Neues Packaging bei M5 Pro und M5 Max: Apples neue Prozessoren sind eine kleine Revolution
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Es klingt nach einer einfachen Weiterentwicklung, aus M4 Pro wird M5 Pro, analog beim Max-Modell . Doch ein Blick auf die Details(öffnet im neuen Fenster) zeigt, dass dies keineswegs der Fall ist. Das fällt bereits beim Blick auf die Kernkonfiguration auf: Während die Vorgänger von großen, leistungsoptimierten Prozessorkernen (P-Cores) dominiert waren und lediglich vier auf Effizienz optimierte Kerne (E-Cores) nutzten, hat Apple das Verhältnis bei M5 Pro und Max umgedreht.
Hier teilen sich lediglich sechs P-Cores, die Apple nun Super Cores nennt, das Silizium-Die mit doppelt so vielen von Apple als Performance Cores bezeichneten Kernen. Letztere sind vollständig neu entwickelt, ihre Leistung zwischen P- und E-Cores angesiedelt. Leider spart Apple, wie immer, an Details.
Ein offensichtlich zur Prozessorarchitektur gut informierter Nutzer der chinesischen Plattform Baidu Tieba ordnet die Performance Cores jedoch mit 70 Prozent der Leistung der Super Cores ein(öffnet im neuen Fenster) . Sie sollen sieben Befehle pro Takt decodieren können und mit 4,38 GHz etwas niedriger takten als die Super Cores, die auf bis zu 4,61 GHz kommen.
Effizienz und Leistung – hohe Anforderung an die neuen Kerne
Auf den ersten Blick erscheint die Angabe des Performance-Core-Takts sehr hoch. Allerdings müssen wir uns vor Augen halten, dass der M4 Max im Vollausbau bereits zwölf der alten P-Cores mit einem Maximaltakt von 4,5 GHz(öffnet im neuen Fenster) integrierte.
Insgesamt verspricht Apple für M5 Pro und Max ein Plus von rund 40 Prozent bei der Multicore-Leistung gegenüber ihren Vorgängern. Die gestiegene Kernanzahl erklärt dieses Leistungsplus nur teilweise. Die Performance Cores dürften, da auf Energieeffizienz optimiert, eine niedrigere Leistung erreichen als die M4-P-Cores. Eine allzu große Differenz können die Super Cores und der Wegfall der schwächeren E-Cores aber nicht kompensieren. Die hohen Taktfrequenzen der Performance Cores sind also durchaus realistisch.
Dass Apple einen ähnlichen Weg geht wie AMD mit der kompakten Variante der Zen-Kerne (Zen4c und Zen5c), ist daher mit ziemlicher Sicherheit auszuschließen. Dafür liegen die maximalen Taktfrequenzen – sofern sie sich bestätigen – zu nah beieinander. Zum Vergleich: Bei den aktuellen Ryzen AI 400 etwa kommen die Zen5c-Kerne auf maximal 3,3 GHz, die regulären Zen5-Kerne hingegen auf bis zu 5,2 GHz.
CPU-Kerne sind Evolution ...
Bei den Super Cores erwähnt Apple eine höhere Frontend-Bandbreite, sie können damit im Mittel mehr Befehle pro Takt zur Ausführung bringen. Genauer eingrenzen lassen sich die Änderungen damit nicht – denkbar ist alles von einer breiteren Cache-Anbindung über einen breiter angebundenen Mikrobefehls-Cache (μOp-Cache) bis zu weniger Ausnahmen bei der Befehlsdecodierung, die den Decoder-Durchsatz höher halten.
| M5 | M5 | M5 Pro | M5 Pro | M5 Max | M5 Max | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| CPU | 4x Super Core, 6x E-Core | 4x Super Core, 6x E-Core | 5x Super Core, 10x Performance Core | 6x Super Core, 12x Performance Core | 6x Super Core, 12x Performance Core | 6x Super Core, 12x Performance Core |
| GPU | 8 Kerne | 10 Kerne | 16 Kerne | 20 Kerne | 32 Kerne | 40 Kerne |
| Speicherbus | 128 Bit | 128 Bit | 256 Bit | 256 Bit | 382 Bit | 512 Bit |
| Speicherbandbreite | 153 GByte/s | 153 GByte/s | 307 GByte/s | 307 GByte/s | 460 GByte/s | 614 GByte/s |
| min. Speicher | 16 GByte | 16 GByte | 24 GByte | 24 GByte | 36 GByte | 48 GByte |
| max. Speicher | 16 GByte | 32 GByte | 48 GByte | 64 GByte | 36 GByte | 128 GByte |
| Video- und Prores-Encoder | 1x | 1x | 1x | 1x | 2x | 2x |
Eine Verbreiterung des Decoders erscheint hingegen unwahrscheinlich, da bereits jener der P-Cores der M4 mit zehn Befehlen pro Takt (10-wide) vor aktuellen x86- und ARM-Kernen liegt, die acht bis neun Befehle pro Takt decodieren. Daneben erwähnt Apple eine verbesserte Sprungvorhersage sowie eine überarbeitete Cache-Hierarchie.
Die Super Cores hat Apple bereits im M5-Chip verbaut, der im Oktober 2025 vorgestellt wurde . Vom M5 ist auch die neue GPU bereits bekannt, bei der Apple KI-Beschleuniger integriert – die sind, neben schnellerem Speicher (LPDDR5X 9.600 statt 8.533), ein Grund, weshalb die M5 insbesondere bei generativer KI deutlich stärker abschneiden als ihre Vorgänger. Auch die Render- und Ray-Tracing-Leistung hat Apple spürbar gesteigert.
Die eigentliche Revolution ist aber der Aufbau des SoC.
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