Sinnvoll, aber noch für die Zukunft: Multi-User-MIMO

Eine weitere Neuerung, die sich nun langsam in WLAN-Routern durchsetzt, ist Multi-User-MIMO. Wie der Name es schon andeutet, geht es darum, mehr als nur ein Gerät zu versorgen - und zwar gleichzeitig und nicht hintereinander. Das heißt: Die vorhandenen Streams, in Zukunft sogar bis zu acht Stück, können verteilt werden. Das ist ohnehin sinnvoll, denn Endgeräte mit 8 Streams sind derzeit weit entfernt von der Praxis. Selbst 3- und 4-Stream-Geräte sind selten. Die meisten Smartphones nutzen einen Stream. Zwei Streams sind für Tablets typisch, drei Streams bei Notebooks im Einsatz. Mehr, aber auch weniger kann je nach Gerätetyp durchaus üblich sein.

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Da ist schon ein 4-Stream-Access-Point interessant. Per MU-MIMO können beispielsweise zwei 1x1-Smartphones und ein 2x2-Tablet versorgt werden, ohne sich gegenseitig zu behindern. Selbst wenn nicht alle Geräte MU-MIMO können: Eine Gruppierung von SU-MIMO (Single User) und MU-MIMO ist prinzipiell möglich, denn der Router kann die Geräteart erkennen. In dem Beispiel könnte beispielsweise das Tablet ein SU-MIMO-Gerät sein. Der Router würde zwei der Streams dann den Smartphones zuweisen.

Wo sind die MU-MIMO-Geräte?

Doch MU-MIMO existiert derzeit überwiegend nur auf dem Papier. Nachfragen bei Routerherstellern zu Referenzgeräten werden üblicherweise nicht beantwortet. Nur Qualcomm konnte einige wenige Smartphones nennen, die MU-MIMO beherrschen, allerdings überwiegend Geräte für den südostasiatischen Markt: Geräte von Xiaomi, ZTE, LeTV, Sharp und Fujitsu. Einzig das HTC One M8s ist für den europäischen Markt relevant.

Es ist erstaunlich, dass MU-MIMO zwar überall angesprochen wird, doch Geräte Mangelware sind. Zudem konnte Qualcomm zwei Notebookhersteller nennen, die MU-MIMO in ihre Geräte verbauen: Die hierzulande nicht mehr relevanten Samsung-Neuankündigungen betrifft das genauso wie einzelne Laptops von Acers E-Serie. Für den Kunden ist das allerdings kaum herauszufinden, da selbst die technischen Datenblätter bei diesem Punkt nicht detailliert genug sind.

Es wird langsam voll im 5-GHz-Band

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In Grenzen sinnvoll ist zudem die optionale Erhöhung der Kanalbandbreite auf 160 MHz. Es klingt nach einem Horrorszenario, dass dies jemand in der Nachbarschaft mit Dutzenden sichtbaren WLAN-SSIDs nutzt - denn es ist nur Platz für zwei 160-MHz-Kanäle. Ähnlich der Carrier Aggregation bei LTE bieten einige Access Points zudem die Aufteilung der 160 MHz in zwei 80-MHz-Kanäle an. Qualcomm verspricht, dass das für Endkundenhardware problemlos ist. Der Vorteil von insgesamt 160 MHz liegt auf der Hand: Es braucht weniger Antennen und der Durchsatz je Stream wird erhöht. Damit würde ein 1x1-Smartphone satte 867 MBit/s erreichen.

Doch in der Praxis müssen die Kanäle erst einmal kollisionsfrei gefunden werden, auch wenn die 80+80-Aggregierung das erleichtern sollte. Die hohe Dämpfung von 5-GHz-Funknetzen ist dabei schon fast von Vorteil. In einem Bürokomplex könnte der Administrator durchaus in jedem Büro einen Access Point aufhängen. Eventuell lohnt es sich, die Leistung zu drosseln und abwechselnd die Kanäle zu bewegen. Die Verwendung von 160-MHz-Kanälen benötigt dann jedoch eine erhebliche Vorplanung.

Im Privatbereich sehen wir die Verwendung so breiter Kanäle kritisch. Die Praxis muss allerdings zeigen, ob durch die großflächige Verwendung wirklich Probleme entstehen.

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mich 07. Aug 2015

Ich hab doch gar nicht behauptet, die Unterschiede zwischen 2,4 und 5GHz lägen an was...

WaldiBVB 05. Aug 2015

Eine ziemlich arrogante Sichtweise. Ich habe in den letzten Monaten viel rumprobiert um...

as (Golem.de) 28. Jul 2015

Hallo, Das ist ja leider ein internationales Problem. Nur weil hier ein Artikel erscheint...

GeeGee 23. Jul 2015

Der Unifi AP AC hat ein Dual Radio für 2,4 und 5 GHz und 3x3x3 Mimo mit bis zu 80MHz...



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