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Neues Unternehmen: Netzwerk-APIs für viele 5G-Netze weltweit verfügbar

Viele der großen Mobilfunk -Betreiber vermarkten gemeinsam ihre Netzwerk-APIs zusammen mit Ericsson. Chinesische Netzbetreiber sind bisher nicht dabei.
/ Achim Sawall
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5G-Antennen auf einer Mobilfunk-Station in Berlin (Bild: Vodafone Deutschland)
5G-Antennen auf einer Mobilfunk-Station in Berlin Bild: Vodafone Deutschland

Einige der weltweit größten Mobilfunkbetreiber und Ericsson gründen ein Unternehmen, das international nutzbare APIs für 5G-Netze anbieten wird. Das gab die Deutsche Telekom am 12. September 2024 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . "Die weltweiten 5G-Netze haben viele Gemeinsamkeiten, unterscheiden sich aber im Detail. Wer digitale Anwendungen entwickelt, die Informationen aus dem Netz verwerten, musste bislang mit jedem einzelnen Netzbetreiber sprechen und eine individuelle Lösung für dessen Netz bauen. Das vereinfacht sich jetzt deutlich" , sagte Tanja Richter, Technik-Chefin von Vodafone Deutschland Golem.de auf Anfrage.

Bildlich gesprochen gebe es nun einen sicheren universellen Steckplatz, der in allen 5G-Netzen verfügbar sei. "Es muss also nur noch ein einziger 'Stecker' gebaut werden, der sich in jedem 5G-Netz einsetzen lässt. Das neue Gemeinschaftsunternehmen stellt dazu alles Erforderliche bereit" , erklärte Richter.

Die Netzbetreiber América Móvil, AT&T, Bharti Airtel, Deutsche Telekom, Orange, Reliance Jio, Singtel, Telefónica, Telstra, T-Mobile US, Verizon, Vodafone und der schwedische Ausrüster Ericsson gründen den Netzwerk-API-Vermarkter. Beispiele für die Nutzung sind die Verifizierung von Finanztransaktionen, die Überprüfung des Gerätestatus, damit Streaming-Anbieter die Videoqualität dynamisch anpassen können oder die Standortverifizierung. Chinesische Mobilfunkkonzerne, die größten weltweit, sind bei dem Gemeinschaftsunternehmen nicht dabei.

API-Firma gehört Ericsson und den Telcos

Die Netzwerk-APIs basieren auf den CAMARA-APIs, dem von der Branchenorganisation GSMA und der Linux Foundation betriebenen Open-Source-Projekt.

Der Abschluss der Transaktion für die Gründung wird für die erste Jahreshälfte 2025 erwartet, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen. Nach Abschluss wird Ericsson 50 Prozent der Anteile an dem Unternehmen halten, die andere Hälfte liegt bei den Telcos. Einen Namen hat das Unternehmen noch nicht.

"Genauso wie das Smartphone und das 4G-Netz Apps zu einem festen Bestandteil unseres Alltags gemacht haben, wird das 5G-Netz die nächste Welle digitaler Dienste auf den Weg bringen" , erklärte Margherita Della Valle, Chefin der Vodafone Group.


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