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Neues Buch über Dune (1984): David Lynchs ungewöhnliches Casting

Auf den neuen Dune-Film müssen Fans noch warten – über den alten erscheint nun ein neues Buch.
/ Peter Osteried
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Kyle MacLachlan als Paul Atreides in Dune (Bild: Plaion Pictures)
Kyle MacLachlan als Paul Atreides in Dune Bild: Plaion Pictures

Für das Buch A Masterpiece in Disarray: David Lynch's Dune hat der Autor Max Evry mit vielen Schauspielern und Crew-Mitgliedern des Films von 1984 gesprochen. Sogar mit David Lynch konnte er reden. Der hat sich im Lauf der Jahre immer wieder von dem Film distanziert, bietet im Gespräch mit Evry aber neue Einblicke. Screenrant hat Auszüge(öffnet im neuen Fenster) aus dem Buch, das am 19. September erscheint.

Darin steht unter anderem, wer einer der heißen Kandidaten für die Rolle des Paul Atreides war: Zach Galligan, der wenig später mit Gremlins Erfolg haben sollte. Galligan erzählte vom ungewöhnlichen Casting-Prozess des Regisseurs. Denn Lynch wollte kein typisches Vorsprechen, kein Rezitieren von Text und dergleichen. Nein, er traf sich mit dem Schauspieler zu einem Plausch, um herauszufinden, ob er der Richtige für die Rolle ist oder nicht.

"Die Standardprozedur war, dass ich mich vorher mit Jane oder Janet Hirshenson zum Casting-Vorab-Screening traf, damit sie einen Blick auf mich werfen konnte, um zu sehen: Ist er geeignet? Sieht er gut aus? Ist er schlecht? Ist er komplett tätowiert? Ist er mit den Büchern vertraut? Ist er mit David Lynchs Arbeit vertraut?" , wird Gilligan zitiert.

Dann habe er David Lynch kennengelernt. Das Dune-Projekt habe damals eine Menge Aufsehen erregt, so dass jeder, der sich dafür beworben hatte, das Gefühl gehabt habe, man spreche für einen großen Film vor. "Als ich für Dune vor der Kamera stand, konnte man das im Warteraum spüren, man spürte die Spannung." Manche Bewerber seien vor Aufregung ständig auf und ab gegangen, andere hätten sich hingesetzt, tief durchgeatmet, die Augen geschlossen und versucht, sich zu beruhigen.

Das Buch dürfte für Dune-Fans unverzichtbare Lektüre sein und mit 560 Seiten Umfang auch einiges Neues zutage fördern.


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