Neuorientierung: Fotoverwaltung soll von Google+ abgekoppelt werden

Wer bislang seine Fotos mit Googles Diensten verwalten wollte, brauchte zwangsweise einen Google-Plus-Account. Damit soll nun Schluss sein. Google will sich mit dem Schritt besser gegen die Konkurrenz positionieren und den Bereich digitale Fotografie stärken.

Artikel veröffentlicht am ,
Kommt Picasa als eigenständige Marke?
Kommt Picasa als eigenständige Marke? (Bild: Google)

Google will laut der Nachrichtenagentur Bloomberg die Fotoverwaltungs- und Bearbeitungsfunktionen, die bislang fest mit Google Plus verknüpft waren, aus der Umklammerung des sozialen Netzwerks lösen.

Warum Google die Verknüpfung nur noch optional machen will, geht aus dem Bericht von Bloomberg nicht hervor. Denkbar wäre es, dass bislang viele Anwender, die sich für die Fotoverarbeitung und Verwaltung interessierten, eher zu Mitbewerbern wie Flickr und 500px gegangen sind, weil sie dort weniger unfreiwillige Verknüpfungen ihrer Bilder mit sozialen Netzwerken fürchten.

Googles Konkurrent Apple besitzt kein soziales Netzwerk, will aber seine Fotoverwaltung in OS X künftig stark ausbauen. Die neue App Photo, die dazu entwickelt wird, soll aber erst 2015 erscheinen und sichert die Bilder in der Cloud. Google dürfte versuchen, ebenfalls eine eigene Fotomarke aufzubauen und die Bildverwaltung nicht mehr als Anhängsel von Google Plus zu positionieren.

Es ist nicht der erste Google-Dienst, der aus Google Plus herausgelöst wird. Auch bei Hangouts hat Google den Schritt angekündigt. Das könnte darauf hinweisen, dass Google sein soziales Netzwerk, das sich gegen Facebook nicht behaupten konnte, langsam aber sicher einstampfen wird und vorher die weiterhin interessanten Dienste herauslöst.

Ende April 2014 verlor Google bereits Vic Gundotra, der Google Plus von Anfang an betreute und den Titel Vice President Social trug. Im Oktober 2013 meldete Gundotra, dass Google Plus pro Monat ungefähr 540 Millionen Nutzer aufweise, von denen 300 Millionen regelmäßig das soziale Netzwerk ansteuerten. Facebook gibt aktuell 1,32 Milliarden monatlich aktive Nutzer an. Kurz vor Gundotras Weggang wechselte John Nack von Adobe zu Google. Nacks Verpflichtung ist ein Zeichen dafür, dass Google seine Fotografie-Sparte weiter stärken möchte.

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Karl-Heinz 15. Aug 2014

Ich werde wohl alt. Ich verstehe diesen Absatz nicht, obwohl es mich an Deutsch erinnert.

Bigfoo29 04. Aug 2014

"Warum man sich anmelden muss...": Das kann man auch anders lösen. Dazu braucht es keinen...

bernd71 04. Aug 2014

Du mußt es nicht nutzen. Letzendlich ist es nur ein Account. Du mußt niemanden lesen...

Thaodan 04. Aug 2014

So zugänglich wie bei Facebook werden sie nirgendwo.



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