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Neues zur Paypal-Alternative: Wero kommt zu weiteren Onlinehändlern - mit Einschränkungen

Die Einführung von Wero im Onlinehandel verläuft holprig. Viele Bankkunden werden noch für Monate ausgeschlossen.
/ Ingo Pakalski
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Wero-Zahlungen sollen in den kommenden Wochen bei weiteren Onlineshops möglich sein. (Bild: Jonathan Raa via Reuters Connect)
Wero-Zahlungen sollen in den kommenden Wochen bei weiteren Onlineshops möglich sein. Bild: Jonathan Raa via Reuters Connect

Die European Payments Initiative (EPI) will in den kommenden Wochen Wero-Zahlungen bei weiteren Onlinehändlern in Deutschland nutzbar machen. Das gab die EPI laut verschiedenen Medienberichten in Frankfurt am Main bekannt. Noch bis Ende 2025 sollen rund 150 größere Onlinehändler das Zahlungssystem anbieten.

Vor knapp zwei Wochen wurde ohne offizielle Bekanntgabe beim Onlineshop von Eventim die Wero-Zahlung eingeführt , um darüber Tickets zu kaufen. Bisher können allerdings nur ausgewählte Wero-Kunden diese Option nutzen, denn Voraussetzung ist ein Bankkonto bei einer Sparkasse oder den Volksbanken-Raiffeisenbanken.

In den kommenden Wochen soll Wero laut EPI bei weiteren Onlineshops eingeführt werden, allerdings gilt auch das nur für Kunden der Sparkasse oder den Volksbanken-Raiffeisenbanken.

Diese Onlineshops werden genannt

Als geplante Onlineshops mit dieser Einschränkung wurden Air Europa, Baur, Cewe, Cineplex, Decathlon, Dott, Hornbach, Käfer, Lidl, Rossmann, Veepee sowie Zooplus genannt. Ein genauerer Zeitplan liegt nicht vor. Nach Informationen des Handelsblatts(öffnet im neuen Fenster) führt Otto derzeit Gespräche mit der EPI über die Wero-Einführung, Ikea und Zalando prüfen intern eine Wero-Integration.

Die EPI nannte keine weiteren der rund 150 Händler, die Wero noch dieses Jahr anbieten sollen. Für das kommende Jahr sei die Wero-Einführung bei 50 weiteren Onlineshops geplant. Zudem würden viele kleinere Händler den Dienst integrieren, die dies über spezielle Dienstleister realisieren wollten, hieß es von der EPI.

Nach Medienberichten wie etwa der Süddeutschen Zeitung(öffnet im neuen Fenster) wird es noch mehrere Monate dauern, bis Wero-Kunden bei Onlineshops zahlen können, wenn sie ihr Konto bei der Postbank oder der Deutschen Bank haben. Kunden der ING sollen erst nächstes Jahr folgen. Wann weitere Banken dies anböten, wurde nicht mitgeteilt.

Wero will Käuferschutz anbieten

Für Onlinekäufe mittels Wero soll es einen Käuferschutz geben. Falls es zu Problemen kommt, sollen Käufer dies über Wero beim Händler melden können. Falls sich Kunde und Händler nicht innerhalb von 30 Tagen einigen, kann der Fall der Hausbank gemeldet werden, die gegebenenfalls eine Rückerstattung der Kaufsummer veranlasst.

Der anstehende Wero-Start im Onlinehandel gilt vorerst nur für Deutschland. In anderen Wero-Ländern wie Frankreich, Belgien und Luxemburg werden erste Onlineshops die Zahlungsmethode erst 2026 einführen.

Ab Mitte 2026 soll es bei ersten Geschäften in Deutschland möglich sein, mit Wero zu zahlen. Dabei ist geplant, dass entweder über einen QR-Code oder mit einer digitalen Bankkarte gezahlt wird. Die EPI will mit Wero langfristig eine Alternative zu anderen zentralen Zahlungsdienstleistern wie Paypal oder Klarna bereitstellen.

Die EPI gibt weiterhin wenige Informationen für die Öffentlichkeit bekannt. Im Presseportal der Wero-Webseite(öffnet im neuen Fenster) finden sich keine Angaben zur geplanten Integration bei Onlinehändlern. Auch andere Wero-Fortschritte aus den vergangenen Monaten wurden nie erwähnt.

Nachtrag vom 26. November 2025

Ein Leser von Golem wies uns darauf hin, dass es neben Eventim einen weiteren Onlineshop gibt, der eine Bezahlung über Wero anbietet: der Onlineshop des Fußballvereins 1. FC Kaiserslautern(öffnet im neuen Fenster) . Wie auch bei Eventim fehlt allerdings unter dem Wero-Logo jeder Hinweis darauf, dass die Wero-Bezahlung derzeit nur für ausgewählte Kunden möglich ist. Nur Bankkunden einer Sparkasse oder der Volks- und Raiffeisenbanken können diese Bezahlart nutzen.


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