Fragen, welche Ideen die Mitarbeiter haben

Bei allen IT-Projekten müssen wir zwei Frage beantworten: Wie trägt das Projekt zum Unternehmenserfolg bei? Und: Welchen Nutzen hat das Projekt für die Anwender?

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Die Anwender sind entweder Kunden des Unternehmens (zum Beispiel bei der Einführung einer neuen Shopping-Lösung) oder die Mitarbeiter (zum Beispiel bei der Einführung einer neuen ERP-Lösung). Der Mehrwert für die Anwender startet bereits beim Design beziehungsweise der Auswahl der Lösung. Die zukünftigen Anwender werden zu unterschiedlichen Phasen in das Projekt einbezogen und ihre Rückmeldungen haben Einfluss auf die weitere Projektarbeit

  • bei der Softwareauswahl
  • bei der Softwarearchitektur
  • bei der Implementierung beziehungsweise der Umsetzung
  • in der Testphase
  • bei der Inbetriebnahme
  • in der Optimierungsphase

Agile Vorgehensmodelle wie zum Beispiel Scrum sehen die Rolle des Anwenders als Projektmitglied ganz bewusst bereits vor. Diese Vorgehensweise kann durch interaktive Workshops ergänzt werden. Dabei sind in den letzten Jahren zwei Vorgehensweisen stark verbreitet worden:

Design Thinking (DT) als Werkzeugkasten für die Softwareauswahl und die Gestaltung der Lösung. Design Thinking ist eine systematische Herangehensweise an komplexe Problemstellungen aus allen Lebensbereichen. Dabei stehen Nutzerwünsche und -bedürfnisse sowie nutzerorientiertes Erfinden im Zentrum. Design Thinker schauen durch die Brille des Nutzers auf das Problem und begeben sich dadurch in die Rolle des Anwenders. In DT-Workshops arbeiten interdisziplinäre Teams von fünf bis zehn Personen zusammen.

Zu Beginn wird der Problemraum - also die tatsächliche Anforderung - genau untersucht. Erst wenn das Problem wirklich verstanden ist, wendet sich der Prozess der Lösung zu. DT arbeitet sehr iterativ und bezieht immer wieder den Blickwinkel des Endanwenders mit ein. Dadurch entstehen häufig Lösungen, die kreativ und nahe am Anwender sind.

In Bezug auf das Homeoffice-Beispiel von oben könnte eine mögliche DT-Herausforderung sein: "Wie können wir unsere Anwesenheitsquote im Büro auf weniger als 50 Prozent reduzieren und gleichzeitig die gefühlte Kollaboration im Team verbessern?"

Als Ergänzung bezieht User Centric Design die Anwender bei der Oberflächenarchitektur stark mit ein. In mehreren Iterationen werden mit den Fachanwendern die Oberfläche und der Prozess in der Anwendung gestaltet. Diese Vorgehensweise eignet sich vor allem für die Entwicklung von Individualsoftware, die besonders an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst wird.

IT wird vom Umsetzer zum Begleiter

Veränderungen erfordern das Überwinden der inneren Trägheit. Sie erfordern Energie und Mut, sich einer unbekannten Zukunft zu stellen. Durch die richtige Begleitung können Anwender dabei unterstützt und zu neuen Lösungen befähigt werden.

Dabei verändert sich langsam auch die Rolle der IT-Projektteams. In zu vielen Projekten ziehen sich IT-Teams noch auf ihre Rolle als Umsetzer zurück. Dabei ist die technische Umsetzung nur ein Teil des Erfolges. Noch mehr als in der Vergangenheit entwickelt sich die Rolle der IT zum Sparringspartner und Begleiter für den Fachbereich. Sonst werden Anwender alleingelassen und akzeptieren die Änderungen nicht. Daran können Projekteinführungen scheitern.

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rubberduck09 28. Mai 2020

Also ich finde deine Haltung eine Frechheit gegenüber den Mitarbeitern. Natürlich muss...

Pantsu 20. Mai 2020

Man will halt irgendwann seine Ruhe. Stell dir vor, du musst 8 Stunden oder noch mehr...

User_x 20. Mai 2020

Auf Vertrautheit spielt auch die Werbung an, doch die Relation fehlt in der Gleichung...

Pantsu 19. Mai 2020

"Sie sind einer von den beiden, die wegen der neuen Software gehen müssen!" "Treffen Sie...

Hyde Mr 19. Mai 2020

mir ist abgeholt zu passive für die MitarberterInnen (MA). Wenigstens eine...


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