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Durchaus ein Verkaufsargument: Mein Router hat mehr Antennen als deiner.
Durchaus ein Verkaufsargument: Mein Router hat mehr Antennen als deiner. (Bild: D-Link)

Also, was bringt's?

1,733 GBit/s werden voraussichtlich tatsächlich praxisrelevant, nicht jedoch über die volle Datenrate zum Client. Dafür braucht es nämlich in der Regel vier Antennen (4x4:4 bei 80 MHz, 256-QAM), und schon heute haben so manche Notebook-Hersteller Probleme mit der Integration von drei Antennen. Beim Smartphone ist das sogar kaum vorstellbar.

Dank Multi-User-MIMO kann der Router aber während eines Zeitschlitzes mehrere Clients versorgen. Er teilt damit, zumindest im Downstream, die Bandbreite auf, switcht gewissermaßen den Datenverkehr, statt, wie ein simpler Netzwerk-Hub, einfach alles überall hinzuschicken. Zudem können moderne Router Single-User-Clients von Multi-User-Clients trennen. Das heißt, selbst wenn der Nutzer von jedem Gerät nur eines hat: Er profitiert bei gleichzeitiger Datenübertragung. Wir gehen davon aus, dass das in diesem Jahr noch passiert, denn Geräte sind bereits angekündigt worden, wenn auch überwiegend für den chinesischen und japanischen Markt.

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160 MHz sind ein Problem im 5-GHz-Band

Ob andere Teile des neuen WLANs relevant werden, lässt sich im Moment nicht sagen. Eine Kanalbandbreite von 160 MHz, sei es aggregiert über zweimal 80 MHz oder auch über komplette 160 MHz, müsste erst einmal Unterstützung finden. Wir wären jedenfalls nicht erfreut, wenn wir in der Nachbarschaft so ein Netz sehen würden - es ist eine negative Entwicklung im 5-GHz-Band, das ursprünglich unheimlich viel Platz bot, zumindest, als eine Kanalbreite von 20 bis 40 MHz die Regel war.

Nun ist ein ac-Gerät auch sehr viel schneller fertig mit seiner Datenübertragung als alte n-Geräte, was letztendlich die Luft entlasten könnte. Doch wo Bandbreite ist, da wird sie auch ausgenutzt. Und wenn in Zukunft alle ihre 4K-Videostreams nicht per Kabel, sondern per WLAN zum Fernseher zu bringen, belastet das das Frequenzband.

Die Modulationsdichte braucht viele Access Points

Andere Techniken wie Broadcoms Modulation 1024-QAM in ac-Netzen alias Nitro-QAM, oder Turbo-QAM in n-Netzen, haben wohl wenig Zukunft und werden allenfalls zufällig unterstützt, wenn der Anwender etwa einen Router und ein Smartphone mit Broadcom-Chip hat. Der Kunde findet in der Regel nicht heraus, mit welcher Modulationsdichte seine Geräte gerade funken. Dafür fehlt es an Transparenz in Datenblättern und auch in den Service-Werkzeugen der Access Points. Negativ sollten sie sich wegen der Abwärtskompatibilität nicht auswirken.

Aber viel Sinn in der Praxis wird die Erhöhung der Modulationsdichte auch nicht ergeben. Mit 1.024 gleichzeitig darstellbaren Zuständen lassen sich natürlich noch mehr Daten zu einem Zeitpunkt übertragen, eine Vervierfachung ist aber nicht zu erwarten. Zudem sind die Anforderungen an die Signalqualität - wie schon bei 256-QAM - erheblich höher. Es braucht damit selbst in einer 3-4-Zimmer-Wohnung mitunter mindestens einen weiteren Access Point, um hohe Modulationsdichten halbwegs zu ermöglichen.

Was bleibt, sind zahlreiche Marketingphrasen. Die Leistung pro Stream ist es, worauf es ankommt. Doch das wird von den Herstellern kaum noch hervorgehoben. Und für Anwender ist es schon eine Herausforderung, die Anzahl der Streams eines Endgeräts herauszufinden.

Der Nutzer kauft, ohne durchzublicken

Die ganze Thematik hat eine Komplexität erreicht, die der reguläre Endanwender kaum verstehen kann. Zu viele Faktoren spielen mit. Doch die meisten Anwender kaufen einen Router und setzen ihn ein. Oder er wird vom Netzbetreiber gestellt. Wenn jetzt die Netzbetreiber auf die Idee kommen, ihre Internetanschlüsse mit superschnellem WLAN zu vermarkten, könnte das irgendwann zu einem Problem werden.

Wer tatsächlich Interesse an schnellem WLAN hat, der sollte angesichts der Preise um die 300 Euro für WLAN-Router derzeit einfach noch warten. Es bringt nichts, sich ein Gerät mit so viel oder gar zu viel Leistung ins Heim oder Büro zu stellen, bei dem zum einen ein Preisverfall zu erwarten ist und für das zum anderen die Gegenstellen noch fehlen. Zudem darf auch nicht die interne Hausverkabelung unterschätzt werden, die so hohe Bandbreiten parallel zu anderem Traffic durchbringen muss. 10GbE ist für den Privatanwender noch lange keine bezahlbare Option, auch wenn SSDs, USB 3.0 und nun auch WLAN-Access-Points Datenraten ermöglichen, die der Anwender nicht mehr komplett durchgeschaltet bekommt.

 Sinnvoll, aber noch für die Zukunft: Multi-User-MIMO

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mich 07. Aug 2015

Ich hab doch gar nicht behauptet, die Unterschiede zwischen 2,4 und 5GHz lägen an was...

WaldiBVB 05. Aug 2015

Eine ziemlich arrogante Sichtweise. Ich habe in den letzten Monaten viel rumprobiert um...

as (Golem.de) 28. Jul 2015

Hallo, Das ist ja leider ein internationales Problem. Nur weil hier ein Artikel erscheint...

GeeGee 23. Jul 2015

Der Unifi AP AC hat ein Dual Radio für 2,4 und 5 GHz und 3x3x3 Mimo mit bis zu 80MHz...

Gucky 23. Jul 2015

Das ist keine Drohne... das ist ganz und klar eine Spinne die an der Wand hängen wird und...



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