Neues Betriebssystem von Microsoft: Wir probieren Windows 11 aus

Windows 11 ist bereits im Umlauf. Wir haben die Vorabversion ausprobiert und ein schickes OS durchstöbert. Im Kern ist es aber Windows 10.

Ein Hands-on von veröffentlicht am
Die Gerüchte um Windows 11 stimmen: Microsofts neues OS kommt.
Die Gerüchte um Windows 11 stimmen: Microsofts neues OS kommt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Es kam überraschend, als auf einmal ein ISO des neuen, eigentlich geheimen Windows erschienen ist. Microsoft bringt tatsächlich Windows 11. Golem.de hat die Vorabversion in einer virtuellen Maschine ausprobiert und festgestellt: Viel mehr als ein größeres, visuelles Update von Windows 10 ist es eigentlich nicht.

Inhalt:
  1. Neues Betriebssystem von Microsoft: Wir probieren Windows 11 aus
  2. Windows 10X recycelt
  3. Windows 11 - Ersteindruck

Natürlich handelt es sich bei dem geleakten Image um eine frühe Version. Das merken wir spätestens, wenn wir die Kommandozeile im OS öffnen und sich dieses als Version 10.0.21996 meldet. Werfen wir allerdings mit Winver einen Blick auf die Versionsinformation, wird bereits ein Windows 11 angezeigt. Es würde uns wundern, wenn sich bis zur offiziellen Ankündigung am jetzigen Status noch viel ändern würde, da die Vorabversion an den meisten Stellen doch schon recht finalisiert wirkt.

Das neue Windows sieht auf den ersten Blick frisch und aktuell aus: Das beginnt bereits beim Hochfahren, wenn wir mit einem neuen Boot-Sound begrüßt werden. Ja, Windows 11 bringt Windows-Jingles wieder zurück. Übrigens wurden auch andere Systemsounds wie erkannte Geräte, Fehlermeldungen und Systeminformationen angepasst. Dabei wurden existierende Windows-10-Sounds genommen und neu abgemischt. Das Ergebnis klingt daher neu und doch vertraut.

Elemente wie der Windows-Button und andere Taskleistensymbole werden zentriert auf der Taskleiste angeordnet. Wir bemerken zudem schnell die überarbeiteten Symbole und Icons, die Microsoft hier überall einsetzt, etwa neue Bilder für den Papierkorb, den Microsoft Store, den Windows Explorer und andere System-Icons. Selbst das Windows-Symbol präsentiert sich im neuen Look.

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Dann öffnen wir die Taskbareinstellungen und stellen fest, dass die zentrierte Ansicht nur der Standard ist. Microsoft behält die Optionen bei, Icons wieder an der linken Seite des Desktops anzuordnen. Windows 10 bietet diese Option nicht direkt an.

Neues Startmenü

Ein Klick auf das Windows-Symbol öffnet in Windows 11 nicht mehr die gewohnte App-Ansicht. Stattdessen wird ein überarbeitetes und breiteres Menü präsentiert, das sich in drei Ebenen aufteilt. Oben werden prominent alle angepinnten Applikationen gesammelt. Darunter zeigt Windows viel genutzte Dateien und Programme an. An der Unterseite können wir auf unser angemeldetes Microsoft-Konto (ja, die Synchronisation funktioniert bereits) zugreifen oder den Computer herunterfahren, neu starten oder in den Standby-Modus versetzen.

  • Windows 11 zeigt im cmd noch immer Version 10 an. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Widget-Menü (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Desktop-Switcher erinnert an Windows 10. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Bekannte Apps funktionieren noch. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Windows-Explorer mit neuen Icons (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das neue aufgeräumtere Startmenü (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Drei Bootmodi (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Icons können sortiert werden. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Es existiert noch die alte Ansicht mit Listensortierung. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Systemsteuerung in der Suche finden. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Neuer Teil des Startmenüs: empfohlene Dateien (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Systemsteuerung hat sich nicht geändert. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die neue Fensterverwaltung ist hilfreich. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Sie funktioniert besser als die bisherige Funktion. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die alte Fensterverwaltung geht noch. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die neuen (alten) Systemsteuerungen (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Cmd über die Suche finden (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
Das neue aufgeräumtere Startmenü (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)

Microsoft hat das Startmenü von vielen Symbolen befreit, die es in Windows 10 noch gibt, etwa den Startmenü-Zugriff auf die Systemeinstellungen, eigene Dokumente oder Bilder. Außerdem gibt es hier keine Live-Kacheln mehr. Die waren ein Überbleibsel von Windows 8.1.

Wir halten das für eine gute Design-Entscheidung, denn dadurch wirkt das Startmenü übersichtlicher und weniger überfüllt. Wollen wir auf die traditionelle alphabetische App-Ansicht zugreifen, können wir das über einen Klick auf den kleinen All-Apps-Button tun.

Außerdem kann mit einem Druck auf More eine Liste mit weiteren beliebten Apps und Dokumenten abgerufen werden. Was wir uns wünschen würden: eine Option, mit der sich das Startmenü wieder dem Windows-10-Stil anpassen lässt; die Ansichten dafür gibt es ja bereits. Das würde vor allem Firmen helfen, ihren Mitarbeitern einen etwaigen Umstieg von Windows 10 auf 11 zu erleichtern. Denn nicht jeder Mensch tut sich mit GUI-Veränderungen leicht.

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Neue Optik

Abseits des Startmenüs sind die Unterschiede aus Nutzersicht recht gering. Microsoft hatte bereits vor Wochen ein großes Redesign durch das Sun-Valley-Projekt angekündigt. Dessen Elemente kommen in Windows 11 zum Tragen.

  • Windows 11 zeigt im cmd noch immer Version 10 an. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Widget-Menü (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Desktop-Switcher erinnert an Windows 10. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Bekannte Apps funktionieren noch. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Windows-Explorer mit neuen Icons (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das neue aufgeräumtere Startmenü (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Drei Bootmodi (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Icons können sortiert werden. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Es existiert noch die alte Ansicht mit Listensortierung. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Systemsteuerung in der Suche finden. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Neuer Teil des Startmenüs: empfohlene Dateien (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Systemsteuerung hat sich nicht geändert. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die neue Fensterverwaltung ist hilfreich. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Sie funktioniert besser als die bisherige Funktion. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die alte Fensterverwaltung geht noch. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die neuen (alten) Systemsteuerungen (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Cmd über die Suche finden (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
Die alte Fensterverwaltung geht noch. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)

Fenster wurden mit abgerundeten Ecken versehen, was dem OS tatsächlich einen neuen Look verleiht, kombiniert mit aktualisierten Symbolen, typischen Fluent-Milchglas-Elementen und subtileren Schatteneffekten an den Fensterrändern. Gewöhnungsbedürftig ist das Aussehen einiger Standard-GUI-Elemente wie Radio-Buttons. Die Auswahlknöpfe werden nun nicht mehr durch einen farbigen Kreis in einem hohlen Kreis dargestellt, stattdessen wird die Umrandung bei Auswahl nur farblich hervorgehoben.

An anderer Stelle fühlen wir uns hingegen stark an Windows 10 und den gescheiterten Ableger Windows 10X erinnert, dessen Ideen hier klar Einfluss genommen haben.

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Windows 10X recycelt 
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crazypsycho 19. Jun 2021 / Themenstart

So alle zwei bis drei Wochen starte ich schon neu. Sollte also regelmäßig genug sein...

gadthrawn 19. Jun 2021 / Themenstart

Ach wirklich? Wo steht das? Eine Menge Software macht genau das in der EU. QuarkXPress...

gadthrawn 19. Jun 2021 / Themenstart

Sei dir bei Vorabversionen nicht sicher.

Artim 18. Jun 2021 / Themenstart

Wohl eher die meisten Nutzer würden es nicht Mal bemerken...

Artim 18. Jun 2021 / Themenstart

Dann müsste man ja wieder echte Entwicklerarbeit leisten. Das würde ja Geld kosten. Nein...

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