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Neue Strategie: Dell wird zu Dell Technologies und EMC zu Dell EMC

Bisher hat Dell zugekaufte Unternehmen meist ins Unternehmen integriert. Auf der EMC World hat Firmenchef Michael Dell angekündigt, dass es mit EMC anders laufen wird. Damit soll vor allem Hewlett Packard Enterprise einen ernstzunehmenden Konkurrenten bekommen.

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Die Umbenennung von Dell hat Michael Dell auf der EMC World bekanntgegeben.
Die Umbenennung von Dell hat Michael Dell auf der EMC World bekanntgegeben. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Dell bekommt nach der Zusammenlegung mit EMC einen neuen Namen: Dell Technologies, wie der Dell-Chef Michael Dell persönlich auf der EMC World in Las Vegas verkündet hat. Die neue Firma wird künftig die Produkte von Dell und EMC entwickeln und verkaufen.

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Die Kernmarken werden dabei bestehen bleiben. Dell-Rechner werden weiterhin unter der regulären Dell-Marke verkauft. EMCs Speicherprodukte hingegen werden zukünftig als Dell EMC vermarktet. Die Serverlösungen von Dell werden ebenfalls zu einem Teil von Dell EMC, das damit der direkte Konkurrent von Hewlett Packard Enterprise (HPE) werden soll. Wie HPE wäre Dell Technologies damit in der Lage, eine wachsende Firma länger zu begleiten.

Andere in letzter Zeit hinzugekaufte Unternehmensteile behalten ihre Identität: RSA, VMware, Pivotal, Secureworks und Virtustream bleiben eigene Marken, nur unter dem Dach von Dell Technologies. Dell wird EMCs Strategie beibehalten und die einzelnen Unternehmensteile unabhängig arbeiten lassen. Pivotal etwa, so versicherte Michael Dell, werde weiterhin so arbeiten wie bisher als Teil von EMC. Interne Struktur und die Marke bleiben erhalten. Bisher hatte Dell seine Zukäufe oft stark ins Unternehmen integriert.

Dell wird zum langfristigen Partner

Die Strategie für Dell Technologies ist der von Hewlett-Packard entgegengesetzt, das sich in HP Inc. und HPE aufgespaltet hat. Michael Dell zeigte vor rund 10.000 Teilnehmern durchaus Schadenfreude: Während das neue Dell wächst, hat das ehemalige HP seine Schwierigkeiten und verliert laut Michael Dell Marktanteile an sein Unternehmen.

Ein Vorteil von Dell Technologie soll sein, dass EMC nun Zugriff auf die Vertriebsstrukturen, die Kunden und den Komponenteneinkauf der alten Dell haben wird. Dell hofft, dass dadurch die Marktanteile gerade bei neuen Techniken gesteigert werden. Eigenen Angaben zufolge ist EMC bereits mit 40 Prozent im Flash-Bereich bei Storage-Lösungen Marktführer und hat 2016 - wie die Konkurrenz - als das Jahr für All-Flash-Lösungen ausgerufen. Das bedeutet jedoch keine Abkehr von Festplatten, wie das neue Unity-Produkt zeigt, das es auch als Hybrid-Storage geben wird. Herkömmliche, festplattenbasierte Produkte wird Dell, später als Dell EMC, weiter anbieten.

Vorteile dürften sich auch bei Produkten ergeben, die als Converged Infrastructure vermarktet werden. Diese Gesamtlösungen werden jetzt überwiegend von einem Unternehmen bestückt. Da Dell aber im Unterschied zu HPE (Aruba Networks) keine leistungsfähige Netzwerksparte hat, bleibt beispielsweise Cisco Partner für VXRack-Systeme von EMC.

Wann Dell Technologies als Firma entstehen wird, ist noch nicht exakt bekannt. Es sind noch einige Regulierungsangelegenheiten mit unterschiedlichen Behörden zu lösen, darunter auch mit der VR China. Probleme erwarten Dell und EMC nicht, da sich das Angebot der beiden Firmen nur geringfügig überschneidet. Es wird aber trotzdem Entlassungen durch die Umstrukturierung geben. Wie viele Personen entlassen werden, wollte EMC auf der EMC World nicht sagen. Voraussichtlich im vierten Quartal wird der Prozess der Übernahme abgeschlossen sein und EMC wird genauso wie Dell eine Firma in privatem Besitz sein.



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