Neuralink: Elon Musk will Mensch und KI vereinen

Eine Fremdsprache aus dem Appstore laden: Elon Musks viertes Unternehmen Neuralink entwickelt einen implantierbaren Chip, der es ermöglichen soll, einen Computer mit Gedanken zu steuern. Langfristig sollen über den Chip neue Fähigkeiten ins Gehirn geladen werden können.

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Menschliches Gehirn (Symbolbild): Elektrodenfäden, dünn wie Nervenzellen
Menschliches Gehirn (Symbolbild): Elektrodenfäden, dünn wie Nervenzellen (Bild: Matt Cardy/Getty Images)

Elon Musks Unternehmen Neuralink hat einen Chip entwickelt, der als Schnittstelle zu einem Computer (Brain-Machine-Interface, BCI) ins Gehirn implantiert werden soll. Damit sollen zunächst Menschen mit Bewegungseinschränkungen wie einer Querschnittlähmung einen Computer bedienen. Langfristig hat Neuralink aber größere Ziele.

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Das BCI ist ein 8 mm großer Chip, an dem winzige Fäden hängen. Sie haben in etwa die Größe einer Nervenzelle, was dem Viertel der Dicke eines menschlichen Haares entspricht. Daran sind die Elektroden befestigt, die die Verbindung des Chips zu den Nervenzellen bilden. Über die Elektroden werden Signale der Nervenzellen erfasst. Sie können aber auch aktiv die Nervenzellen mit elektrischen Impulsen stimulieren.

Das Implantat kommuniziert mit einem Sender, den der Implantatträger hinter dem Ohr trägt, ähnlich wie ein Hörgerät. Der Sender wiederum verbindet sich mit dem Smartphone, auf dem eine entsprechende App installiert ist.

Ein eigens dafür entwickelter Roboter soll die Implantate einsetzen: Er wird ein Loch in den Schädel bohren und die Fäden einsetzen. Anfangs will Neuralink vier Chips implantieren, später sollen es zehn sein. Im kommenden Jahr will Neuralink eine klinische Studie durchführen. Allerdings gab Elon Musk bei der Präsentation des BCI zu, dass es schwierig sein und lange dauern werde, dafür die Zulassung der Food and Drug Administration (FDA), der US-Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde, zu bekommen.

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Zuerst sollen Menschen, die auf aufgrund einer Querschnittlähmung oder einer Nervenkrankheit Bewegungsseinschränungen haben, ein solches Implantat bekommen. Über das BCI sollen sie dann einen Computer oder ein mobiles Endgerät bedienen. Das System funktioniere, sagte Musk: Sie hätten es an einem Affen getestet, und das Tier hätte darüber einen Computer gesteuert.

Das langfristige Ziel von Neuralink ist aber ein anderes: Über die Implantate sollen die Fähigkeiten des menschlichen Gehirns verbessert werden. So könne es möglich sein, 40 Wörter pro Minute am Computer zu schreiben, indem der Nutzer an diese Wörter denke, sagte Musk. Die Vision ist aber, dass es in ferner Zukunft möglich sein soll, Fähigkeiten über den Chip aus einem Appstore ins Gehirn zu übertragen, etwa die Bewegungen aus dem Kampfsport oder eine neue Fremdsprache.

Neuralink will so Menschen mit künstlicher Intelligenz (KI) verbinden. Musk befürchtet, dass KI den Menschen überflügeln wird. Das soll verhindert werden, indem der Mensch über das BCI mit KI verbunden wird.

Musk steht der Entwicklung der KI skeptisch gegenüber. Er gehört zu den Geldgebern von OpenAI, einem nicht profitorientierten Forschungsunternehmen für KI. Es beschäftigt sich explizit mit dem Einsatz von KI für die Menschheit und das Gemeinwohl.

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NomissimoN 20. Jul 2019

"aufnehmen" ist das Stichwort. Auch wenn du Bilder mit >24 FPS ins Gehirn bekommst, Sie...

JackIsBack 18. Jul 2019

Die heutige Beeinflussung ist aber bereits sehr effizient. siehe ÖR, Harald Lesch und...

LRU 18. Jul 2019

WTF? Wenn du wissen willst, wie sich deine Partnerin dabei fühlt oder ob es für sie in...

PmK 18. Jul 2019

@honk das Problem ist, das man jetzt vieleicht nicht soo weit ist das es für mehr...



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