Prime-Video-App verliert Prime-Banderole

In der neuen Oberfläche von Prime Video vermischt Amazon weiterhin Abo-Inhalte von Prime Video mit Kauf- und Leihtiteln, die zusätzliche Gebühren kosten. In der Merkliste und bei den Suchergebnissen kommen zur weiteren Verwirrung noch die Inhalte von Freevee dazu, also von Filmen und Serien mit Werbeunterbrechungen.

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Wie bei Netflix oder Wow ändert sich der Katalog von Prime Video nahezu täglich. Es kommen Filme und Serien dazu, andere Inhalte verschwinden aus dem Abo. Der Katalog von Prime Video ändert sich dynamisch, so dass es passieren kann, dass ein vor einigen Wochen oder Monaten vorgemerkter Film nicht mehr im Prime-Abo enthalten ist, wenn Abonnenten ihn später anschauen wollen. Nicht nur deswegen wäre es für Abonnenten wünschenswert, nur die Inhalte angezeigt zu bekommen, die im Abo enthalten sind.

Eine solche, von vielen Abonnenten etwa in Foren immer wieder gewünschte Option gibt es in der neuen Prime-Video-App auf Streaming-Geräten weiterhin nicht. Es gab einen solchen Schalter auf Smartphones und Tablets, aber die Filtermöglichkeit wurde mit dem Update der Prime-Video-App entfernt.

Amazon entfernt Prime-Banderole bei weiteren Geräten

Bislang hatten Filme und Serien im Abo eine Prime-Banderole, womit sie auf einen Blick als Abo-Inhalte erkennbar waren. Diese sichtbare Markierung gibt es in der neuen Version von Prime Video nicht mehr. Auf Fire-TV-Geräten wurde die Prime-Markierung bereits 2016 aus der Oberfläche entfernt. Nun verschwindet die praktische Markierung auch bei allen übrigen Geräten, auf denen Prime Video läuft.

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Markiert sind nun die Kauf- und Leihtitel. Sie tragen in allen Bereichen der Prime-Video-App unter dem Icon einen Schriftzug, wonach der Titel ausgeliehen oder digital gekauft werden kann - ein klarer Vorzug gegenüber der Fire-TV-Oberfläche, in der eine solche Kennzeichnung fehlt. Umgekehrt heißt das aber nicht, dass alle nicht markierten Titel zum Abo gehören. Sie können genauso gut zu Freevee gehören, denn die Freevee-Inhalte haben ebenfalls keine Markierung - das Problem zeigt sich in der Merkliste und den Suchergebnissen. Ob Freevee oder Abo ist erst in den Details zu sehen.

Integration von Freevee-Inhalten bringt weitere Probleme

Damit ist der Katalog von Prime Video noch unübersichtlicher geworden - vor allem für Nutzer, die keine Inhalte mit Werbeunterbrechungen anschauen möchten. Es ist ärgerlich, dass Amazon die eindeutige Prime-Markierung zugunsten dieser Unübersichtlichkeit aufgegeben hat.

  • Prime Video hat eine neue Oberfläche. (Screenshot: Golem.de)
  • Prime Video hat zum Teil neue große Cover-Bilder, die dann entsprechend viel Platz einnehmen. (Screenshot: Golem.de)
  • In der Hauptansicht von Prime Video gibt es weiter sonst meist die bisherigen kleineren Cover-Bilder. (Screenshot: Golem.de)
  • In der Hauptansicht werden weiterhin munter Prime-Abo-Inhalte mit Kauf- und Leihtiteln gemischt. (Screenshot: Golem.de)
  • Ein Menü an der linken Seite zeigt die verschiedenen Rubriken von Prime Video. (Screenshot: Golem.de)
  • Bei Prime Video gibt es eine eigene Rubrik für Kauf- und Leihtitel. Ein Bereich nur für Prime-Video-Abo-Inhalte fehlt. (Screenshot: Golem.de)
  • Zum Teil werden die gleichen Inhalte an mehrere Stellen bei Prime Video beworben. (Screenshot: Golem.de)
  • Der werbefinanzierte Dienst Freevee ist mit einer eigenen Rubrik in Prime Video integriert. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Freevee-Rubrik innerhalb von Prime Video (Screenshot: Golem.de)
  • In der Merkliste von Prime Video werden auch Freevee-Inhalte aufgenommen. Einer der hier sichtbaren Titel ist ein Freevee-Film. Welcher ist es wohl? (Screenshot: Golem.de)
  • Suchfunktion von Prime Video (Screenshot: Golem.de)
  • In den Suchergebnissen von Prime Video sind lediglich die Kauf- und Leihtitel markiert. Abo-Inhalte sind nicht von Freevee-Inhalten zu unterscheiden. (Screenshot: Golem.de)
  • Nur in der Suche lassen sich innerhalb von Prime Video Kauf- und Leihtitel ausblenden. (Screenshot: Golem.de)
  • In diesem Suchergebnis sind zwei Freevee-Titel dabei, erkennbar ist es allerdings nicht. (Screenshot: Golem.de)
  • Erst beim Aufrufen der Details eines Titel wird erkennbar, ob dieser zum Abo von Prime Video oder zu Freevee gehört. (Screenshot: Golem.de)
In der Merkliste von Prime Video werden auch Freevee-Inhalte aufgenommen. Einer der hier sichtbaren Titel ist ein Freevee-Film. Welcher ist es wohl? (Screenshot: Golem.de)

Das gilt auch für die Suche: Zwar bietet sie als einziger Bereich in der Prime-Video-App eine Filterfunktion, die ist aber nicht gerade nutzerfreundlich integriert. Denn nach der Eingabe eines Suchbegriffs erhalten wir die Option "für mich kostenlos". Das bedeutet aber keinesfalls, dass nur noch Prime-Abo-Inhalte angezeigt werden. Stattdessen landen alle Freevee-Inhalte mit in den Suchergebnissen.

Die Filterfunktion in der Suche hat Tücken

Somit fehlt also auch in der Suche ein Filter, um sich nur die Abo-Inhalte von Prime Video anzeigen zu lassen. Abgesehen davon ist der Kostenlosfilter unfassbar schlecht implementiert. Er kann nicht dauerhaft aktiviert werden, sondern muss nach jeder weiteren Suchanfrage erneut angewählt werden. Unpraktischer geht es kaum noch.

  • Prime Video hat eine neue Oberfläche. (Screenshot: Golem.de)
  • Prime Video hat zum Teil neue große Cover-Bilder, die dann entsprechend viel Platz einnehmen. (Screenshot: Golem.de)
  • In der Hauptansicht von Prime Video gibt es weiter sonst meist die bisherigen kleineren Cover-Bilder. (Screenshot: Golem.de)
  • In der Hauptansicht werden weiterhin munter Prime-Abo-Inhalte mit Kauf- und Leihtiteln gemischt. (Screenshot: Golem.de)
  • Ein Menü an der linken Seite zeigt die verschiedenen Rubriken von Prime Video. (Screenshot: Golem.de)
  • Bei Prime Video gibt es eine eigene Rubrik für Kauf- und Leihtitel. Ein Bereich nur für Prime-Video-Abo-Inhalte fehlt. (Screenshot: Golem.de)
  • Zum Teil werden die gleichen Inhalte an mehrere Stellen bei Prime Video beworben. (Screenshot: Golem.de)
  • Der werbefinanzierte Dienst Freevee ist mit einer eigenen Rubrik in Prime Video integriert. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Freevee-Rubrik innerhalb von Prime Video (Screenshot: Golem.de)
  • In der Merkliste von Prime Video werden auch Freevee-Inhalte aufgenommen. Einer der hier sichtbaren Titel ist ein Freevee-Film. Welcher ist es wohl? (Screenshot: Golem.de)
  • Suchfunktion von Prime Video (Screenshot: Golem.de)
  • In den Suchergebnissen von Prime Video sind lediglich die Kauf- und Leihtitel markiert. Abo-Inhalte sind nicht von Freevee-Inhalten zu unterscheiden. (Screenshot: Golem.de)
  • Nur in der Suche lassen sich innerhalb von Prime Video Kauf- und Leihtitel ausblenden. (Screenshot: Golem.de)
  • In diesem Suchergebnis sind zwei Freevee-Titel dabei, erkennbar ist es allerdings nicht. (Screenshot: Golem.de)
  • Erst beim Aufrufen der Details eines Titel wird erkennbar, ob dieser zum Abo von Prime Video oder zu Freevee gehört. (Screenshot: Golem.de)
In diesem Suchergebnis sind zwei Freevee-Titel dabei, erkennbar ist es allerdings nicht. (Screenshot: Golem.de)

Ein weiteres Manko: In den Details von Filmen und Serien haben wir auf Streaming-Geräten oder Smart-TVs keine Möglichkeit, uns die Kundenkommentare anzusehen. Dabei wäre es manchmal ungemein praktisch, diese Bewertungen auch auf dem Fernseher lesen zu können.

Prime-Video-App nicht an Apple TV angepasst

Schwerer wiegt aber, dass die Prime-Video-App leider nicht auf allen Plattformen an die jeweiligen Fähigkeiten der Geräte angepasst ist. Auf Roku-Geräten erhalten wir bei Druck auf die Rücksprungtaste weiterhin für ein paar Sekunden automatisch Untertitel eingeblendet, sofern diese verfügbar sind. Wer also etwa in einem Film oder einer Serie zurückspringt, weil er etwas akustisch nicht verstanden hat, erhält die optimale Hilfestellung. Schade, dass es die Funktion auf anderen Plattformen nicht gibt.

Ein klarer Rückschritt ist die neue Prime-Video-App für das aktuelle Apple-TV-Modell mit Jog-Dial-Steuerung auf der Fernbedienung (g+). Während bei der Markteinführung des aktuellen Apple TV die Prime-Video-App die Jog-Dial-Steuerung unterstützte, wurde diese Funktion mit der neuen Version der Prime-Video-App gestrichen. Es gibt also die gleiche Beschränkung wie bei Disney+ auf dem Apple TV.

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 Neue Prime-Video-App im Test: Amazon macht Prime Video noch schlechterNeues Prime Video im Test - Verfügbarkeit und Fazit 
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Insomnia88 22. Sep 2022 / Themenstart

...Apple TV Plus auf nicht Apple-Geräten ist viel schlimmer. Das muss im browser laufen...

Schlitzauge 21. Sep 2022 / Themenstart

Warum sprecht Ihr für die Abonnenten? Ich bin selbst Abonnement und finde gerade die...

Schlitzauge 21. Sep 2022 / Themenstart

Die ursprüngliche GUI des FireTV/Sticks war um Dimensionen besser in der Usability als...

magicteddy 20. Sep 2022 / Themenstart

Kaum ein paar Sekunden mit dem Zeiger drauf schon ändert sich die Größe, beim Anwählen...

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