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Neuer Bezahldienst: Elon Musk startet X Money in den USA

Die Plattform X führt den Finanzdienst X Money in den USA ein. Zahlungen und Guthabenverzinsung stehen für Abonnenten bereit.
/ Nils Matthiesen
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X Money startet in den USA. (Bild: Xmoney / Screenshot Golem)
X Money startet in den USA. Bild: Xmoney / Screenshot Golem

Die Social-Media-Plattform X startet ihren eigenen Finanz- und Bezahldienst X Money(öffnet im neuen Fenster) in den USA, wie unter anderem The Verge(öffnet im neuen Fenster) berichtet. Die Funktion bildet ein zentrales Element im Plan von Eigentümer Elon Musk, die Plattform in eine umfassende Anwendung nach dem Konzept einer "Everything App" auszubauen.

Der Aufbau eigener Bezahldienste stellt seit längerer Zeit ein Kernziel von Musk auf der Plattform dar. Im Jahr 2023 betonte er während einer Betriebsversammlung gegenüber den Mitarbeitern, dass sämtliche Transaktionen mit Finanzbezug künftig über das eigene System abgewickelt werden sollen.

Zuvor existierte das Angebot ausschließlich in einer geschlossenen Testphase mit Einladungssystem. Nun erhalten Abonnenten der gebührenpflichtigen Stufen X Premium und X Premium Plus in den USA Zugriff auf das System. Elon Musk hatte den Beginn eines frühen öffentlichen Zugangs im Vorfeld für den Monat April angekündigt. Zu einem konkreten Termin für Deutschland oder die EU liegt nichts vor – X nannte bislang keinen internationalen Zeitplan.

Digitales Wallet und Visa-Debitkarte

X Money bietet eine digitale Geldbörse sowie Person-zu-Person-Zahlungen, vergleichbar mit der Funktionsweise von Venmo(öffnet im neuen Fenster). Geldüberweisungen direkt über die Plattform X bleiben kostenfrei. Nutzer erhalten automatisch eine virtuelle Visa-Debitkarte für Apple Wallet und können zusätzlich eine physische Karte aus Metall bestellen, die sich optional mit dem eigenen X-Benutzernamen versehen lässt.

Ein wesentliches Element des Funktionsumfangs stellt die Verzinsung von Guthaben dar. Das Unternehmen bietet einen Jahreszins von bis zu sechs Prozent. Dieser Höchstsatz steht Abonnenten von X Premium Plus unmittelbar zur Verfügung. Nutzer der regulären Stufe X Premium müssen stattdessen die Vorgaben für eine Gehalts-Direkteinzahlung (Direct Deposit) erfüllen, um den erhöhten Zins freizuschalten.

Bedenken seitens der US-Politik

Der Start des Finanzdienstes stößt in der US-Politik auf Kritik. Die US-Senatorin Elizabeth Warren äußerte Sicherheitsbedenken(öffnet im neuen Fenster) im Zusammenhang mit dem Angebot.

Warren begründet ihre Warnung mit X' bisherigem Umgang mit Sicherheit (u. a. Berichte über Missbrauchsdarstellungen Minderjähriger und sanktionierte Nutzer mit Premium-Accounts), einem möglichen Interessenkonflikt durch Musks Rolle beim Abbau der Aufsichtsbehörde CFPB sowie Zweifeln an der Finanzierbarkeit der 6-Prozent-Verzinsung und an früheren FDIC-Verstößen des Bankpartners Cross River Bank.


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