Neuer Mercedes-EQS angeschaut: Elektrolimousine mit 800-Volt-Antrieb und 926 km Reichweite
Inhalt
Mit einem neuen Antrieb auf 800-Volt-Basis und einer besseren Innenausstattung will Mercedes-Benz die Verkaufschancen für seine Elektrolimousine EQS erhöhen. Ein leicht vergrößerter Akku mit 122 Kilowattstunden (kWh) Kapazität ermögliche eine Reichweite nach WLTP bis zu 926 km, teilte das Unternehmen am 14. April 2026 mit(öffnet im neuen Fenster). Wir haben uns den EQS bereits vorab auf einer Präsentation angeschaut.
Der EQS überzeugte bereits zum Marktstart im Jahr 2021 mit einem geringen Verbrauch und einer großen Reichweite. Weil die Verkaufszahlen enttäuschten, wertete Mercedes im Frühjahr 2024 die Limousine das erste Mal auf.
Zu wenig Luxus im Fond
Doch das Problem war weiterhin: Traditionelle Käufer der S-Klasse verschmähten das Elektro-Pendant, das ihre Ansprüche hinsichtlich Design, Innenausstattung und Fahrleistungen offenbar nicht erfüllte. Der hervorragende cw-Wert von 0,20 beeindruckte die Käufer nicht ausreichend, um von einer S-Klasse zum EQS zu wechseln.
Laut Auto, Motor und Sport(öffnet im neuen Fenster) vermissten Kunden beispielsweise die lange Motorhaube und störten sich an der fehlenden Kopffreiheit im Fond. Dem ADAC zufolge(öffnet im neuen Fenster) ist bei 1,90 Meter Körpergröße hinten Schluss. Inzwischen gibt es den EQS nur noch mit dem durchgängigen Hyperscreen, was vielleicht auch nicht jedem gefällt. Vor allem in China lag der Absatz hinter den Erwartungen zurück.
Neue Technik in alter Plattform
Die Probleme im elektrischen Luxussegment hatten zur Folge, dass Mercedes die Pläne für die Entwicklung der Plattform MB.EA-Large stoppte. Diese war für größere Limousinen und SUVs wie die bisherigen EQS, EQE, GLS und GLE vorgesehen.
Bei der Modellpflege des EQS handelt es sich daher um einen Kompromiss. So nutzt Mercedes zwar weiterhin die Plattform EVA2, aber mit einer Technik, die im neuen GLC (Probefahrt) zum Einsatz kommt und damit auf der Plattform MB.EA-Medium basiert.
Dazu zählt neben dem 800-Volt-Antrieb auch das hauseigene Betriebssystem MB.OS, das unter anderem die Integration von KI-basierten Chatbots wie ChatGPT und Gemini ermöglicht. Zudem bietet Mercedes mit dem neuen EQS erstmals ein Fahrzeug mit Steer-by-Wire an.
Rein äußerlich unterscheidet sich der neue EQS wenig vom bisherigen Modell.
- Anzeige Hier geht es zu Elektromobilität: Theorie und Praxis zur Ladeinfrastruktur bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.