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Neuer Streamingdienst von Disney: Disney+ ist stark bei Filmen und schwach bei Serien

Das Hollywoodstudio Disney ist in den Markt für Videostreamingabos eingestiegen. In den USA hat es beim Start von Disney+ technische Probleme gegeben. Mit Blick auf inhaltliche Vielfalt kann der Dienst weder mit Netflix noch mit Amazon Prime Video mithalten.

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In den USA ist Disney+ diese Woche gestartet.
In den USA ist Disney+ diese Woche gestartet. (Bild: Valerie Macon/AFP/Getty Images)

In den USA, Kanada und den Niederlanden ist diese Woche Disney+ gestartet. Es ist der erste, direkt von einem Hollywoodstudio initiierte Abodienst für Videostreaming, seit Netflix diesen Markt aufbaute. Zum Start von Disney+ gab es laut einem Bericht von Reuters technische Probleme. So konnten sich einige Nutzer erst gar nicht bei dem Dienst anmelden oder konnten nicht auf die Inhalte zugreifen.

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Disney begründete die technischen Schwierigkeiten damit, dass sich mehr Kunden für den Dienst interessiert hätten als erwartet. Die Probleme sollen so schnell wie möglich behoben werden. Zahlen nannte das Filmstudio nicht, so dass nicht bekannt ist, wie viele Disney+-Kunden betroffen waren.

Zum Vergleich: Apples vor knapp zwei Wochen gestarteter Abodienst Apple TV+ hat weiterhin mit technischen Problemen zu tun. Erst in dieser Woche wurde die Apple-TV+-App für Amazons Fire TV Cube veröffentlicht, nachdem es die App bereits für erste Fire-TV-Modelle zum Start des Abodienstes gab. Auf Fire-TV-Geräten haben Nutzer Probleme, sich anzumelden. Etliche Amazon-Kunden berichteten, dass die App nach Eingabe der Anmeldedaten hängen bleibe. Dieses Problem kann Golem.de bestätigen. Wir versuchten, uns in der Apple-TV+-App auf einem Fire TV Cube anzumelden, auch bei uns blieb der Anmeldebildschirm hängen. Derzeit ist nicht klar, was der Grund für den Fehler ist, und wie sich dieser beheben lässt.

Viel Auswahl bei Disney+, aber weniger Vielfalt als bei Amazon und Netflix

Disney hatte versprochen, Disney+ mit allen Bestandstiteln des Hollywoodstudios zu versehen. Dieses Ziel scheint umgesetzt worden zu sein. Zum Start stehen etwas mehr als 600 Spielfilme bei Disney+ zur Verfügung. Dazu gehören Disney-Klassiker wie das Dschungelbuch, Bambi und Pinocchio. Auch aktuelle Disney-Kinofilme sind vertreten, etwa die Neuverfilmung von Dumbo. Mit dabei sind zudem alle Star-Wars-Produktionen sowie die Marvel-Verfilmungen.

Der Kunde erhält viele bekannte und deutlich weniger unbekannte Filme. Beim Sichten des Angebots fällt auf, dass die Inhalte durch die Fokussierung auf klassische Disney-Filme überwiegend familienfreundlich wirken. Abgesehen von den Star-Wars- und Marvel-Filme finden sich wenige Actionproduktionen, das Horror-Genre ist so gut wie nicht vertreten.

Zur inhaltlichen Vielfalt ein kurzer Vergleich: Amazon bietet Kunden in den USA derzeit Zugriff auf 23.000 Filme, bei Netflix können Kunden auf 3.700 Titel zugreifen. In den USA sind ansonsten noch die in Deutschland nicht vertretenen Dienste Hulu und HBO Now von Bedeutung. Hulu-Kunden haben Zugriff auf 1.300 Spielfilme, bei HBO Now sind es 920 Titel. Die etablierte Konkurrenz liefert also zum Teil deutlich mehr Auswahl als Disney+.

Disney+ ist bei Serien schwach

Bei der Serienauswahl schneidet Disney+ deutlich schwächer ab. Zum Start gibt es bei Disney+ gerade mal 146 Serien, und dabei handelt es sich vielfach um Inhalte für Kinder und Jugendliche. Zu den Serienklassikern gehören die Muppet Show, Duck Tales sowie die Simpsons. Es gibt auch alle Star-Wars-Serien einschließlich des neuen Ablegers The Mandalorian, der in ersten Kritiken positiv bewertet wurde.

US-Kunden von Amazon Prime Video können im Vergleich dagegen auf knapp 2.000 Serien zugreifen, bei Netflix sind es knapp 1.500. Hulu bietet seinen Kunden rund 1.400 Serien, bei HBO Now sind es 181 - dazu gehören erfolgreiche Eigenproduktionen wie Game of Thrones, The Wire, True Detective, die Sopranos sowie neue Produktionen wie Euphoria oder Watchmen.

Disney will das Sortiment schrittweise ausbauen, aber generell nicht auf Lizenztitel setzen. Anders als etwa bei Amazon Prime Video oder Netflix sollte es also nicht passieren, dass Inhalte rotieren. Sowohl bei Prime Video als auch bei Netflix kommen fast täglich neue Inhalte dazu, dafür verschwinden andere. So gibt es die beliebte Sitcom Friends ab dieser Woche nicht mehr bei Netflix, stattdessen ist sie einen Tag später bei Prime Video verfügbar.

Disney+ startet in Deutschland am 31. März 2020

In Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern soll Disney+ am 31. März 2020 starten. In den Niederlanden ist Disney+ für 6,99 Euro pro Monat bereits verfügbar. Es ist daher davon auszugehen, dass der Dienst in Deutschland auch für diesen Preis angeboten wird - das wäre günstiger als die Konkurrenz von Amazon und Netflix. Erst kurz vor dem Marktstart von Disney+ einigte sich das Hollywoodstudio mit Amazon und bietet die Disney+-App auch für Fire-TV-Geräte an.

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Peter Brülls 18. Nov 2019 / Themenstart

Meine Frau hat einen Kollegen, die haben ihrem Kind mindestens drei Jahre lang erzählt...

MickeyKay 18. Nov 2019 / Themenstart

Sehe ich ähnlich. Aber: Durch das virtuelle Regal im Streamingdienst kann man auch...

MickeyKay 18. Nov 2019 / Themenstart

Macht doch keinen Unterschied, ob der Vertrieb physisch oder digital erfolgt. Am Anfang...

Gaius Baltar 14. Nov 2019 / Themenstart

Serien, die nicht primär fürs Fernsehen, sondern für Netflix oder Amazon produziert...

Garius 14. Nov 2019 / Themenstart

Nicht unter dem Disney Logo, das ist richtig. Da kann Disney aber einfach eines ihrer...

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