Neue Stargate-Serie: Emmerich und Devlin als ausführende Produzenten gelistet
Die Produzenten Roland Emmerich und Dean Devlin werden bei der neuen Stargate-Serie von Amazon MGM Studios erstmals als Executive Producer geführt. Ihre Beteiligung habe jedoch vor allem rechtliche Gründe und sei nicht als kreative Rückkehr zu verstehen, erklärte Devlin im Podcast Dropping Names with Brent and Jonny mit Brent Spiner und Jonathan Frakes laut einem Bericht der Website Bloody-Disgusting(öffnet im neuen Fenster).
Folge des US-Urheberrechts
Emmerich und Devlin hatten das ursprüngliche Drehbuch zum Film Stargate geschrieben, den Emmerich auch inszenierte. Der Film wurde unabhängig produziert und erst kurz vor dem Kinostart an das damalige Studio Metro-Goldwyn-Mayer verkauft. Dieses sicherte sich damit die Rechte am Franchise und entwickelte später Serienableger wie Stargate SG-1 – ohne direkte Beteiligung der ursprünglichen Autoren.
Mit der nun geplanten neuen Live-Action-Serie unter Leitung von Martin Gero tauchen Emmerich und Devlin wieder in den Credits auf. Laut Devlin ist das jedoch vor allem eine Folge des US-Urheberrechts. Dieses ermöglicht es Urhebern, nach einer bestimmten Frist, in der Regel 35 Jahre, Rechte an zuvor verkauften Werken zurückzufordern.
Da der ursprüngliche Film 1994 entstand, nähert sich diese Frist. Eine Regelung im US-Copyright-Act von 1976 erlaubt es Kreativen, die Kontrolle über ihre Werke teilweise zurückzuerlangen, um neue Verträge auszuhandeln. Um diese Situation zu klären, trafen Emmerich und Devlin offenbar eine Vereinbarung mit Amazon MGM Studios.
Kein inhaltlicher Einfluss
Nach Devlins Darstellung dient der neue Deal dazu, die Rechte am Franchise weiterhin exklusiv beim Studio zu bündeln. Im Gegenzug werden die ursprünglichen Autoren als Executive Producer geführt. Inhaltlich sollen sie jedoch keinen Einfluss auf die neue Serie haben, da diese auf den späteren Serienformaten aufbaut.



