Abo
  • Services:

Unnütze Erhöhung der Modulationsdichte

Den Broadcom-Strategen reichen die derzeitigen Geschwindigkeitssteigerungen im WLAN-Standard allerdings nicht. Das Unternehmen versucht, zusätzlich proprietär die Modulationsdichte im Raum zu erhöhen. Sprich: Es gibt mehr gleichzeitig darzustellende Zustände. Das wurde schon mit 802.11ac im Standard fixiert. Hier ist 256QAM vorgesehen statt 64QAM bei 802.11n, also eine Vervierfachung der Darstellung der Zustände. Und selbst das erhöht bereits die Ansprüche an Funknetze, denn um so viel Zustände zu übertragen, braucht es ein besseres Signal - und das im 5-GHz-Band, das unter einer stärkeren abstandsabhängigen Dämpfung leidet.

Stellenmarkt
  1. Phoenix Pharmahandel GmbH & Co KG, Mannheim
  2. Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg

Broadcom hat diese Vervierfachung auch auf 802.11n angewandt. TurboQAM nennt das Unternehmen dies und sorgt damit dafür, dass pro Stream prinzipiell 200 MBit/s bei 802.11n möglich sind. Das ist proprietär, doch es gibt WLAN-Adapter, die das beherrschen. Asus nannte uns beispielsweise die PCIe-Steckkarte PCE-AC68 als idealen Partner für 3-Stream-n-WLAN mit 256-QAM.

Auf Anfrage bei anderen Herstellern zeigt sich aber, dass es keine breite Unterstützung gibt. Weder Intel noch Qualcomm haben Pläne, das proprietäre TurboQAM umzusetzen.

Proprietäre Modulationen mit zweifelhaftem Nutzen

Noch weiter geht Broadcom mit NitroQAM. Auch bei 802.11ac wollen die Chipdesigner den Standard vervierfachen, um die Bandbreite um etwa 20 Prozent pro Stream zu erhöhen. Hier ist ebenfalls keine Unterstützung der Industrie zu erwarten. Qualcomm nannte im Gespräch mit uns 1024QAM sogar unnütz, da der Anwender praktisch neben dem Access Point stehen müsste.

Ganz so schlimm ist es nicht, da WLAN-Systeme bei schlechtem Empfang eine Reduktion der Modulationsdichte vorsehen und das auch tun. Allerdings erhöhen Techniken wie TurboQAM oder NitroQAM noch mehr den Abstand zwischen typischen erreichbaren Nettodatenraten aus der Praxis und Labornettodatenraten unter idealen Bedingungen. Zusammen mit dem Unterschied zwischen Brutto- und Nettodatenraten über die Luftschnittstelle stiftet das noch mehr Verwirrung.

 Das Ethernet kommt nicht mehr mitSinnvoll, aber noch für die Zukunft: Multi-User-MIMO 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6
  8.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 105,85€ + Versand
  2. 39,99€ statt 59,99€

mich 07. Aug 2015

Ich hab doch gar nicht behauptet, die Unterschiede zwischen 2,4 und 5GHz lägen an was...

WaldiBVB 05. Aug 2015

Eine ziemlich arrogante Sichtweise. Ich habe in den letzten Monaten viel rumprobiert um...

as (Golem.de) 28. Jul 2015

Hallo, Das ist ja leider ein internationales Problem. Nur weil hier ein Artikel erscheint...

GeeGee 23. Jul 2015

Der Unifi AP AC hat ein Dual Radio für 2,4 und 5 GHz und 3x3x3 Mimo mit bis zu 80MHz...

Gucky 23. Jul 2015

Das ist keine Drohne... das ist ganz und klar eine Spinne die an der Wand hängen wird und...


Folgen Sie uns
       


Microsoft Adaptive Controller - Hands on

Im Rahmen der Build 2018 konnten wir den Adaptive Controller von Microsoft ausprobieren, ein Hardware-Experiment, das Menschen mit Einschränkungen das Spielen ermöglicht.

Microsoft Adaptive Controller - Hands on Video aufrufen
Noctua NF-A12x25 im Test: Spaltlos lautlos
Noctua NF-A12x25 im Test
Spaltlos lautlos

Der NF-A12x25 ist ein 120-mm-Lüfter von Noctua, der zwischen Impeller und Rahmen gerade mal einen halben Millimeter Abstand hat. Er ist überraschend leise - und das, obwohl er gut kühlt.
Ein Test von Marc Sauter

  1. NF-A12x25 Noctua veröffentlicht fast spaltlosen 120-mm-Lüfter
  2. Lüfter Noctua kann auch in Schwarz
  3. NH-L9a-AM4 und NH-L12S Noctua bringt Mini-ITX-Kühler für Ryzen

Kailh KS-Switch im Test: Die bessere Alternative zu Cherrys MX Blue
Kailh KS-Switch im Test
Die bessere Alternative zu Cherrys MX Blue

Der chinesische Hersteller Kailh fertigt seit fast 30 Jahren verschiedenste Arten von Schaltern, unter anderem auch Klone von Cherry-MX-Switches für Tastaturen. Der KS-Switch mit goldenem Stempel und markantem Klick ist dabei die bessere Alternative zu Cherrys eigenem MX Blue, wie unser Test zeigt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple-Patent Krümel sollen Macbook-Tastatur nicht mehr stören
  2. Tastaturen Matias bringt Alternative zum Apple Wired Keyboard
  3. Rubberdome-Tastaturen im Test Das Gummi ist nicht dein Feind

Highend-PC-Streaming: Man kann sogar die Grafikkarte deaktivieren
Highend-PC-Streaming
Man kann sogar die Grafikkarte deaktivieren

Geforce GTX 1080, 12 GByte RAM und ein Xeon-Prozessor: Ab 30 Euro im Monat bietet ein Startup einen vollwertigen Windows-10-Rechner im Stream. Der Zugriff auf Daten, Anwendungen und Games soll auch unterwegs mit dem Smartphone funktionieren.
Von Peter Steinlechner

  1. Golem.de-Livestream Halbgott oder Despot?
  2. Rundfunk Medienanstalten wollen Bild Livestreaming-Formate untersagen
  3. Illegale Kopien Deutsche Nutzer pfeifen weiter auf das Urheberrecht

    •  /