Neuer Echo Show 10 im Test: Wow, ist das cool!

Es ist irgendwie magisch, wenn sich das Display des Echo Show 10 geräuschlos zu uns herumdreht und uns bei unseren Bewegungen durchs Zimmer folgt.

Ein Test von veröffentlicht am
Das Display des neuen Echo Show 10 dreht sich zu uns.
Das Display des neuen Echo Show 10 dreht sich zu uns. (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)

Mit dem neuen Echo Show 10 verabschiedet sich Amazon deutlich vom bisherigen Design smarter Displays. Statt eines Kastens mit einem Display auf der Vorderseite gibt es hier einen runden Lautsprecher, an den ein Display angedockt ist. Der Clou dabei: Das Display dreht sich geräuschlos zu der Person, die mit dem Gerät spricht.

Das geräuschlose Drehen ist das Beeindruckende am Echo Show 10 und anfangs gewöhnungsbedürftig. Das Display dreht sich zu uns, sobald das Alexa-Aktivierungswort gesagt wird. Außerdem kann uns das Display bei Videotelefonaten, beim Schauen von Filmen oder beim Kochen nach Rezepten verfolgen. Bewegen wir uns im Raum, dreht sich das Display stets zu uns. Wir können immer gut sehen, was auf dem Display zu sehen ist.

Wem das zu umheimlich ist, kann die Bewegungssteuerung auch so einstellen, dass sich das Display nur auf Zuruf zu uns bewegt und uns danach nicht automatisch verfolgt. Die Verfolgungsfunktion setzt eine ausreichende Helligkeit voraus; wenn es zu dunkel ist, funktioniert es nicht. Das Drehverhalten lässt sich bequem und umfangreich konfigurieren.

Drehbereich des Displays am Echo Show 10 kann begrenzt werden

Wir können den Aktionsradius festlegen und eine Ruheposition bestimmen, in die sich das Display begibt, sobald es sich nicht mehr bewegt. Dabei kann das Display quasi um 360 Grad gedreht werden. Wer das Gerät vor einer Wand aufstellt, sollte den Aktionsradius entsprechend begrenzen, damit das Display nicht gegen die Wand stößt. Falls das Display beim Drehen auf ein Hindernis stößt, wird das in der Regel bemerkt und der Motor stoppt dann.

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Überhaupt sollten sich Käufer des Echo Show 10 darüber im Klaren sein, dass er deutlich mehr Stellfläche benötigt als das Vorgängermodell. Aufgrund des drehbaren Displays ist der Raumbedarf einfach größer. Beim Drehen bewegt sich das gesamte Gerät und nicht nur das Display. Damit soll erreicht werden, dass der Klang immer optimal abgestrahlt wird. Zum Drehen hat das hochwertig verarbeitete Gerät einen bürstenlosen Motor, der flüsterleise arbeitet. Das Display kann zudem in der Neigung manuell verändert werden - ein Novum für Echo-Show-Geräte.

Wenn Alexa ein Auge auf Dich wirft

Die Nachverfolgung funktioniert prinzipiell gut, der Motor kann das Gerät bei Bedarf sehr schnell bewegen, um hinterherzukommen. Jedoch hat die Steuerung einen Nachteil: Vor allem, wenn wir dicht vor dem Gerät sind, wird das Display meist leicht nach links gedreht und wir können nicht direkt draufschauen. Wenn wir dann zum Beispiel etwas am Browser eingeben, stört das entsprechend.

Das Unternehmen erklärte Golem.de dazu auf Nachfrage: "Wenn man sich sehr nah vor dem Echo Show 10 befindet (ca. 30 cm), bewegt sich das Display in eine Position, die etwas von der mittleren Position abweicht, um Kunden im Bild zu behalten. Dies ist nötig, da sich die Kamera auf der rechten Seite des Geräts befindet."

Hier liegt also ein Konstruktionsfehler vor, Amazon hätte die Kamera mittig postieren müssen. Als Abhilfe rät Amazon, sich weiter vom Gerät zu entfernen. Wenn es aber darum geht, den Touchscreen zu berühren, ist das keine Option, weil der Touchscreen dann nicht mehr erreichbar ist. Es wäre wünschenswert, wenn sich Amazon etwas einfallen lässt, um dieses Verhalten mittels Software abzustellen.

Auch mag der Echo Show 10 keine zu schnellen Bewegungen, wenn wir nur etwa einen halben Meter vom Gerät entfernt sind. Dann passiert es, dass uns das Display verliert, und wir müssen erst wieder in das Blickfeld der Kamera treten oder das Display mittels Sprachbefehl zu uns drehen.

Problematisch ist die Bewegungsfunktion auch, wenn wir die auf der Oberseite des Displays befindlichen Tasten etwa zur Lautstärkeregelung nutzen wollen. Dann kann es vorkommen, dass sich das Display dabei dreht - das erschwert die Nutzung. Die gleichen Probleme treten auf, wenn wir das Display manuell neigen oder den Touchscreen nutzen.

  • Links der alte Echo Show 10, rechts daneben der neue Echo Show 10 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links der alte Echo Show 10, rechts daneben der neue Echo Show 10 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Der neue Echo Show 10 von oben (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Der neue Echo Show 10 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Echo Show 10 (Bild: Amazon)
  • Echo Show 10 (Bild: Amazon)
  • Echo Show 10 (Bild: Amazon)
  • Echo Show 10 (Bild: Amazon)
  • Echo Show 10 (Bild: Amazon)
  • Echo Show 10 (Bild: Amazon)
  • Echo Show 10 (Bild: Amazon)
  • Links der alte Echo Show 10, rechts daneben der neue Echo Show 10 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links der alte Echo Show 10, rechts daneben der neue Echo Show 10 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
Links der alte Echo Show 10, rechts daneben der neue Echo Show 10 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)

Zumindest bei der Berührung des Touchscreens oder beim Drücken einer der Tasten sollte sich die Bewegungsfunktion kurzzeitig deaktivieren. Immerhin wird das Display vom Motor so fest gehalten, dass wir es mit einer Hand bedienen können, ohne dass es sich wegdreht.

Die Bewegungsfunktion kann auf mehrere Arten manuell abgeschaltet werden: Es gibt einen Schnellbefehl auf dem Startbildschirm, außerdem wird die Funktion abgeschaltet, sobald die Mikrofone deaktiviert werden oder die Abdeckung der Kamera vorgeschoben wird. Amazon gibt an, dass die Bewegungserkennung komplett lokal auf dem Gerät verarbeitet wird. Dabei werden Dinge wie Kleidung, Gesicht und Ähnliches analysiert, um den Bewegungen der Person im Blickfeld der Kamera folgen zu können.

Der neue Echo Show 10 (3. Generation) | Hochauflösendes Smart Display mit Bewegungsfunktion und Alexa, Anthrazit

Bewegungssteuerung mit der Stimme bedienen

Mit Sprachbefehlen kann die Bewegungssteuerung kontrolliert werden. Auf Zuruf können wir sie an- oder ausschalten, wir können das Display mit Stimmbefehlen in beide Richtungen drehen und den Verfolgungsmodus aktivieren oder auch abschalten. Wir finden es widersinnig, dass wir den Verfolgungsmodus nicht direkt auf Zuruf aktivieren können, wenn die Bewegungssteuerung deaktiviert ist. Dann müssen wir erst einen weiteren Befehl sprechen, dabei wäre es viel praktischer, wenn das Gerät bei "Alexa, folge mir" die Bewegungssteuerung immer gleich mit aktiviert.

  • Links der alte Echo Show 10, rechts daneben der neue Echo Show 10 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links der alte Echo Show 10, rechts daneben der neue Echo Show 10 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Der neue Echo Show 10 von oben (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Der neue Echo Show 10 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Echo Show 10 (Bild: Amazon)
  • Echo Show 10 (Bild: Amazon)
  • Echo Show 10 (Bild: Amazon)
  • Echo Show 10 (Bild: Amazon)
  • Echo Show 10 (Bild: Amazon)
  • Echo Show 10 (Bild: Amazon)
  • Echo Show 10 (Bild: Amazon)
  • Links der alte Echo Show 10, rechts daneben der neue Echo Show 10 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links der alte Echo Show 10, rechts daneben der neue Echo Show 10 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
Der neue Echo Show 10 von oben (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)

Der in der gedruckten Anleitung genannte Sprachbefehl "Alexa, Bewegungsfunktion deaktivieren" funktioniert dabei nicht. Abgesehen davon, dass sie Fehler enthält, ist die Anleitung viel zu kurz und viele Fragen werden nicht geklärt. Einige drängende Fragen konnten wir mit Unterstützung der Amazon-Pressestelle klären, aber für die Kundschaft ist es eindeutig besser, wenn dem Produkt eine ausführliche Anleitung beiliegt.

Die könnte dann zum Beispiel auch klären, ob das Display manuell gedreht werden darf. Auf Nachfrage hat Amazon Golem.de dazu mitgeteilt, dass sich das Display auch mit der Hand drehen lässt, ohne dass der Motor dabei Schaden nimmt. Allerdings verursacht das sehr oft eine Fehlermeldung des Geräts, weil angenommen wird, der Motor sei auf ein Hindernis gestoßen. Das ist bei der Nutzung durchaus lästig, hier sollte es eine bessere Erkennung geben, wenn das Gerät manuell gedreht wird.

Praktische Displayabschaltung funktioniert nicht

Wer nicht möchte, dass das Display des Echo Show 10 eingeschaltet bleibt, auch wenn es längere Zeit nicht genutzt wird, kann es mit dem nicht dokumentierten Sprachbefehl "Alexa, Display aus" abschalten. Bei anderen Echo-Show-Modellen schaltet sich das Display einige Zeit nach Inaktivität aus, wenn der Bitte-nicht-stören-Modus aktiv ist. Beim neuen Echo-Show-Modell gilt das nicht mehr.

In den Einstellungen ist Golem.de auf eine neue Option gestoßen, die sich "automatischer Ruhemodus" nennt und angibt, dass sich das Display nach zehn Minuten Inaktivität ausschaltet. Eine solche Option unabhängig vom Bitte-nicht-stören-Modus haben wir uns für die Smart Displays von Amazon bereits länger gewünscht. Doch leider ist die Funktion beim neuen Echo Show wirkungslos. Das Display schaltet sich nicht nach den zehn Minuten aus. Wenn diese Einstellung funktioniert, hätten wir das bei den anderen Echo-Show-Modellen mittels Software-Update ebenfalls gerne nachgereicht - aber bisher gibt es den Eintrag nur beim Neuling.

Wir haben sowohl die Bewegungssteuerung deaktiviert, als auch den Bitte-nicht-stören-Modus eingeschaltet, um zu prüfen, ob die Option mit einer anderen Einstellung in Zusammenhang steht. Dabei ist es uns nicht gelungen, dass sich das Display nach zehn Minuten ausschaltet. Wir haben bei Amazon nachgefragt, aber bis Redaktionsschluss keine Erklärung dafür bekommen. Sobald uns diese vorliegt, werden wir das ergänzen.

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Echo Show 10 hat einen tollen Klang 
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neocron 22. Apr 2021

lies nochmal ... er behauptete "man" merke es ... nicht ein Sicherheitsforscher koennte...

Pecker 14. Apr 2021

schlechter vergleich! Es ist eher so, wenn ich schon Lungenkrebs im Endstadium (besitz...

Berlinlowa 13. Apr 2021

Echo Show ist ein Gerät, welches Endkunden im Fokus hat, die sich ganz bewusst gegen ein...

brunobrotspecht 13. Apr 2021

Jau. Das war auch mein erster Gedanke.



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