Die Bilder können technisch nicht zurückverwandelt werden

Für einen Menschen ist nicht zu erkennen, welchen Inhalt die Bilder ursprünglich hatten. Ebenso wichtig: Sie können auch technisch nicht zurückverwandelt werden. "Nach aktuellem Stand der Wissenschaft und Technik ist das nicht gegeben" , sagte Dominik Brodowski, Juniorprofessor für Strafrecht und Strafprozessrecht von der Universität des Saarlandes, einer der juristischen Experten im Team. Und auch Sabine Bendiek betonte: Sicherheit gebe es bei der technologischen Entwicklung zwar nie, aber die Experten von Microsoft hätten alles versucht, das ursprüngliche Material wiederherzustellen und es sei ihnen nicht gelungen.

Stellenmarkt
  1. IT-Systembetreuer (m/w/d)
    Pickenpack Seafoods GmbH, Lüneburg
  2. Business Continuity Manager:in (w/d/m)
    Haufe Group, Freiburg im Breisgau
Detailsuche

Seit April 2017 war das interdisziplinäre Team mit dem Vorhaben befasst. In den vergangenen drei Monaten wurde das Verfahren immer wieder mit verschiedenen Bildern getestet - bisher wurde aber nur mit unverfänglichem Material gearbeitet. Man könne sich das vorstellen, so Biesenbach, als hätten die Entwickler immer wieder versucht, mit dem entfremdeten Material Hunde und Katzen zu unterscheiden.

Die Technologie ist nach Ansicht der Experten nun so weit, dass sie nicht nur bereits polizeibekanntes Material wiedererkennt, sondern auch neue pornografische Inhalte identifizieren kann. Künftig könnten nach den Vorstellungen von Justizminister Biesenbach und den beteiligten Experten beschlagnahmte Bilder und Videodateien in eine Cloud hochgeladen und systematisch durchsucht werden. Die künstliche Intelligenz würde den Ermittlern zuarbeiten, sagte Bendiek.

Am Ende eines weiteren Testlaufs bis voraussichtlich Ende des Jahres soll die Trefferquote der Algorithmen bei deutlich über 90 Prozent liegen. Dann könnte es zwar noch sein, dass die Ermittler unter 100 Bildern zwei, drei Strandfotos anschauen müssen, ihre Arbeit würde aber viel effizienter als bisher. Zeigt sich das Projekt erfolgreich, könne es Staatsanwaltschaften und Polizei in NRW und überall da helfen, wo Kinderpornografie verfolgt wird. Vor der Datenmenge wollen die Experten nicht mehr kapitulieren müssen.

Golem Karrierewelt
  1. AZ-500 Microsoft Azure Security Technologies (AZ-500T00): virtueller Vier-Tage-Workshop
    30.01.-02.02.2023, virtuell
  2. Jira für Anwender: virtueller Ein-Tages-Workshop
    17.01.2023, virtuell
Weitere IT-Trainings

Wird die Technologie bald flächendeckend von den großen Plattformen angewendet und zum Scannen des Internets verwendet? Solchen Vorstellungen erteilten die beteiligten Juristen vorerst eine Absage. Die rechtlichen Fragen dazu müssten auf europäischer Ebene geklärt werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 KI: Ein Ermittler müsste Tausende Jahre Kinderpornos sichten
  1.  
  2. 1
  3. 2


Me.MyBase 16. Aug 2019

Wie das technisch laufen soll, dass Algorythmen quasi die Bilder erkennen können...

Sterling_Archer 13. Aug 2019

das klingt schon ein bisschen an den haaren herbeigezogen, merkste auch, oder?

floxiii 12. Aug 2019

Na großartig, das Forum blockiert die Wikipedia-Links wegen der darin enthaltenen Worte...

Denshi 11. Aug 2019

Ich nehme an, dass du mit den tausenden Terabyte die, auf KiPo-Material zu...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Amazon Shopper Panel
Amazon zahlt für Überwachung des Smartphone-Datenverkehrs

Wer seinen gesamten Smartphone-Datenverkehr über Amazons Server leitet, wird mit einem monatlichen Gutschein dafür bezahlt.

Amazon Shopper Panel: Amazon zahlt für Überwachung des Smartphone-Datenverkehrs
Artikel
  1. Vodafone und Telekom: LTE-Ausbau in Berliner Bahntunneln dauert weitere Jahre
    Vodafone und Telekom
    LTE-Ausbau in Berliner Bahntunneln dauert weitere Jahre

    Laut Senatsverwaltung kam der Ausbau der Base-Transceiver-Station-Hotels nicht wie geplant voran. Nicht nur die Kunden von Vodafone und Telekom haben das Nachsehen.

  2. Northrop Grumman: B21 Raider als erster digitaler Bomber vorgestellt
    Northrop Grumman
    B21 Raider als erster digitaler Bomber vorgestellt

    Northrop Grumman hat mit dem B-21 Raider eine neuen Tarnkappenbomber vorgestellt. Dabei kamen agile Softwareentwicklung und digitales Engineering zum Einsatz.

  3. Soziale Netzwerke: Liken bei Hasspostings kann strafbar sein
    Soziale Netzwerke
    Liken bei Hasspostings kann strafbar sein

    Facebook-Nutzer, die nicht davor zurückschrecken, diskriminierende oder beleidigende oder Postings zu liken, sollten sich das gut überlegen. Denn das Drücken des Gefällt-mir-Buttons kann hier erhebliche rechtliche Folgen haben.
    Von Harald Büring

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5-Bundle vorbestellbar • SanDisk Extreme PRO 1TB 141,86€ • Amazon-Geräte bis -53% • Mindstar: Alphacool Eiswolf 2 AiO 360 199€, AMD-Ryzen-CPUs zu Bestpreisen • Alternate: WD_BLACK P10 2TB 76,89€ • Advent-Tagesdeals bei MediaMarkt/Saturn • Thrustmaster Ferrari GTE Wheel 87,60€ [Werbung]
    •  /