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Neues Design gezeigt: SpaceX' KI-Satellit angeblich einfacher als Starlink V3

Vor dem SpaceX-Börsengang soll ein neues KI-Satelliten-Design für Kauflaune sorgen. Elon Musk will damit außerdem den Respekt von Aliens gewinnen.
/ Johannes Hiltscher
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Alle bekannten Parameter des AI1 genannten KI-Satelliten (Bild: SpaceX)
Alle bekannten Parameter des AI1 genannten KI-Satelliten Bild: SpaceX
Inhalt
  1. Neues Design gezeigt: SpaceX' KI-Satellit angeblich einfacher als Starlink V3
  2. Eigentlich nur ein größerer Starlink V3?

Im Rahmen des geplanten Börsengangs muss SpaceX insbesondere zeigen, dass sich mit dem Starship langfristig so viel Geld verdienen lässt, dass dies die hohe Bewertung rechtfertigt. Um die erforderliche Nachfrage will sich Elon Musk, wie bei der Falcon 9, selbst kümmern. Neben Starlink-Satelliten sollen mit dem Starship KI-Server starten. Hierzu präsentierten Musk und der Leiter der SpaceX-Satellitenentwicklung, Jan Dahl, ein neues Design.

Dass die Vorstellung den Börsengang von SpaceX unterstützen soll, ist ziemlich deutlich: Die Nachricht bei X(öffnet im neuen Fenster) verweist direkt auf die Homepage zum IPO. Gegenüber dem bei der Ankündigung der Terafab gezeigten Design gibt es kleinere Änderungen: Die Radiatoren sind nun beidseitig des Rumpfs angeordnet, die Hardware soll in austauschbaren Pods installiert sein. Vorerst sei ein Referenzdesign für Nvidia-GPUs der Blackwell- oder Rubin-Generation vorgesehen, so Musk.

Ein Nvidia-Rack dient auch als Bemessungsgrundlage für den Satelliten: Der soll für eine Spitzenleistung von 150 kW und eine mittlere Leistung von 120 kW ausgelegt sein. Das entspreche ungefähr einem GB300-Rack, so Musk. Konkret benannt wird erstmals die Radiatorfläche, sie soll 110 m2 betragen. Rein rechnerisch ist das bei einer mittleren Kühlmitteltemperatur zwischen 60 und 65 °C ausreichend, um 150 kW Wärmeleistung abzustrahlen.

Viele offene Fragen

Viele andere Daten bleiben allerdings offen oder sind fragwürdig. So wird die geplante Solarzellfläche nicht genannt, lediglich, dass SpaceX mit 250 W/m2 rechne.

Entsprechend bleibt auch offen, wie groß die Reserve für Alterung ist, und damit, ob ein Austausch der Hardware-Pods überhaupt sinnvoll wäre. Musk begründet das Pod-Design damit, dass so weniger Masse in den Orbit gebracht werden müsse – was dann aber wieder weniger Starship-Starts erfordern würde. Wie die Pods ausgetauscht werden, wie oft das geschehen soll und was mit den ausgetauschten Modulen passiert, bleibt ebenso offen wie eine Kostenabschätzung.

Zweifel sind hingegen an der versprochenen Masse angebracht: Der gezeigte Satellit soll nur knapp über zwei Tonnen wiegen – SpaceX verspricht 70 kW pro Tonne. Allerdings wiegt bereits ein Vera-Rubin-Rack befüllt mit Kühlmittel über 2,5 Tonnen, ein Blackwell-Rack dürfte nur unwesentlich leichter sein. Wie SpaceX auf die angegebene Masse kommt, bleibt offen. Vielleicht bezieht sie sich auch nur auf den Satelliten ohne Hardware.

Trotz dieser ganzen Fragen sind sich Musk und Dahl einig, dass der KI-Satellit eigentlich keine große Herausforderung sei.


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