Neue Strategie: Telefónica-Deutschland-Chef Haas wohl vor Ablösung

Telefónica-Deutschland-Chef Markus Haas steht offenbar vor einer überraschenden Ablösung durch die spanische Konzernführung. Das erfuhr das Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) aus informierten Unternehmenskreisen. Erst im Februar war der Vertrag mit Haas um weitere drei Jahre bis Ende 2028 verlängert worden.
Auch andere Topmanager der Landesgesellschaft sollen ihren Job verlieren. Den Informationen zufolge steht Alfons Lösing, Vorstand für Drittfirmenbeziehungen, ebenfalls vor der Ablösung. Jörg Kablitz, der bislang für den Zahlungsdienstleister Paypal das Deutschlandgeschäft führt, sei in der Zentrale in München bereits als Nachfolger vorgestellt worden.
Der neue Chef der spanischen Telefónica Group, Marc Murtra, wolle mit einer personellen Neuaufstellung in Deutschland Anfang November eine neue Strategie für den gesamten Konzern präsentieren. Über einen Streit zwischen Haas und der Konzernzentrale in Madrid wurde bislang nichts bekannt.
Neuer Konzernchef startet mit Massenentlassungen
Die spanische Zeitung Expansion(öffnet im neuen Fenster) meldete am Montag unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen, dass in Spanien bis Jahresende mindestens 6.000 Beschäftigte in mehreren Einheiten der Telefónica entlassen werden sollten. Die Gesamtzahl könne auf 7.000 der weltweit rund 100.000 Beschäftigten steigen.
Am 6. Oktober 2025 erklärte das Unternehmen(öffnet im neuen Fenster) , in seinem 5G-Netz in Deutschland erstmals mehr als 1 Milliarde Gigabyte Daten in zwölf Monaten transportiert und damit die Exabyte-Grenze bei 5G durchbrochen zu haben. Aktuell überträgt das Netz von O2 Telefónica pro Tag rund drei Millionen Gigabyte über 5G. Insgesamt werden die 5G-Netze in Deutschland noch relativ wenig genutzt, der Großteil des Datentraffics läuft weiter über LTE.