Neuer Campus in Kalifornien: Google baut ganzen Stadtteil in San José aus

Google hat in San José die Genehmigung für einen neuen Campus erhalten. Neben Büros baut der Konzern dort Wohnraum und öffentliche Bereiche aus.

Artikel veröffentlicht am , Manuel Bauer
Google baut in San José einen neuen Campus und will das öffentliche Leben dort fördern.
Google baut in San José einen neuen Campus und will das öffentliche Leben dort fördern. (Bild: Kenzo Tribouillard via Getty Images)

Im kalifornischen San José entsteht ein neuer Google-Campus. Drei Jahre nach Verhandlungsbeginn hat der US-Konzern am 26. Mai 2021 die Genehmigung der Stadt erhalten. Der Bau umfasst nicht nur neue Büros. Google hat sich auch dazu verpflichtet, günstigen Wohnraum sowie öffentliche Parklandschaften und Einkaufsmöglichkeiten zu schaffen.

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Der gesamte Bebauungsplan umfasst ein Gebiet von 32 Hektar im Stadtzentrum. Dort sollen laut der US-Zeitung San Francisco Chronicle mehr als 650.000 Quadratmeter neue Büroflächen entstehen. Zusätzlich sieht die Vereinbarung zwischen Google und der Stadt sechs Hektar große Parkflächen sowie 46.000 Quadratmeter öffentliche Geschäftsflächen und 4.000 neue Wohnungen vor.

Google richtet außerdem einen 155 Millionen US-Dollar umfassenden Gemeinschaftfonds ein. Mit diesem sollen unter anderem Maßnahmen zur Bekämpfung von Arbeits- und Obdachlosigkeit in San José finanziert werden. Laut Bericht ist es die erste Vereinbarung dieser Art in der Region, bei der ein Tech-Konzern in den Ausbau der öffentlichen Infrastruktur und des Gemeinwohls investiert.

Googles Engagement soll Schule machen

Die Stadt hofft darauf, dass das Beispiel Schule macht und als Beispiel für weitere Projekte dieser Art in der Region dient. Google selbst bezeichnet das Projekt als sozialen Infrastrukturplan und sieht Investitionen von über einer Milliarde US-Dollar in öffentliche Bereiche vor. Der Konzern will damit die idealen Voraussetzungen für eine langfristige Niederlassung in San José schaffen und das Stadtbild nachhaltig positiv beeinflussen.

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Neben viel Zuspruch aus der Öffentlichkeit stoßen Googles Pläne auch auf Kritik. Während sich Fans des lokalen Hockey-Teams San Jose Sharks um künftige Parkplatzprobleme im Stadtzentrum sorgen, fürchten Vertreter der Vereinigung für bezahlbaren Wohnraum, dass Googles Einfluss zu weiter steigenden Immobilienpreisen in der Umgebung führen könnte.

Die Obdachlosenzahlen in San José sind wegen steigender Wohnkosten in den vergangenen Jahren im zweistelligen Prozentbereich gestiegen. Google will bereits in Kürze Land an die Stadt überschreiben und eine Anzahlung von drei Millionen Dollar leisten, um den Bau sozialer Wohnprojekte einzuleiten. Die Arbeiten sollen schon 2022 beginnen.

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Ausschuss übernimmt Verwaltung des Gemeinschaftsfonds

Die Verwaltung des 155 Millionen Dollar schweren Gemeinschaftsfonds soll ein von der Stadt gewählter Ausschuss übernehmen. Google selbst gibt an, stolz auf das Projekt und insbesondere auf den Gemeinschaftsfonds zu sein. Gemeinsam mit der Stadt habe man den Grundstein für einen Ort mit Fokus auf Umweltfreundlichkeit und Gleichberechtigung geschaffen.

Ursprünglich hatte Google geplant, auf dem neuen Campus rund 25.000 Mitarbeiter zu beschäftigen. Im Zuge der Coronapandemie hat der Konzern jedoch das Konzept seiner Büros umgestellt und ermöglicht Angestellten künftig mehr Flexibilität bei der Bestimmung ihres Arbeitsplatzes, so dass die Mitarbeiterzahl vor Ort voraussichtlich etwas geringer ausfällt. An den Plänen des Ausbaus hat das dem Anschein nach jedoch nichts geändert.

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