlähmung einen Computer bedienen. Langfristig hat Neuralink aber größere Ziele.

Stellenmarkt
  1. Bezirkskliniken Mittelfranken, Erlangen bei Nürnberg, Engelthal bei Nürnberg
  2. Interhyp Gruppe, München

Das BCI ist ein 8 mm großer Chip, an dem winzige Fäden hängen. Sie haben in etwa die Größe einer Nervenzelle, was dem Viertel der Dicke eines menschlichen Haares entspricht. Daran sind die Elektroden befestigt, die die Verbindung des Chips zu den Nervenzellen bilden. Über die Elektroden werden Signale der Nervenzellen erfasst. Sie können aber auch aktiv die Nervenzellen mit elektrischen Impulsen stimulieren.

Das Implantat kommuniziert mit einem Sender, den der Implantatträger hinter dem Ohr trägt, ähnlich wie ein Hörgerät. Der Sender wiederum verbindet sich mit dem Smartphone, auf dem eine entsprechende App installiert ist.

Ein eigens dafür entwickelter Roboter soll die Implantate einsetzen: Er wird ein Loch in den Schädel bohren und die Fäden einsetzen. Anfangs will Neuralink vier Chips implantieren, später sollen es zehn sein. Im kommenden Jahr will Neuralink eine klinische Studie durchführen. Allerdings gab Elon Musk bei der Präsentation des BCI zu, dass es schwierig sein und lange dauern werde, dafür die Zulassung der Food and Drug Administration (FDA), der US-Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde, zu bekommen.

Zuerst sollen Menschen, die auf aufgrund einer Querschnittlähmung oder einer Nervenkrankheit Bewegungsseinschränungen haben, ein solches Implantat bekommen. Über das BCI sollen sie dann einen Computer oder ein mobiles Endgerät bedienen. Das System funktioniere, sagte Musk: Sie hätten es an einem Affen getestet, und das Tier hätte darüber einen Computer gesteuert.

Das langfristige Ziel von Neuralink ist aber ein anderes: Über die Implantate sollen die Fähigkeiten des menschlichen Gehirns verbessert werden. So könne es möglich sein, 40 Wörter pro Minute am Computer zu schreiben, indem der Nutzer an diese Wörter denke, sagte Musk. Die Vision ist aber, dass es in ferner Zukunft möglich sein soll, Fähigkeiten über den Chip aus einem Appstore ins Gehirn zu übertragen, etwa die Bewegungen aus dem Kampfsport oder eine neue Fremdsprache.

Neuralink will so Menschen mit künstlicher Intelligenz (KI) verbinden. Musk befürchtet, dass KI den Menschen überflügeln wird. Das soll verhindert werden, indem der Mensch über das BCI mit KI verbunden wird.

Musk steht der Entwicklung der KI skeptisch gegenüber. Er gehört zu den Geldgebern von OpenAI, einem nicht profitorientierten Forschungsunternehmen für KI. Es beschäftigt sich explizit mit dem Einsatz von KI für die Menschheit und das Gemeinwohl.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. ab 21,00€
  2. (aktuell u. a. Toshiba-Festplatte mit 10 TB für 279,00€ (Bestpreis!), Be quiet Silent Base 801...
  3. ab 30,00€ bei ubi.com
  4. (alle Countdown-Angebote im Überblick - die besten Angebote starten aber am Freitag um...

NomissimoN 20. Jul 2019

"aufnehmen" ist das Stichwort. Auch wenn du Bilder mit >24 FPS ins Gehirn bekommst, Sie...

JackIsBack 18. Jul 2019

Die heutige Beeinflussung ist aber bereits sehr effizient. siehe ÖR, Harald Lesch und...

LRU 18. Jul 2019

WTF? Wenn du wissen willst, wie sich deine Partnerin dabei fühlt oder ob es für sie in...

PmK 18. Jul 2019

@honk das Problem ist, das man jetzt vieleicht nicht soo weit ist das es für mehr...

Anonymer Nutzer 18. Jul 2019

Depressiven, psychotisch Belasteten, Schizophrenen eine Sonde ins ins Hirn zu stecken...


Folgen Sie uns
       


iPhone 11 Pro Max - Test

Das neue iPhone 11 Pro Max ist das erste iPhone mit einer Dreifachkamera. Dass sich diese lohnt, zeigt unser Test.

iPhone 11 Pro Max - Test Video aufrufen
HR-Analytics: Weshalb Mitarbeiter kündigen
HR-Analytics
Weshalb Mitarbeiter kündigen

HR-Analytics soll vorhersagbare und damit wertvollere Informationen liefern als reine Zahlen aus dem Controlling. Diese junge Disziplin im Personalwesen hat großes Potenzial, weil sie Personaler in die Lage versetzt, zu agieren, statt zu reagieren.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Frauen in der IT Ist Logik von Natur aus Männersache?
  2. IT-Jobs Gibt es den Fachkräftemangel wirklich?
  3. Arbeit im Amt Wichtig ist ein Talent zum Zeittotschlagen

Ryzen 9 3950X im Test: AMDs konkurrenzlose 16 Kerne
Ryzen 9 3950X im Test
AMDs konkurrenzlose 16 Kerne

Der Ryzen 9 3950X ist vorerst die Krönung für den Sockel AM4: Die CPU rechnet schneller als alle anderen Mittelklasse-Chips, selbst Intels deutlich teurere Modelle mit 18 Kernen überholt das AMD-Modell locker.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Zen-CPUs AMD nennt konkrete Termine für Ryzen 3950X und Threadripper
  2. Castle Peak AMDs Threadripper v3 sollen am 19. November erscheinen
  3. OEM & China AMD bringt Ryzen 3900 und Ryzen 3500X

Google Stadia im Test: Stadia ist (noch) kein Spiele-PC- oder Konsolenkiller
Google Stadia im Test
Stadia ist (noch) kein Spiele-PC- oder Konsolenkiller

Tschüss, Downloads, Datenträger und Installationsroutinen: Mit Google Stadia können wir einfach losspielen. Beim Test hat das unter Echtweltbedingungen schon ziemlich gut geklappt - trotz der teils enormen Datenmengen und vielen fehlenden Funktionen.
Von Peter Steinlechner

  1. Google Stadia Assassin's Creed Odyssey bis Samurai Showdown zum Start
  2. Nest Wifi Googles Mesh-Router priorisiert Stadia
  3. Spielestreaming Google stiftet Verwirrung über Start von Stadia

    •  /