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Neuralink: Das ganze Upload-Thema ist Science Fiction

Elon Musk hat bei der Vorstellung des BCI seines Unternehmens Neuralink vollmundige Ankündigungen gemacht, was mit dem System in Zukunft alles möglich sei. Wir haben einen Hirnforscher gefragt, was von solchen Versprechungen zu halten ist.

Ein Interview von veröffentlicht am
Scan eines menschlichen Gehirns: Vieles dort ist noch nicht verstanden
Scan eines menschlichen Gehirns: Vieles dort ist noch nicht verstanden (Bild: Fred Tanneau/AFP/Getty Images)

Das klang doch zu verlockend, was das US-Unternehmen Neuralink in der vergangenen Woche angekündigt hat: Es habe einen neuartigen Chip entwickelt, der als Schnittstelle zu einem Computer (Brain-Machine-Interface, BCI) ins Gehirn implantiert werden solle. Die Operation soll ein Roboter übernehmen.

Inhalt:
  1. Neuralink: Das ganze Upload-Thema ist Science Fiction
  2. Kein Durchbruch
  3. Vieles ist nicht verstanden

Über hauchdünne Elektroden wird der Chip mit Nervenzellen im Gehirn verbunden. Die Elektroden sollen Signale der Nervenzellen erfassen. Das Implantat kommuniziert mit einem Sender, den der Implantatnutzer hinter dem Ohr trägt, ähnlich wie ein Hörgerät. Der Sender wiederum verbindet sich mit dem Smartphone, auf dem eine entsprechende App installiert ist. So sollen beispielsweise Menschen mit Bewegungseinschränkungen wie einer Querschnittslähmung einen Computer bedienen.

Solche Systeme gibt es schon. Doch Neuralink-Chef Elon Musk wäre nicht Elon Musk, wenn er nicht noch eine markige Ankündigung nachschieben würde: Über die Implantate soll es möglich sein, die Fähigkeiten des menschlichen Gehirns zu verbessern. Die Vision ist, dass es in ferner Zukunft möglich sein soll, über den Chip neue Fähigkeiten zu laden, etwa eine neue Fremdsprache.

Ist das möglich oder Science Fiction? Wir haben Moritz Helmstaedter gefragt. Der Mediziner, Physiker und Neurowissenschaftler ist Geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung in Frankfurt am Main. Er arbeitet auf dem Gebiet der Konnektomik oder Connectomics, einer noch relativ jungen Teildisziplin der Neurowissenschaften.

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Golem.de: Herr Helmstaedter, wo stehen wir jetzt? Was können BCIs heute?

Moritz Helmstaedter: Das Ziel ist, mit dem Gehirn direkt und nicht nur indirekt zu interagieren. Das heißt, die Nervenzellen in ihrer Aktivität zu beobachten und zu stimulieren. Das versucht man schon seit langem, in den letzten Jahren hat es aber erhebliche Fortschritte gegeben, wie präzise das machbar ist.

Mit den bekannten klassischen Methoden wie EEG oder EMG hat man zunächst elektrische Aktivität im Gehirn von außen abgeleitet. Dann wurden Möglichkeiten entwickelt, um Neuronen zu stimulieren, sowohl von außen mit transkranieller Magnetstimulation als auch invasiv mit sogenannter Deep-Brain-Stimulation, die heute Parkinson-Patienten wirklich hilft.

Worum es jetzt geht ist, die Auflösung dieser Methodiken vielfach zu erhöhen, um auf Nervenzellebene Aktivität zu lesen und zu steuern. Das steht aber noch am Anfang: Es gibt erste Erfolge, wissenschaftlich interessante Signale abzuleiten. Nun versucht man, das so hochzuskalieren, dass auf das Netzwerk der Nervenzellen nicht nur an einzelnen Stellen, sondern in immer größeren Anteilen zugegriffen werden kann. Da hat Neuralink einen weiteren Schritt gemacht. Aber man muss viele der Versprechungen natürlich vorsichtig sehen.

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Kein Durchbruch 
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GMFREYJAEU 29. Aug 2019

Ich denke, das menschliche Gehirn per reverse engineering verstehen zu wollen, ist...

GMFREYJAEU 29. Aug 2019

Ich schätze, dass diese Denkweise der Grund ist, warum wir uns immer noch vor der...

GMFREYJAEU 29. Aug 2019

"Die Technologie ("Gehirnkommunikation") ist schätzungsweise 5000 Jahre alt und wurde...

Dwalinn 05. Aug 2019

Solar City hatte auch nichts mit Tesla zu tun bis es aufgekauft wurde. Musk hatte schon...

lear 04. Aug 2019

Wenn es irgendwann möglich sein sollte, Bilder direkt in den Sehnerv zu schleusen, wird...


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