Neuer Rekord: Cloudflare wehrt beispiellose DDoS-Datenflut ab
Cloudflare hat einen neuen Quartalsbericht bezüglich der von dem Konzern registrierten DDoS-Attacken aus dem vierten Quartal 2025 veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) . Darin bestätigt das Unternehmen abermals einen neuen Rekordangriff mit einer Datenrate, die erstmals die Marke von 30 Terabit pro Sekunde (Tbps) überstieg. Aber auch abseits dieses Vorfalls zeigt sich, dass DDoS-Attacken im vergangenen Jahr massiv zugelegt haben.
Quelle des neuen Rekordangriffs war wie schon bei dem vorherigen Rekord aus Q3 2025 das Aisuru-Botnetz, das jedoch zunehmend von einem zweiten angriffsstarken Botnetz namens Kimwolf unterstützt wird. Cloudflare spricht daher auch vom Aisuru-Kimwolf-Botnetz(öffnet im neuen Fenster) , das Schätzungen zufolge aus ein bis vier Millionen Geräten besteht.
Der neue DDoS-Rekordangriff erfolgte den Angaben nach im November 2025, erreichte eine Datenrate von 31,4 Tbps und dauerte knapp 35 Sekunden. Zum Vergleich: Der vorherige Rekord lag bei 29,7 Tbps, dauerte mit 69 Sekunden aber knapp doppelt so lange. Ohnehin waren Angriffe dieser Größenordnung bisher immer auf derart kurze Zeiträume beschränkt – in der Regel dauern sie keine zwei Minuten.
Rasante Zunahme von DDoS-Attacken
Über das ganze Jahr 2025 hinweg wehrte Cloudflare nach eigenen Angaben 47,1 Millionen DDoS-Attacken ab, also durchschnittlich 5.376 Angriffe pro Stunde. Damit hat sich die Anzahl im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt, denn 2024 waren es noch 21,3 Millionen Attacken, 2023 sogar nur 14 Millionen. Der Trend ist kaum zu übersehen: DDoS-Angriffe nehmen rapide zu.
Auch die Anzahl der hypervolumetrischen Angriffe, also jener, die mehr als ein Tbps oder mehr als eine Milliarde Datenpakete pro Sekunde erreichen, steigt rasant. In Q4 erfasste Cloudflare 1.824 DDoS-Attacken dieser Größenordnung. In Q3 waren es noch 1.304, in Q2 gar nur 846. Innerhalb von nur einem Jahr hat sich die Dichte dieser Angriffe also mehr als verdoppelt.
Bei den am häufigsten attackierten Ländern ist Deutschland ganz vorne mit dabei und erreicht den dritten Platz. Nur in China und Hongkong wurden in Q4 2025 mehr DDoS-Attacken erfasst. Auf den Plätzen 4 und 5 folgen Brasilien und die USA. Bei den Quellländern der Datenfluten steht Bangladesch auf dem ersten Platz, gefolgt von Ecuador, Indonesien, Argentinien und Hongkong.
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