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Neues VR-Headset bei iFixit: Profis bauen das Apple Vision Pro auseinander

Viel Kleber, eine Menge Schrauben und noch mehr Kabel: Das Vision Pro ist für iFixit wohl eines der komplexesten technischen Geräte bisher.
/ Oliver Nickel
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Das Vision Pro hat ziemlich viele Teile. (Bild: iFixit)
Das Vision Pro hat ziemlich viele Teile. Bild: iFixit

Einige US-Medien konnten sich bereits einen Überblick über Apples Mixed-Reality-Headset Vision Pro verschaffen. Das Team von iFixit hat es auseinandergebaut(öffnet im neuen Fenster). "Es ist so komplex, dass wir wohl mehr als ein Video brauchen, um alles abzudecken", sagt Moderatorin Sam Goldheart im Video(öffnet im neuen Fenster). Interessant: Das Vision Pro ist im Vergleich zum Meta Quest Pro auch nicht allzu schwer. Ein Großteil des Gewichts fällt auf den externen Akku. Außerdem soll die Gewichtsverteilung gerade an der Vorderseite nicht optimal sein.

Das liegt vor allem an den mehreren Schichten Glas und Filtern, die größtenteils einer Funktion dienen: Das Vision Pro lässt die Augen des virtuellen Avatars nach vorne hin durchscheinen. Der Effekt wird über ein externes Display und zwei darüber befindliche Schichten mit Lentikularlinsen erreicht. Das Team von iFixit hat diese zuerst gelöst, um das Vision Pro auseinanderzubauen.

Einfach ist das wohl nicht, denn das schwere Glaspanel und die dahinter befindlichen Filter sind fest mit dem Rest des Geräts verklebt. Eine der Schichten erzeugt den 3D-Effekt durch die Lentikularlinsen. Eine zweite Schicht lässt den Displayinhalt nur durchscheinen, wenn Menschen von außen im richtigen Winkel darauf blicken.

Nicht viel schwerer als ein Meta Quest Pro

Der externe Akku wiegt 362 Gramm und ist damit mehr als 50 Prozent so schwer wie das Headsets selbst. Das Headset wiegt etwa 532 Gramm. Zum Vergleich: Das Meta Quest Pro liegt hier (inklusive Akku) bei 522 Gramm. Allerdings wird das Gewicht der Vision Pro sehr nach vorn verteilt, was einige Nutzer beim Tragen kritisieren.

Die integrierten Lautsprecher und Gesichtspolster lassen sich hingegen nahezu ohne Mühe und Werkzeug abnehmen. Diese Elemente wurden offensichtlich entwickelt, um ausgetauscht oder ersetzt zu werden, wenn nötig. Der Stoffüberzug, der die Linsen des Vision Pro umgibt, ist mit Kunststoffhaken befestigt und kann mit einem Plektrum demontiert werden. Die Linsen selbst sind wiederum mit Torx-Schrauben und ein paar Flachbandkabeln mit dem Rest des Headsets verbunden.

Sind die Linsen erst einmal ausgebaut, können sie einzeln von ihrer Halterungsschiene entfernt werden. Das Ergebnis sind zwei separate Linsenapparaturen, die auch die einzelnen Displays für die Augen enthalten. Die Displays sind über viele Schrauben und Kleber verbunden und liegen direkt auf den Linsen auf. Dahinter sind zudem zwei Lüfter erkennbar, die das gesamte System kühlen.

Von der Vorderseite aus lässt sich das Vision Pro anschließend weiter auseinanderbauen. Hinter einer verklebten Kunststoffkappe werden ein Kamera-Array und der integrierte Computer versteckt. Hier müssen untypisch viele Kabel und Schrauben gelöst werden. Interessant: Das Mainboard mit integriertem Apple Silicon ist in zwei Teile geteilt und durch ein flexibles PCB-Kabel verbunden. Dadurch kann es in einem ergonomisch geformten Headset überhaupt erst eingebaut werden.

Das Vision Pro ist selbst für iFixit eine Herausforderung. Apple hat das System wohl nie für eine Reparierbarkeit seitens der User ausgelegt. Allerdings lassen sich Verschleißteile wie Polster, Speaker und das Kopfband einfach auswechseln. Gleiches geht für den externen Akku, der mit einem Lightning nachempfundenen, aber breiteren Anschluss verbunden ist.


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