Neue Spezifikation: Bluetooth 4.2 wird schneller und sicherer

Die Bluetooth-SIG hat Version 4.2 des Funkstandards verabschiedet. Vor allem das sparsame Bluetooth LE wird erweitert: Bis zu 2,5 mal so schnell soll es werden. Für das Internet der Dinge beherrscht Bluetooth bald das Protokoll IP und besser verschlüsselte Verbindungen.

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Logo des Gremiums (Bild: Bluetooth SIG)

Das Branchengremium Bluetooth-SIG hat sich auf die Version 4.2 des Nahbereichfunks geeinigt. Einen Termin für erste Geräte gibt es noch nicht, aber die jetzige Ankündigung lässt darauf schließen, dass auf den nächsten Messen CES und MWC Anfang 2015 Produkte mit Bluetooth 4.2 vorgestellt werden.

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Vor allem beim sich unter anderem durch Smartwatches verbreitenden Bluetooth Low Energy (LE) alias Bluetooth Smart sieht Version 4.2 Veränderungen vor. Durch größere Pakete soll der Durchsatz des bisher langsamen LE um den Faktor 2,5 erhöht werden. Die Pakete sind sogar zehnmal so lang wie bisher, diese Zahl dürften die Marketingabteilungen der Gerätehersteller wohl eher verwenden.

Dass Bluetooth Smart insgesamt zehnmal so schnell wird, geht aus den Unterlagen zum neuen Standard aber nicht hervor. In einer Übersicht (PDF) schreibt die Bluetooth-SIG aber als Beispiel, dass das Update einer Firmware per Funk 2,5 Mal so schnell ablaufen soll.

Nicht nur für Bluetooth Smart, was laut einer FAQ (PDF) vor allem als Marke für den sparsamen Funk verwendet werden soll, sondern auch für andere Profile von Bluetooth ist eine erweiterte Verschlüsselung vorgesehen. Die SIG spricht bisher öffentlich nur davon, dass sie den FIPS-Normen der USA entsprechen soll. AES mit langen Schlüsseln ist aber mehr als wahrscheinlich eine der unterstützten Verschlüsselungen.

IPv6 per Bluetooth

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Für das Internet der Dinge (IoT) ist der Adressraum IPv6 entscheidend - und den beherrscht nun auch Bluetooth 4.2. Dabei wird auch das IP-Protokoll über Bluetooth-Verbindungen mit neuen Profilen in erweiterter Form unterstützt. Eines davon ist das Internet Protocol Support Profile (IPSP).

Wie Golem.de bereits beschrieben hat, ist die Versionsnummer einer Bluetooth-Version kein sicherer Hinweis auf die unterstützten Funktionen. Die SIG weist nun darauf hin, dass die LE- beziehungsweise Smart-Features weiterhin optional seien. Wer also eine Smartwatch - die in der Regel LE beherrscht - mit einem Smartphone koppeln will, sollte auf die sparsame Version achten. Sonst sind die Akkus beider Geräte schneller leer als nötig.

Es ist weiterhin nicht vorgesehen, dass ein Gerät mit Bluetooth 4.2 auch LE beherrschen müsse. Daher pocht die SIG auch so auf die Marke Bluetooth Smart, welche die Geräteanbieter bewerben sollen. Wie auch bisher gilt, dass Geräte mit Bluetooth 4.2 abwärtskompatibel bleiben, ältere Pairing-Partner mit einer kleineren Versionsnummer können dabei aber die neuen Funktionen eines 4.2-Geräts nicht nutzen.

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