Neues Automatikteleskop: eQuinox 2 von Unistellar vorgestellt

Das neue Teleskop eQuinox 2 von Unistellar hat ähnliche technische Daten wie das eVScope 2, ist aber deutlich preiswerter. Damit versucht Unistellar, bisher unentschlossene Käufer zu erreichen.

Artikel veröffentlicht am , Mario Keller
Das neue eQuinox 2 von Unistellar (Auszug aus dem Spec Sheet)
Das neue eQuinox 2 von Unistellar (Auszug aus dem Spec Sheet) (Bild: Unistellar)

Dass es für Automatikteleskope einen immer größeren Markt gibt, ist an wachsenden Firmen wie Vaonis und Unistellar zu sehen. Nach der Markteinführung des Vespera (Test auf Golem.de) von Vaonis als Alternative zum sehr viel teureren Stellina (Test auf Golem.de; g+) zieht nun auch Unistellar mit einem deutlich günstigeren Gerät als dem eVScope 2 (Test auf Golem.de; g+) nach.

Vorgestellt hat Unistellar das neue Teleskop auf der CES 2023. Der Preis von 2.499 Euro, für den es aktuell vorbestellt werden kann, entspricht vermutlich nicht ganz zufällig dem Preis des Vespera-Teleskops von Marktbegleiter Vaonis.

Für den günstigeren Preis im Vergleich zum eVScope 2 müssen die Nutzer, wie schon bei der ersten Variante des eQuinox-Teleskops, auf das elektronische Okular verzichten. Das Teleskop kann somit nur mit einem Smartphone oder Tablet genutzt werden, auf dessen Bildschirm die vom Teleskop gemachten Bilder sichtbar sind. Die Steuerung des Teleskops erfolgt per App und ermöglicht auch Astronomie-Laien, das Gerät intuitiv zu bedienen.

Technisch entspricht das eQuinox 2 offenbar dem eVSCope 2, zumindest was das optische System angeht. Mit einer Brennweite von 450 mm und einem Spiegeldurchmesser von 114 mm erreicht das Teleskop ein Bildfeld von 34 x 47 Bogensekunden (ca. 0,56° x 0,78°). Auch beim Gewicht von 9 kg, der Batterielaufzeit von 11 Stunden und dem internen 64-GB-Speicher gibt es keine Unterschiede zum teureren Modell. Lediglich der IMX347-Sensor von Sony hat mit 6,2 Megapixeln eine etwas geringere Auflösung als das eVScope 2 mit 7,7 Megapixeln.

Aufgrund des kleinen Bildfeldes können auch Planeten beobachtet werden. Gerade bei den größeren Planeten wie Jupiter und Saturn sollten brauchbare Bilder möglich sein. Dazu soll es laut Hersteller in einem kommenden Update der Firm- und Software einen speziellen Planetenmodus geben, der diese Beobachtungen deutlich erleichtert. Auch der Zugriff auf den internen Speicher des Teleskops, um die Rohbilder bearbeiten zu können, will Unistellar erleichtern. Das war bisher nur sehr umständlich möglich.

Wie bei den vorherigen Modellen ist der Citizen-Science-Beobachtungsmodus auch Teil des neuen Teleskops. Laut Unistellar wird es in Kürze zudem ein weiteres Projekt als Nasa-Partner geben, bei dem Nutzer mit den Daten ihrer Geräte beitragen können.

  • Das Spec Sheet des eQuinox 2 von Unistellar (Bild: Unistellar)
Das Spec Sheet des eQuinox 2 von Unistellar (Bild: Unistellar)

Aktuell kann das Teleskop auf der Webseite des Herstellers vorbestellt werden, eine Auslieferung und weltweite Händlerverfügbarkeit ist für den 15. Februar 2023 angegeben.

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