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Neuer Cellebrite-Leak: Auch iOS 17.5 nicht mehr sicher vor dem FBI

Unterlagen von April zufolge konnte Cellebrite gesperrte iPhones mit iOS 17.4 oder neuer damals noch nicht knacken. Das scheint sich geändert zu haben.
/ Marc Stöckel
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Cellebrite kann offenbar neuerdings auch ein gesperrtes iPhone 15 knacken. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)
Cellebrite kann offenbar neuerdings auch ein gesperrtes iPhone 15 knacken. Bild: Justin Sullivan/Getty Images

Erst kürzlich sind Dokumente an die Öffentlichkeit gelangt , aus denen hervorging, welche Smartphones sich mit den Tools des auf digitale Forensik spezialisierten israelischen Unternehmens Cellebrite im gesperrten Zustand knacken und auslesen lassen. Aktuell waren die Unterlagen mit einem Stand von April 2024 nicht, doch nun sind neue aufgetaucht, die zeigen, was seit Juli möglich ist.

Die von dem Team hinter dem Custom-ROM-Projekt GrapheneOS auf X geteilten(öffnet im neuen Fenster) Einblicke in die jüngsten Cellebrite-Dokumente verdeutlichen, dass selbst die neuesten iOS-Versionen und iPhones derzeit nicht sicher vor einem Zugriff durch Behörden sind.

Auf gesperrte iPhones mit der neuesten iOS-Version 17.5.1 kann demnach mit aktueller Software von Cellebrite zugegriffen werden. Mit Stand von April war dies je nach iPhone-Generation maximal bis iOS 17.3.1 möglich, auf neueren Modellen sogar nur bis iOS 17.0.3. Das iPhone 15 war für Cellebrite im April noch gänzlich unknackbar. Im Juli gilt dies aber offenkundig nicht mehr.

Wenig Neues bei Android

Im Hinblick auf Android-Geräte scheint sich allerdings nicht viel geändert zu haben. Die Angaben im Dokument von Juli(öffnet im neuen Fenster) stimmen weitgehend mit jenen von April überein. Es gibt lediglich einige Änderungen in der Kommentarspalte, wo beispielsweise der ergänzte Support für das neue Pixel 8a genannt wird. Folglich sind die meisten Android-Smartphones für Cellebrite weiterhin knackbar, mit Einschränkungen für Brute-Force-Angriffe auf gesperrte Google Pixel 6, 7 und 8.

Mediale Aufmerksamkeit erhielt Cellebrite zuletzt dadurch, dass das FBI mit einer noch unveröffentlichten Softwareversion des Forensik-Unternehmens erfolgreich das Samsung-Smartphone des Schützen entsperren konnte , der am 13. Juli ein Attentat auf den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump verübt hatte. Geglückt war der Zugriff Berichten zufolge erst im zweiten Anlauf, mit der neuen Cellebrite-Software dauerte es dann aber angeblich nur 40 Minuten.

Samsung hatte erst kürzlich gegenüber Forbes bestätigt , einen wichtigen Patch für Galaxy-Geräte, der ursprünglich erst ab September kommen sollte, schon im August auszuliefern. Dass diese Maßnahme mit dem Trump-Attentat zusammenhängt, ist zwar nicht offiziell bestätigt, aber durchaus naheliegend.


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