Kontemplative Action

Davis hat damit durchaus Recht. Prey ist ein würdiger Nachfolger des originalen Films. Die Variationen in den Geschichten sind ja per se eher dünn, weil es immer um den Jäger und die Gejagten geht.

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Mit dem Setting im Amerika des frühen 18. Jahrhunderts wird das ein wenig aufgebrochen, weil im Leben der Komantschen und auch der französischen Einwanderer Jagd eine wichtige Rolle spielt. Um in dieser Welt zu überleben, muss man zum Jäger werden. Der Predator taucht also inmitten einer gesellschaftlichen Struktur auf, die auf ihn zugeschnitten ist.

Der Film will etwas darüber aussagen, was passiert, wenn ein Alpha-Predator in ein neues Areal eindringt. Er ist auch ein Kommentar darauf, wie eine einst heile Welt durch Invasoren der Vernichtung näherkommt.

Zugleich wird der Predator als überlegen gezeichnet. Seine Technik ist für die Menschen des Jahres 1719 wie Magie. Er ist das Äquivalent moderner Jäger, die mit Hochpräzisionswaffen und in größtmöglicher Sicherheit in Afrika auf Großwildjagd gehen und sich toll fühlen, wenn sie etwas erlegt haben.

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Mit Naru steht dem Predator hier aber eine Gegnerin gegenüber, die er - wie alle anderen - unterschätzt hat. Amber Midthunder spielt das wunderbar. Ihre Naru ist eine starke, unabhängige, kluge Frau, die weiß, wie sie sich zur Wehr setzen muss.

Das passiert vor allem in der zweiten Hälfte des Films. Allerdings könnte die erste schon so manchen Zuschauer vergraulen, denn Trachtenberg hat einen eher kontemplativen Einstieg für seinen Film gewählt. Hier wird die Natur zelebriert - und das einfache Leben. Es sind diese ruhigen Momente, die die Figuren definieren, und der Film braucht diese Zeit, um später, mit all der Action, regelrecht explodieren zu können.

Aber damit wird Prey sicher nicht jedermann abholen. Man muss sich auf diese langsame, die Welt des Films etablierende Gangart einlassen. Dann lohnt es sich.

Coole Action, miese CGI-Tiere

Prey sieht toll aus. Die Landschaften Kanadas werden prächtig eingesetzt, die Action ist zumeist innovativ und originell. Mitunter ist der Schnitt etwas zu schnell, wodurch die visuelle Verständlichkeit etwas leidet.

Kurios ist eigentlich nur, dass die CGI-Tiere alles andere als hervorragend sind. Das sieht man besonders an dem Bären, der erst Naru jagt und dann mit dem Predator kämpfen muss. Die Computeranimation ist hier nicht auf der Höhe der Kunst, der Bär wirkt zu oft unecht - ein erstaunlicher Fauxpas für einen großen Film des Jahres 2022.

So hat Prey seine Schwächen, aber die werden von einer Vielzahl von Stärken aufgehoben. Im Grunde wird die typische Predator-Geschichte erzählt, aber so bodenständig und intensiv wie seit dem originalen Film nicht mehr. Er kann in der Tat der Auftakt für eine Wiederbelebung des Franchise werden - mit Geschichten, die den Predator und seinen Aufprall auf die jeweilige Kultur querbeet durch alle Zeiten zeigen.

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 Neuer Predator-Film Prey: Die intensivste Jagd seit 1987
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violator 09. Aug 2022 / Themenstart

Trotzdem ist der Predator eigentlich nicht zu besiegen. Dass es die Figuren trotzdem...

ohinrichs 09. Aug 2022 / Themenstart

Du stellst zu viele Fragen. ;) Mir fallen jetzt keine Passagen ein, aber in den Predator...

ThadMiller 09. Aug 2022 / Themenstart

Nein, davon kann es nicht genug geben. ^^

Manhattan Julius 05. Aug 2022 / Themenstart

Bun auch gespannt drauf. Hoffe Disney lässt alles drinne.

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