Neue Richtlinien: Google will Werber besser vor Hass-Webseiten schützen
In seinem Firmenblog(öffnet im neuen Fenster) hat Google bekanntgegeben, in Zukunft mehr zu unternehmen, um seine Werbekunden vor Webseiten mit fremdenfeindlichen, rassistischen, homophoben oder sonstigen menschenverachtenden Inhalten zu schützen. In der Vergangenheit sind durch Googles Werbenetzwerk Anzeigen von Kunden neben Inhalten aufgetaucht, die sich nicht mit den Ansichten anderer Werbekunden vereinbaren lassen.
Neue Maßnahmen sollen Risiko für Werber verringern
Grundsätzlich will Google die Schwelle senken, derer zufolge Webinhalte als hasserfüllt, beleidigend oder abwertend gelten. Dies soll dazu führen, dass Werbeanzeigen schneller entfernt werden, wenn sie neben Inhalten stehen, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihres Geschlechts oder vergleichbarer Kategorien beleidigen.
Zudem soll es Werbekunden ermöglicht werden, in den Voreinstellungen genauer festzulegen, wo ihre Anzeigen erscheinen sollen. Die Standardeinstellung ist jetzt enger definiert, es werden also mehr Seiten als bisher als möglicherweise unpassend herausgefiltert. Außerdem können Werbekunden einfacher als zuvor bestimmte Seiten direkt aus der Auswahl möglicher Werbeorte herausnehmen.
Künftig sollen Kunden zudem die Möglichkeit haben, schneller auf Seiten hinzuweisen, von denen ihre Anzeigen entfernt werden sollen. Die Kombination der neuen Maßnahmen soll das Risiko minimieren, dass Werbeanzeigen auf Internetseiten erscheinen, die nicht zur Firmenpolitik des Werbers passen.
Google geht den letzten Schritt nicht
Bestimmte Seiten, die für Hassinhalte bekannt sind, sind also grundsätzlich immer noch nicht von Googles Werbenetzwerk ausgeschlossen. Bis Anfang Februar 2017 haben beispielsweise 935 Unternehmen die Internetseite Breitbart.com als Werbeziel entfernt(öffnet im neuen Fenster), unter anderem das Werbenetzwerk AppNexus(öffnet im neuen Fenster). Mit Googles neuen Maßnahmen können Unternehmen zumindest leichter verhindern, dass ihre Anzeigen bei Breitbart.com erscheinen – möglich ist es aber immer noch. Die Seite gilt als Sprachrohr der rechtsradikalen Alt-Right-Bewegung.
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