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Neue Regelung: Die US-Regierung mag keine Start-Stopp-Automatik

Die US-Umweltbehörde schafft Vorteile ab, die Autohersteller durch eine Start-Stopp-Automatik erhalten – weil Autofahrer diese "nicht mögen" .
/ Tobias Költzsch
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Bei vielen Autos lässt sich die Start-Stopp-Automatik deaktivieren. Sie schaltet sich aber immer wieder ein. (Bild: Pexels)
Bei vielen Autos lässt sich die Start-Stopp-Automatik deaktivieren. Sie schaltet sich aber immer wieder ein. Bild: Pexels / Pexels-Lizenz

Die US-Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency) hat eine Regelung abgeschafft(öffnet im neuen Fenster) , nach der Autohersteller Treibhausgas-Credits für den Einbau einer Start-Stopp-Automatik erhalten. Entsprechend haben Autofabrikanten in den USA keinen direkten Vorteil mehr vom Einbau.

Hintergrund ist ein System, bei dem Autohersteller eine Strafe zahlen müssen, wenn ihre Fahrzeuge einen gewissen Treibhausgas-Standard nicht einhalten. Mit dem Einbau verschiedener benzinsparender Funktionen können Unternehmen dieses Limit erhöhen. Für den Einbau einer Start-Stopp-Automatik gibt es keine Credits mehr.

Die US-Regierung unter Donald Trump scheint sich davon zu erhoffen, dass Autohersteller keine Start-Stopp-Automatik mehr verbauen. EPA-Chef Lee Zeldin schreibt, die Funktion beschädige die Batterien von Autos. Das stimmt nicht, wie unter anderem das US-amerikanische Verbraucherschutzmagazin Consumer Reports(öffnet im neuen Fenster) bestätigt.

Autos mit Start-Stopp-Automatik sparen vor allem in der Stadt Sprit

Autos mit Start-Stopp-Automatik haben in der Regel eine leistungsfähige Batterie, die mit den häufigeren Starts zurechtkommt. Auch gegen andere mögliche Nachteile wie etwa Motorenverschleiß sind diese Fahrzeuge in der Regel geschützt. So ist etwa der Anlasser leistungsfähiger.

Zeldin will während seiner Reisen durch die 50 US-Bundesstaaten von vielen Menschen gehört haben, dass sie die Start-Stopp-Automatik nicht mögen würden. Entsprechend werden jetzt die Credits abgeschafft für eine Funktion, die angeblich "jeder hasst" . Die Maßnahme reiht sich ein in eine Reihe von Entscheidungen der US-Regierung, die den Klimaschutz aufweichen und sogar in den Grundfesten erschüttern(öffnet im neuen Fenster) .

Der ADAC nennt laut Auto Motor Sport(öffnet im neuen Fenster) eine jährliche Ersparnis von 15 Prozent der Spritkosten. Vor allem im Stadtverkehr lässt sich mit einer Start-Stopp-Automatik Geld sparen, da häufig an roten Ampeln länger angehalten wird.


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