Neue Strategie: Meta stutzt das Metaverse zusammen

Meta hat seine Pläne für das Metaverse konkretisiert. Der Fokus verschiebt sich weg von einer futuristischen, VR-zentrierten Welt hin zu pragmatischeren, früher kommerziell verwertbaren Technologien wie künstlicher Intelligenz (KI), mobilen Erlebnissen und tragbaren Geräten.
Virtual Reality bleibt zwar Teil des Portfolios, steht aber nicht mehr im Zentrum der Wachstumsstrategie – anders als jahrelang von Firmenchef Mark Zuckerberg verkündet.
Auslöser für den Kurswechsel dürften vor allem die seit Jahren hohen Verluste im Reality-Labs-Bereich sein.
Die Sparte, die Metas Metaverse-Vision mit VR-Headsets und Plattformen wie Horizon vorantreibt, häufte in den vergangenen Jahren mehr als 60 Milliarden Dollar Verlust an, ohne dass sich daraus ein tragfähiges Geschäft entwickelt hätte.
Ausrichtung auf den Meta-Markt
Meta-Technikchef Andrew Bosworth räumte nun laut dem Magazin Source(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) ein, dass sich der VR-Markt deutlich langsamer entwickle als erhofft und Investitionen deshalb neu priorisiert würden.
Im Zuge der Neuausrichtung wurden bereits Stellen gestrichen. Rund 10 Prozent der Belegschaft von Reality Labs , je nach Bericht etwa 1.000 bis 1.500 Jobs, fielen weg, vor allem in Teams in den Bereichen VR-Hardware, Metaverse-Software und in internen VR-Studios.
Die Kürzungen gelten jedoch weniger als reines Sparprogramm, sondern als Teil einer größeren Umschichtung hin zu Bereichen mit besseren Marktchancen.
Auch inhaltlich richtet Meta das Metaverse neu aus. Plattformen wie Horizon sollen künftig stärker auf Smartphones und klassische Endgeräte (also nicht nur VR-Headsets) zugeschnitten werden, um mehr Nutzer zu erreichen. Mehr Projekte mit externen Partnern
Gleichzeitig fährt das Unternehmen eigene Produktionen zurück und setzt stärker auf externe Entwickler und Partner, berichtet unter anderem CNBC(öffnet im neuen Fenster) .
Ebenfalls rücken AR-Geräte und KI-gestützte Wearables in den Vordergrund, etwa die Smartglasses aus der Kooperation mit Ray-Ban. Sie sollen schneller Akzeptanz finden und konkreten Alltagsnutzen bieten. Außerdem investiert Meta massiv in KI-Funktionen für seine bestehenden Apps und Dienste.