Neues Geschäftsmodell: Luca-App plant flexible Abos und will Preise senken

Angesichts drohender Kündigungen will die Luca-App den Bundesländern entgegenkommen.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Luca-App-Betreiber wollen ihr Geschäftsmodell ändern.
Die Luca-App-Betreiber wollen ihr Geschäftsmodell ändern. (Bild: Matthias Kern/Getty Images)

Die Betreiber der Luca-App wollen die Basistechnik ihres Systems langfristig aufrechterhalten. Jedes Bundesland erhalte künftig die Möglichkeit, "jederzeit nach Bedarf das Luca-System für einen quasi beliebigen Zeitraum einzusetzen", teilte die Nexenio GmbH am Montag in Berlin mit. Im vergangenen Jahr hatten 13 von 16 Bundesländern die Luca-App zur Kontaktnachverfolgung in der Coronavirus-Pandemie eingesetzt und dafür fast 20 Millionen Euro ausgegeben.

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Angesichts der hohen Lizenzgebühren will Nexenio auch die Preise senken. Pro Gesundheitsamt würden künftig 9.000 Euro im Jahr statt bislang 18.000 Euro fällig. Damit könne die Infrastruktur und Software des Luca-Systems erhalten bleiben, sagte Geschäftsführer Patrick Hennig der Nachrichtenagentur dpa.

Mit dem neuen Konzept reagiert Nexenio offenbar auf Überlegungen in zahlreichen Bundesländern, die Verträge zur Luca-App nach einem Jahr zu kündigen und damit nicht automatisch um ein weiteres Jahr zu verlängern. Gegen eine Weiternutzung spricht unter anderem die Erfahrung zahlreicher Gesundheitsämter, die - wie beispielsweise in Brandenburg - nur einen geringen Mehrwert durch die Luca-App feststellen konnten. Zudem hatte die Berliner Datenschutzbehörde Schwächen im Kryptokonzept des Systems moniert.

Hinzu kommt, dass anders als vor gut einem Jahr die Corona-Warn-App (CWA) der Bundesregierung inzwischen ebenfalls über eine Check-in-Funktion zur Clustererkennung verfügt.

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Nexenio will sich zudem als digitaler Partner von Gastronomie und Veranstaltern etablieren. So wolle Luca den Nachweis von Impf-, Genesenen- und Teststatus in einem Prozess abbilden. "Mit der Funktion einer digitalen ID, basierend auf dem Personalausweis, wie es bereits in anderen Ländern möglich ist, will Luca eine wesentliche Vereinfachung für Gastronomen und Veranstalter ermöglichen", hieß es weiter.

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ap (Golem.de) 18. Jan 2022

Nein, das haben sie so nicht geschrieben. So wäre es nur ein persönlicher Angriff gewesen...

debunix 18. Jan 2022

Das Geschäftsmodell ist mit dem Abflauen der Pandemie ohnehin tot. Wer will schon den...

dirk_diggler 18. Jan 2022

Der größte Fehler an der Luca App ist meineserachtens das viele Leute die Luca App...

hutschat 17. Jan 2022

Du meinst wohl, was die Corona Warn-App aufgrund des Datenschutzes nicht eingebaut hat...



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