Abo
  • Services:

Nachträgliche Aktivierung unklar

Das kann auch in einer Baustelle passieren. Sollte der A8 registrieren, dass die Fahrbahn für eine sichere Passage zu eng wird, muss der Fahrer wieder ran. Bei einer Fahrzeugbreite von 2,13 Metern einschließlich Außenspiegeln kann das durchaus vorkommen. Allerdings müssten die Sensoren auf eine Entfernung von gut 100 Metern eine solche Situation einschätzen können, damit dem Fahrer genug Zeit bleibt, das Lenkrad zu übernehmen. Wie sich das Auto vor oder in einer kurvigen Baustelle tatsächlich verhält, wird die Praxis zeigen. Unvermutete Zwangsbremsungen sind auf der Autobahn nie ganz ungefährlich.

Stellenmarkt
  1. Technische Universität Kaiserslautern, Kaiserslautern
  2. WGLi Wohnungsgenossenschaft Lichtenberg eG, Berlin

Ohnehin lässt sich der Staupilot nur auf Autobahnen aktivieren, die per GPS-Ortung erkannt werden. Vor Ausfahrten oder einem Wechsel der Autobahn muss der Fahrer wieder lenken. Sonst gibt es einen Nothalt. Dabei ist der A8 nicht in der Lage, auf den Standstreifen zu fahren. Notfalls würde er sogar auf der Überholspur zum Stehen kommen.

Gesetzesänderung reicht nicht aus

Soweit die Theorie. In der Praxis scheitert der Einsatz des Staupiloten daran, dass diese Funktionen noch nicht zugelassen sind. Daran ändert auch die im vergangenen März vom Bundestag beschlossene Änderung des Straßenverkehrsgesetzes nichts. Denn die Erlaubnis gilt demnach nur für Fahrzeuge, "deren hoch- oder vollautomatisierte Fahrfunktionen in internationalen, im Geltungsbereich dieses Gesetzes anzuwendenden Vorschriften beschrieben sind und den darin sowie in Absatz 2 enthaltenen Vorgaben entsprechen". Doch diese Vorschriften, wie beispielsweise die sogenannten UN-ECE-Regelungen für Lenkanlagen, sind noch nicht für automatisierte Fahrzeuge aktualisiert.

Audi steckt daher in der Zwickmühle. Derzeit ist nicht einmal klar, ob Käufer einen A8 mit der entsprechenden Hardware-Ausstattung bestellen und später den Staupiloten nachträglich aktivieren können. Eine nachträgliche Hardware-Ausrüstung schließt Audi aus, da das Paket nicht nur einen Laserscanner, sondern sogar ein redundantes Bremssystem erfordert. Schon jetzt ist klar, dass die Kunden für eine Aktivierung des Staupiloten in die Werkstatt fahren müssten. Ein Software-Update über das Internet, wie bei Tesla üblich, ist derzeit noch nicht vorgesehen.

Was bedeutet "sicherer Zustand"?

Es ist auch nicht völlig ausgeschlossen, dass der Staupilot in seiner derzeitigen Form keine Zulassung erhält. Problematisch wäre beispielsweise, wenn die Fähigkeit zum Nothalt auf einem Seitenstreifen bei hochautomatisierten Autos vorgeschrieben würde. Dies könnte wiederum dazu führen, dass der rückwärtige Verkehr mit Sensoren größerer Reichweite überwacht werden müsste. Weil der A8 dies nicht kann, bietet Audi zwar bis zu 41 Assistenzsysteme an, verzichtet jedoch auf einen Überholassistenten wie beim Tesla oder der E-Klasse. Aus Sicherheitsgründen, wie es heißt. Der Fahrer könnte sonst dazu verleitet werden, sich zu sehr auf das System zu verlassen.

Die Ethikkommission für automatisiertes und vernetztes Fahren hat in ihrem kürzlich vorgestellten Abschlusspapier gefordert, dass hochautomatisierte Fahrzeuge in Notsituationen autonom in einen "sicheren Zustand" gelangen müssen. "Eine Vereinheitlichung insbesondere der Definition des sicheren Zustands oder auch der Übergaberoutinen ist wünschenswert", heißt es weiter. Im Sinne der Verkehrssicherheit wäre es sicher besser, wenn ein hochautomatisiertes Auto im Notfall nicht auf der Überholspur stehen bleiben würde. Allerdings sind solche Notsysteme bei teilautomatisierten Fahrzeugen wie dem Q7, Teslas Model S oder der Mercedes E-Klasse bereits zugelassen.

 Neuer A8 vorgestellt: Audis Staupilot steckt noch im ZulassungsstauVorsprung nur als Versprechen 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 119,98€ (Release 04.10.)
  2. 119,90€
  3. täglich neue Deals bei Alternate.de
  4. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

bifi 09. Jul 2018

Bis 60 km/h. Und ja: das ist nichts ganz trivial, da es wesentlich mehr ist als &#8222...

bifi 09. Jul 2018

Wie alt ist dein Auto denn? Ich fahre einen Honda Accord von 2009, der hat Spurhalte und...

donadi 31. Aug 2017

Du hast es nicht mal geschafft den Artikel richtig und im korrekten Kontextbezug zu...

donadi 31. Aug 2017

Ach, der Quoten SUV-Spruch Aus Erfahrung, die meisten SUV Fahrer haben die Karren und...

eMvO 24. Jul 2017

Wenn irgendwann alle Autos mit solchen Systemen vollgestopft sind, besteht da nicht die...


Folgen Sie uns
       


Battlefield 5 Open Beta - Golem.de live

Ein Squad voller Golems philosophiert über Raytracing, PC-Konfigurationen und alles, was noch nicht so funktioniert, im Livestream zur Battlefield 5 Open Beta.

Battlefield 5 Open Beta - Golem.de live Video aufrufen
iPhone Xs, Xs Max und Xr: Wer unterstützt die eSIM in den neuen iPhones?
iPhone Xs, Xs Max und Xr
Wer unterstützt die eSIM in den neuen iPhones?

Apples neue iPhones haben neben dem Nano-SIM-Slot eine eingebaute eSIM, womit der Konzern erstmals eine Dual-SIM-Lösung in seinen Smartphones realisiert. Die Auswahl an Netzanbietern, die eSIMs unterstützen, ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz aber eingeschränkt - ein Überblick.
Von Tobias Költzsch

  1. Apple Das iPhone Xr macht's billiger und bunter
  2. Apple iPhones sollen Stiftunterstützung erhalten
  3. XMM 7560 Intel startet Serienfertigung für iPhone-Modem

Apple: iPhone Xs und iPhone Xs Max sind bierdicht
Apple
iPhone Xs und iPhone Xs Max sind bierdicht

Apple verdoppelt das iPhone X. Das Modell iPhone Xs mit 5,8 Zoll großem Display ist der Nachfolger des iPhone X und das iPhone Xs Max ist ein Plus-Modell mit 6,5 Zoll großem Display. Die Gehäuse sind sogar salzwasserfest und überstehen auch Bäder in anderen Flüssigkeiten.

  1. Apple iPhone 3GS wird in Südkorea wieder verkauft
  2. Drosselung beim iPhone Apple zahlt Kunden Geld für Akkutausch zurück
  3. NFC Yubikeys arbeiten ab sofort mit dem iPhone zusammen

Network Slicing: 5G gefährdet die Netzneutralität - oder etwa nicht?
Network Slicing
5G gefährdet die Netzneutralität - oder etwa nicht?

Ein Digitalexperte warnt vor einem "deutlichen Spannungsverhältnis" zwischen der technischen Basis des kommenden Mobilfunkstandards 5G und dem Prinzip des offenen Internets. Die Bundesnetzagentur gibt dagegen vorläufig Entwarnung.
Ein Bericht von Stefan Krempl

  1. T-Mobile US Deutsche Telekom gibt 3,5 Milliarden US-Dollar für 5G aus
  2. Ericsson Swisscom errichtet standardisiertes 5G-Netz in Burgdorf
  3. Masterplan Digitalisierung Niedersachsen will flächendeckende Glasfaserinfrastruktur

    •  /