Neues Bezahlmodell: Mytaxi beendet Versteigerung von Taxifahrten

Mytaxi startet bald ein neues Bezahlmodell. Die bisherigen Versteigerungen von Taxifahrten wird es nicht länger geben. Stattdessen kommt eine Vermittlungsgebühr mit einem festen Prozentsatz. Das alte Modell gefiel den meisten Fahrern nicht.

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Mytaxi ändert sein Bezahlmodell.
Mytaxi ändert sein Bezahlmodell. (Bild: Carsten Koall/Getty Images)

Die Versteigerung von Taxifahrten wird bei Mytaxi bald ein Ende haben. Ab dem 1. Juli 2015 verlangt Mytaxi von den Taxifahrern einen festen Prozentsatz als Provision. Künftig müssen 7 Prozent des Fahrpreises an Mytaxi gezahlt werden. Das hatte zunächst das Blog iPhone-Ticker berichtet und Golem.de hat sich die Änderung von Mytaxi bestätigen lassen. Gestern wurden registrierte Taxifahrer per E-Mail über die Änderung informiert, Golem.de liegt diese E-Mail vor.

Versteigerungsmodell wird abgeschafft

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Bisher wurden die Fahrten von Mytaxi meistbietend versteigert. Dieses Bezahlmodell wurde im Februar 2014 eingeführt. Dabei wird dem Taxifahrer eine Fahrt vermittelt, der am meisten dafür zahlt. Taxifahrer bekommen also eine Fahrt, weil sie viel bieten, während Taxis in der Nähe des Kunden leer ausgehen - der Fahrgast muss also länger warten.

Noch bevor das Bezahlmodell eingeführt wurde, musste Mytaxi die Höhe der Provision wegen Protesten korrigieren. Die Taxigäste haben von dem Bieterstreit nichts, die Kosten für die Taxifahrt bleiben unverändert. Die Taxifahrer müssen mehr von ihren Einnahmen an Mytaxi abgeben, wenn sie bei dem Modell Fahrgäste vermittelt bekommen wollen. Zuvor lag die Vermittlungsgebühr pauschal bei 80 Cent pro Fahrt.

Großteil der Fahrer mochte das bisherige Bezahlmodell nicht

Das bisherige Bezahlmodell "wurde jedoch von einem Großteil unserer Fahrer und Unternehmer negativ wahrgenommen", sagte Mytaxi-Sprecher Stefan Keuchel. Das hätten Umfragen unter den Fahrern ergeben. Dabei hätten sich 75 Prozent der befragten Fahrer für einen festen Prozentsatz von 7 Prozent als Vermittlungsgebühr ausgesprochen. Mytaxi selbst hält das alte Bezahlmodell für erfolgreich. "Da uns eine vertrauensvolle Partnerschaft mit allen unseren Fahrern und Unternehmern extrem wichtig ist, haben wir uns entschieden, das Preismodell erneut umzustellen", ergänzt Keuchel.

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In dem neuen Bezahlmodell wird die Nähe eines Taxis zum Fahrgast wieder berücksichtigt. Der Mytaxi-Nutzer bekommt also wieder das Taxi zugewiesen, das in seiner Nähe ist. Dadurch dürften Taxis schneller beim Fahrgast sein, als es im alten Modell prinzipbedingt wohl oft der Fall war.

Mytaxi hatte diesen Monat juristischen Ärger

Erst in diesem Monat hatte Mytaxi gerichtlichen Ärger. Der Anbieter hatte 50 Prozent Rabatt auf Taxifahrten geboten. Dagegen ging die Taxi-Auto-Zentrale (TAZ) vor und erwirkte eine einstweilige Verfügung gegen die Rabattaktion.

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