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Eigentlich nur ein größerer Starlink V3?

Die genutzten Techniken habe man alle bereits für Starlink V3 entwickelt und baue sie einfach nur größer. Dabei sind bereits die Radiatoren des gezeigten Entwurfs so groß wie die Solarpanele eines Starlink-V3-Satelliten. Und mit ausfaltbaren Radiatoren hat SpaceX bislang keine Erfahrung. Musk gibt sich dennoch überzeugt, der KI-Satellit sei sogar einfacher als ein Starlink-Satellit.

Denn im Gegensatz zu ihm habe der KI-Satellit keine Parabolantennen. Die KI-Satelliten sollen lediglich Laser-Transceiver nutzen. Um eine höhere Bandbreite bei der Anbindung an die Erde zu erhalten, sollen diese das Starlink-Netzwerk nutzen. Auch dessen Satelliten kommunizieren untereinander per Laser.

Ebenfalls unbeantwortet ist die Frage nach dem Lebensende der Satelliten. Wie bei Starlink ist davon auszugehen, dass die KI-Satelliten nach etwa fünf Jahren deorbitiert werden – also kontrolliert zum Absturz gebracht. Angesichts der in Aussicht gestellten Zahl – die bereits bei der FCC beantragte eine Million wird erwähnt – stellt sich aber auch die Frage nach ungeplanten Ausfällen.

Das könnten Kollisionen sein, in deren Vermeidung SpaceX viel Aufwand investiert. Besorgniserregender sind Fehlfunktionen, die einen Satelliten manövrierunfähig machen oder zerstören. SpaceX verlor so innerhalb weniger Monate zuletzt zwei Satelliten – von lediglich 10.000. Die Antwort von Musk und Dahl hierauf, sinngemäß zusammengefasst: Vertraut uns, wir wissen, was wir tun.

KI-Satelliten als Auftakt zu Alienkontakten?

Deutlich mehr Raum als das Satellitendesign nehmen im Video Musks Visionen ein: Er will eine galaktische Zivilisation etablieren und den nächsten Schritt auf der Kardaschow-Skala(öffnet im neuen Fenster) machen. Vielleicht käme die Menschheit dann auch in Kontakt mit Außerirdischen – wenn es Aliens gebe, würden die laut Musk eine Kardaschow-Typ-I-Zivilisation nicht ernst nehmen.

Interessant ist auch, was Musk zwischen den Zeilen sagt. So geht er davon aus, dass SpaceX bis Ende 2031 erstmals 1 TW an Rechenleistung ins All transportiere: 2027 werde man mit 1 GW starten. Allein das sind bereits rund 6.600 der gezeigten Satelliten, und diesen Wert will Musk jährlich um eine Größenordnung steigern. Das impliziert, dass bis Ende 2031 die geplante Terafab komplett fertig sein muss – sie soll Chips mit der entsprechenden Rechenleistung liefern.

Realistisch ist der Aufbau in fünf Jahren aber nicht, zumal bislang keine Finanzierung des Billionenprojekts existiert. Die gesamte Zulieferindustrie ist nicht auf das erforderliche Ausbauvolumen ausgelegt. Zumindest hat Musk dazugelernt: Im Gegensatz zu früheren Auftritten sagte er, dass SpaceX die Prognosen zwar für realistisch halte, es aber kein verlässlicher Zeitplan sei.

Auch eine Antwort auf die Frage, wofür die viele Rechenleistung denn genutzt werden soll, gab es leider nicht. Auf der Erde vermietete x.AI zuletzt einen Großteil seiner Colossus-Rechenzentren an Anthropic und Google. Wenn auf der Erde aber bereits wenige Gigawatt großenteils entbehrlich sind, wofür braucht SpaceX dann Terawatt im All?


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