Neural Text-to-Speech: Amazons Maschinenvorleserin klingt fast wie eine Moderatorin

Amazon Polly wird um Neural Text-to-Speech erweitert. Dieses soll natürlicher klingen als traditionelle Ansätze. Das System kann etwa Nachrichtenmoderatoren imitieren. Erste Audiobeispiele klingen bereits recht überzeugend, auch wenn einige Dinge die synthetische Herkunft verraten.

Artikel veröffentlicht am ,
Amazon Polly liest Texte schon recht überzeugend vor.
Amazon Polly liest Texte schon recht überzeugend vor. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de/CC0 1.0)

Amazon hat seine maschinensynthetisierte Stimme Amazon Polly verbessert. Das Unternehmen führt Neural Text-to-Speech (Ntts) ein. Damit soll die Software natürlicher klingen und menschliche Betonung besser imitieren. Das Produkt resultiert aus den Arbeiten des Unternehmens im vergangenen Jahr, bei denen ein neuronales Netzwerk mit Hilfe englischsprachiger Quelldaten trainiert wurde. Der Vorteil daraus soll sein, dass es Betonungen und Emotionen besser umsetzen können soll als eine manuell erstellte Datenbank verschiedener Wortgruppen. "Mit der verbesserten Flexibilität können wir einfach den Sprachstil ändern", schreibt AWS-Entwickler und -Manager Trevor Wood im Vorstellungsartikel von Ntts von 2018.

Amazon stellt in der aktuellen Ankündigung einige Sprachschnipsel zur Verfügung. Dort liest Amazon Polly einen englischsprachigen Text vor. Die Stimme unterscheidet sich kaum von der 2018er-Version und betont den Satzbau ähnlich gut. Bereits vor einem Jahr klangen die synthetischen Vorleser bereits überzeugend. Allerdings sind noch immer einige Artefakte und monotone Stimmlagen in den Sounddateien zu hören.

Eine erste Abwandlung von Ntts bringt Amazon parallel zur Ankündigung. Der Newscaster liest Sätze im Stile eines Nachrichtensprechers vor, wie er im US-Fernsehen typisch ist. Auch hier klingt die Betonung bereits recht überzeugend, auch wenn einige identische Tonlagen in schneller Folge hintereinander ausgesprochen werden. Dadurch merken menschliche Zuhörer noch immer die synthetische Herkunft von Ntts.

Insgesamt elf englischsprachige Stimmen wird es vorerst geben: Amy, Emma und Brian sprechen im britischen Akzent, während Ivy, Joanna, Kendra, Kimberly, Salli, Joey, Justin und Matthew US-amerikanisches Englisch sprechen. Das Unternehmen verkündet nicht, ob und wann es die Funktion auch in anderen Sprachen geben wird. Sie kann in den USA und Europa kostenlos ausprobiert werden. Die Demoversion enthält eine Million Zeichen pro Monat und steht ein Jahr lang zur Verfügung.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


brotiger 01. Aug 2019

60-80% der Menschen würden einen Touring-Test nicht bestehen.

AllDayPiano 01. Aug 2019

https://aws.amazon.com/de/blogs/aws/amazon-polly-introduces-neural-text-to-speech-and...

bummelbär 01. Aug 2019

Das liegt daran, dass es keine deutschen Modelle gibt. ;-) Die gibt es nur für englisch.

Anonymer Nutzer 01. Aug 2019

Irgendwann vielleicht. Gegenwärtig ist das Ding nicht so überzeugend.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Ungewöhnlicher Kundenservice
Wie ich meine neuen Kopfhörer mit dem Hammer zerschlug

Normalerweise muss man sich in einem Garantiefall nicht dabei filmen, wie man das defekte Produkt zerstört. Ich schon - nur so bekam ich einen Ersatz für meinen Kopfhörer.
Ein Erfahrungsbericht von Tobias Költzsch

Ungewöhnlicher Kundenservice: Wie ich meine neuen Kopfhörer mit dem Hammer zerschlug
Artikel
  1. Deutschland auf Platz 3: Millionen von SSH-Servern anfällig für Terrapin-Angriff
    Deutschland auf Platz 3
    Millionen von SSH-Servern anfällig für Terrapin-Angriff

    Allein in Deutschland gibt es mehr als eine Million über das Internet erreichbare SSH-Server, die nicht gegen Terrapin gepatcht sind.

  2. Festnetz- und Mobilfunk: Telefónica beginnt Massenentlassungen in Spanien
    Festnetz- und Mobilfunk
    Telefónica beginnt Massenentlassungen in Spanien

    Von 16.500 Arbeitsplätzen beim Telefónica-Mutterkonzern soll rund ein Fünftel verschwinden. Der Stellenabbau betrifft vor allem Ältere.

  3. Streamer: Twitch verbietet vorgetäuschte Nacktheit
    Streamer
    Twitch verbietet vorgetäuschte Nacktheit

    Schwarze Balken über der scheinbar nackten Brust? Nicht erlaubt! Selbst wenn Unterwäsche hervorblitzt, verbietet Twitch solche Darstellungen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Crucial P3 Plus 4 TB + Acronis 194,83€ • MediaMarkt & Saturn: Gutscheinheft mit Rabattaktionen und 3 Games für 49€ • Alternate: Thermaltake-Produkte im Angebot • HP Victus 15.6" 144Hz (i5-13420H, 16 GB, RTX 3050) 777€ • MindStar: Corsair Vengeance RGB 64 GB DDR5-6000 199€ [Werbung]
    •  /