• IT-Karriere:
  • Services:

Neujahrsansprache 2020: Huawei dankt Trump für "berauschenden Pflaumenduft"

Die USA führen einen kalten Krieg gegen Huawei. Trotzdem hat das Unternehmen seinen Umsatz auf mehr als 122 Milliarden US-Dollar gesteigert.

Artikel veröffentlicht am ,
Eric Xu im September 2019
Eric Xu im September 2019 (Bild: REUTERS/Denis Balibouse)

Huawei hat im Jahr 2019 trotz der Angriffe der US-Regierung den Umsatz um rund 18 Prozent auf 850 Milliarden chinesische Yuan (122 Milliarden US-Dollar) gesteigert. Die Schätzung gab das Unternehmen am 31. Dezember 2019 bekannt. "Trotz der konzertierten Bemühungen der US-Administration uns kleinzuhalten, ist es uns gelungen, die Herausforderungen zu überwinden", sagte der rotierende Vorstandsvorsitzende Eric Xu in seiner Neujahrsansprache. "Wenn da nicht der bittere Winter wäre, wie könnte es den berauschenden Pflaumenduft geben?", sagte Xu.

Stellenmarkt
  1. BARMER, Wuppertal
  2. KION Group AG, Frankfurt am Main

Die Zahlen liegen unterhalb der ursprünglichen Prognosen am Jahresanfang, aber das Geschäft bleibt solide. Huawei hat in diesem Jahr 240 Millionen Smartphones ausgeliefert, was einer Steigerung von 17 Prozent im Vergleich zu 2018 entspricht.

Xu erwartet nicht, dass sich die Situation im kommenden Jahr entspannt. "Auch im Jahr 2020 werden wir weiterhin auf der Entity-List stehen. Ein schnelles Wachstum wie das in der ersten Hälfte des Jahres 2019 lässt sich nicht erwarten. Es wird ein schwieriges Jahr für uns werden." Die Kampagne der US-Administration gegen Huawei sei strategisch und langfristig angelegt.

Huawei hat eines der schwierigsten Jahre in seiner 32-jährigen Geschichte gut überstanden. Im vergangenen Jahr hat die US-Regierung zwei Anklagen gegen das Unternehmen erhoben, Huawei auf die schwarze Liste des Handelsministeriums gesetzt und neue Beschränkungen für den Verkauf an kleine US-amerikanische Telekommunikationsbetreiber festgelegt. Die Trump-Regierung setzte Verbündete unter Druck, Huawei von der Einführung des 5G-Netzwerks auszuschließen, konnte aber keine Beweise für Spionage des Entwicklers für die chinesische Regierung vorlegen.

Huawei hat seine Umsätze für 2019 nicht nach Regionen aufgeschlüsselt, aber in den vergangenen Jahren stammte etwa die Hälfte des Umsatzes aus China, während der Rest aus Europa und anderen überseeischen Märkten kam. In China wächst die Popularität von Huawei weiter. Der Konzern fand Wege, dem Boykott durch die Entity-Liste des Handelsministeriums seit Mai zu widerstehen. Die verhindert, dass Technologie aus den USA ohne Lizenz an Huawei verkauft werden kann, was den Zugang zu vielen wichtigen Chip- und Softwareanbietern gefährdet.

Der Boykott erwies sich jedoch als weniger wirksam als erwartet. Viele US-amerikanische Unternehmen bauen Chips im Ausland, so dass sie nach einer ersten Schockstarre weiterhin an Huawei verkaufen. Gleichzeitig fand Huawei für viele Komponenten alternativen Quellen, einschließlich seines eigenen Chip-Entwicklers Hisilicon. Das Unternehmen ist jetzt in der Lage, 5G-Ausrüsung komplett ohne Komponenten aus den USA zu bauen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. 970 Evo 1 TB für 149,90€, 970 Evo 500 GB für 77,90€)
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de

Kommentator2019 10. Jan 2020 / Themenstart

Machs bitte schnell. golem.de dann permanent hinter chinesische ZENSUR-Mauer wie die...

Eworker 07. Jan 2020 / Themenstart

Wenn wir Europäer uns mal endlich einig wären, dann könnten wir die USE (Nicht EU...

Vögelchen 02. Jan 2020 / Themenstart

Wieder lustig, die durchschaubare Strategie auf Stammtisch-Niveu, einfach irgendwelche...

Lasse Bierstrom 01. Jan 2020 / Themenstart

Hab n Trump Wahlkampf T-Shirt (geschenkt bekommen): Natürlich China

Keridalspidialose 31. Dez 2019 / Themenstart

Selbst wenn der orange Mann mit den rosa Schweinsäuglein wiedergewähl wird, in 5 Jahren...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Microsoft Surface Laptop 3 (15 Zoll) - Hands on

Der Surface Laptop 3 ist eine kleine, aber feine Verbesserung zum Vorgänger. Er bekommt ein größeres Trackpad, eine bessere Tastatur und ein größeres 15-Zoll-Display. Es bleiben die wenigen Anschlüsse.

Microsoft Surface Laptop 3 (15 Zoll) - Hands on Video aufrufen
Arbeit: Warum anderswo mehr Frauen IT-Berufe ergreifen
Arbeit
Warum anderswo mehr Frauen IT-Berufe ergreifen

In Deutschland ist die Zahl der Frauen in IT-Studiengängen und -Berufen viel niedriger als die der Männer. Doch in anderen Ländern sieht es ganz anders aus, etwa im arabischen Raum. Warum?
Von Valerie Lux

  1. Arbeit Was IT-Recruiting von der Bundesliga lernen kann
  2. Arbeit Wer ein Helfersyndrom hat, ist im IT-Support richtig
  3. Bewerber für IT-Jobs Unzureichend qualifiziert, zu wenig erfahren oder zu teuer

Kailh-Box-Switches im Test: Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum
Kailh-Box-Switches im Test
Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum

Wer klickende Tastatur-Switches mag, wird die dunkelblauen Kailh-Box-Schalter lieben: Eine eingebaute Stahlfeder sorgt für zwei satte Klicks pro Anschlag. Im Test merken unsere Finger aber schnell den hohen taktilen Widerstand.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Keychron K6 Kompakte drahtlose Tastatur mit austauschbaren Switches
  2. Charachorder Schneller tippen als die Tastatur erlaubt
  3. Brydge+ iPad-Tastatur mit Multi-Touch-Trackpad

Energiewende: Norddeutschland wird H
Energiewende
Norddeutschland wird H

Japan macht es vor, die norddeutschen Bundesländer ziehen nach: Im November haben sie den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft beschlossen. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben. Aber das Ende der Förderung von Windkraft kann das Projekt gefährden.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. Energiewende Brandenburg bekommt ein Wasserstoff-Speicherkraftwerk
  2. Energiewende Dänemark plant künstliche Insel für Wasserstofferzeugung
  3. Energiewende Nordländer bauen gemeinsame Wasserstoffwirtschaft auf

    •  /